Reitmeister Xenophon

Shownotes

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Impressum: Barbara Welter-Böller, Hufenstuhl 7, 51491 Overath, Deutschland · Tel. +49 (0) 2206 – 85 83 46 · info@welter-boeller.de

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00:00:12:

00:00:43: Hallo Marion, ich freue mich so über unseren Talk über die Reitmeister und wir wollten ja mit Xenophon beginnen.

00:00:53: und ja, Xenophon der vor über zweitausend Jahren sein Werk über die Reitkunst geschrieben hat und heute ja noch interessant ist.

00:01:04: Aber warum ist er interessant?

00:01:06: Das können wir vielleicht beleuchten.

00:01:08: Macht es Sinn, ihn noch zu lesen.

00:01:11: Aber eine kurze Vorstellung zu dir.

00:01:15: Du bist seit über fünfundzwanzig Jahren meine Freundin.

00:01:19: Du bist Pferde-Wirtschaftsmeisterin.

00:01:21: Du hast dreißig Jahre Berufserfahrung.

00:01:23: Wir haben schon, in der Fachschule, schon in den letzten Jahren langsam zusammengearbeitet.

00:01:28: Da hast du immer beratenreiterlich.

00:01:31: Und du bist Ausbilderin bis Kronprie.

00:01:34: Ich habe dich aber auch springen sehen.

00:01:36: Und ich weiß, dass du habsjachten geritten bist auf jungen Hängsten.

00:01:41: die mir sehr wild erschienen, also in vielen, vielen Sätteln gerecht.

00:01:46: Und ich habe deine Reitweise immer sehr bewundert.

00:01:50: Ich habe sie immer sehr fair und sehr logisch für die Pferde empfunden und sehr erfolgreich.

00:01:57: Da freue ich mich, mit dir solche Themen besprechen zu dürfen.

00:02:01: Danke schön.

00:02:02: Danke Barbara.

00:02:03: Also vielen Dank, einen Einstieg mit so vielen Komplimenten.

00:02:07: Dann möchte ich auch etwas zurückgeben.

00:02:10: Und ich habe von unserer Freundschaft von Anfang an wirklich sehr profitiert, vielleicht ganz zu Beginn etwas zögerlich, dann mit immer mehr Neugier und auch Dankbarkeit für die Zeit, die wir miteinander verbringen konnten und immer im fachlichen Austausch stehen eigentlich seitdem.

00:02:26: Und wundere auch, dass du immer weiter neugierig bleibst, nie aufhörst, dich auch weiterzuentwickeln.

00:02:33: Und das macht unglaublich Spaß, auch unsere Serie, die alten Reitmeister zum Anhören.

00:02:39: die es ja auch zu hören gibt, eben auf Spotify zum Beispiel.

00:02:43: Die hat mir auch total viel Spaß gemacht und die Faszination hält immer noch an.

00:02:48: Von daher freue ich mich wahnsinnig jetzt auf diese Podcast-Serie, die alten Reitmeister.

00:02:52: Das ist mal wieder ein anderes Format.

00:02:55: Ja, und ich würde sagen, wir legen mal los.

00:02:58: Gut, du als Reiterin.

00:03:01: Warum würdest du einem Reiter empfehlen, Xenophon zu lesen, der nun vor zweitausend Jahren gelebt hat und Was kann der denn für uns heute noch bedeuten?

00:03:14: Ja, zunächst mal in der heutigen Zeit würde ich jedem Reiter Daten überhaupt mal ein Lehrbuch zu lesen und weniger Wissen sich aus Instagram Clips oder Reels anzueignen, was immer nur so Stückchen und Häppchen sind, sondern wirklich mal ein Buch.

00:03:36: Und Xenophon, das werden wir gleich sehen, wenn wir ein bisschen auf die Einzelheiten eingehen.

00:03:41: Erstmal hat er ganz großartig geschrieben, nämlich ganz klare Sätze, gut verständlich.

00:03:47: Auch wenn man schon viel Erfahrung hat, entdeckt man zwischen den Zeilen immer wieder Basiswissen, dass man vielleicht so noch nicht auf den Punkt gebracht, formuliert hat und kann sehr viel mitnehmen.

00:03:59: Und ja, es ist ein toller Einstieg auch in die Beschäftigung mit den alten Meistern.

00:04:05: Und er war ja nicht nur Reitausbilder, sondern ein Philosoph und fällt her auch der ein großes Her angeführt hat, also ein ganz bemerkenswerter Mensch, eine Persönlichkeit seiner Zeit.

00:04:19: und nicht umsonst haben deswegen seine Schriften überhaupt auch überlebt und werden immer noch an Universitäten gelesen und auch wieder neu übersetzt.

00:04:29: Also es ist auf jeden Fall eine Wissensbereicherung, nicht nur in fachlicher, in Pferdesport fachlicher Hinsicht.

00:04:37: Ich denke, dass er spannend ist, weil er ja auch... Ja, er ist einfach ein ganz intellektueller, guter Geist gewesen mit einer klaren Sprache.

00:04:48: Und wir möchten erst mal über sein Leben berichten.

00:04:51: Das war auch sehr spannend.

00:04:53: Er wurde um vierhundertdreißig vor Christi geboren und hat aber erst mit ca.

00:04:59: siebzig Jahren das Buch über die Reitkunst geschrieben.

00:05:03: Das heißt, in diesem Buch steckt die Erfahrung eines ganzen Reiterlebens.

00:05:10: Er wuchs als Sohn wohlhabende Eltern auf einem Gut des Vaters auf in Eskia oder in Athen und er hielt wie in allen aristokratischen Familien üblich, neben der geisteswissenschaftlichen Ausbildung auch eine reiterliche Ausbildung, obwohl die Griechen eigentlich kein Reitervolk waren.

00:05:34: Er war Schüler von Socrates und das heißt, er war auch ein Philosoph.

00:05:42: Als Reiter nahm er an verschiedenen Kriegenteil

00:05:45: und

00:05:45: vierhundert drei vor Christi, nach der Wiederherstellung der Demokratie, wurde er aus Athen verbannt und nahm vierhundert eins vor Christi am Persischen Feldzug von Pyrrhus teil und das hat er auch in einem Buch niedergeschrieben.

00:06:03: Genau, das hat er in dem Buch Anabasis niedergeschrieben und anfangs fand ich das ein bisschen schwierig zu lesen und es wird sehr viel aufgezählt.

00:06:13: Als Berichterstatter ist er ja auch mitgereist.

00:06:16: Es ist dann auch die Aufgabe zu sagen, wie viele Soldaten, wer wurde wo angeworben.

00:06:22: Aber je mehr und mehr ich mich damit beschäftigt habe, auch jetzt in unserer Vorbereitung, desto mehr muss ich sagen, es macht einem natürlich klar, wie die damals gelebt haben.

00:06:31: Man kann das Buch über die Reitkunst auch viel besser einordnen.

00:06:37: weil man sich mehr vorstellen kann und nicht den Fehler macht, das so zu sehr über die Reitkunst dann zu sehr auf unsere Zeit schon zu übertragen.

00:06:45: Und ja, Annabasis ist halt Berichterstattung des Zuges der Zehntausend.

00:06:51: Es waren vielleicht nicht ganz Zehntausend, aber doch ein unwahrscheinlich großes Her, von dem natürlich längst nicht alle Soldaten beritten waren.

00:07:01: Und die meisten hatten halt keine Pferde.

00:07:04: Das waren die höher gestellten Personen, die ritten.

00:07:07: Und man weiß die genauen Zahlen nicht.

00:07:09: Aber an einigen Stellen im Buch sind es tausend.

00:07:13: Manchmal reden wir von sechshundert Reitern.

00:07:16: Und weil das Heer sich natürlich nach der Niederlage skrit in einen Hinterhalt und wurde überfallen, reduzierte sich die Stärke des Heeres sehr.

00:07:27: Und Xenophon führte dieses Rest her dann zurück und wurde dann eben vom Berichterstatter zum Feldherr und Anführer.

00:07:35: Und dann waren es vermutlich noch wesentlich weniger Reiter.

00:07:39: Und diese Strecke, die bezog ungefähr sechs Tausend Kilometer.

00:07:43: Und ungefähr zwei Jahre waren sie unterwegs.

00:07:46: Und egal jetzt, ob zu Fuß oder mit Pferd.

00:07:49: Zwei Jahre unterwegs zu sein, in steinigem Gelände, sechs Tausend Kilometer zurückzulegen.

00:07:55: Das ist einfach eine Nummer, das können wir uns heute kaum noch vorstellen.

00:07:59: Mit unseren Autos, Fliegen und E-Bikes und ... mal gerade zehntausend Schritte am Tag, also sechstausend Kilometer durch bergiges unbefriedetes Gelände ohne Straßen.

00:08:12: Das ist einfach was, das ist schon hart.

00:08:17: Das hält keiner so schnell mehr aus.

00:08:19: Aber ich glaube, so lernt man Pferde genau kennen und schätzen.

00:08:24: Und schätzen.

00:08:25: Ja.

00:08:25: Auch

00:08:25: mit ihnen so umgehen, dass man sie nicht verbraucht, weil man sie ja dringend braucht.

00:08:29: Also mehr kann man nicht in die Lehre gehen.

00:08:34: Ja, als er wieder zu Hause war, blieb Xenophon längere Zeit als Söldner im Flüchtlichen her.

00:08:42: Dann ging er wegen einer Verurteilung zum Hochverrat in die Freiwillige Verbannung nach Spachter, da auf ein Landgut ins Kilos.

00:08:51: Und auf diesem Landgut blieb er zwanzig Jahre als Privatmann, gründete dort seine Familie, ging zur Jagd, Da besaß er Reitpferde und erstellte hier den größten Teil seiner sehr berühmten Schriften.

00:09:07: Dreihundertseinundseipzig vor Christi nach einer Niederlage der Spartaner flohe zurück nach Athen.

00:09:14: Das zu seinem Lebenslauf und über seinen Werk über die Reitkunst.

00:09:21: Wenn wir darüber sprechen jetzt, dann ist das sehr klar gegliedert.

00:09:26: Es beginnt erstens mit dem Pferdekauf, hier mit dem Kauf eines Fohlens.

00:09:32: Die Frühausbildung des Folens, dann der Kauf eines gerittenen Pferdes.

00:09:39: Zweitens spricht er über die Anforderung an den Stall und die Pflege des Pferdes.

00:09:44: Drittens kommt das Reiten, Reiten auf dem Reitplatz, Reiten im Gelände, Erziehung durch Belohnung und Strafe und auch Tipps zum Umgang mit schwierigen Pferden.

00:09:57: Er geht soweit bis Schulen auf der Erde, Piaf Passage, und schulen über der Erde die Pessade, jetzt zum Buch, Xenophon über die Reitkunst.

00:10:09: Er selbst bezeichnet sich als ein Experten der Reitkunst, der seinen jüngeren Freunden sein Wissen weitergeben will.

00:10:18: Zuerst beginnt er mit dem Kauf eines ungerittenen Pferdes und da beweist er schon sehr, sehr viel Wissen über das Potenzial, wie ein Pferd sich entwickelt, wie das Pferd sich im Alter verbessert.

00:10:32: Auf was muss man schauen?

00:10:34: Was sollte man?

00:10:35: Was ist positiv?

00:10:36: Wo kann man direkt sagen, das brauche ich nicht.

00:10:39: Für ihn ist das wichtigste die Füße.

00:10:41: Und wenn man denkt, sechstausend Kilometer auf nicht beschlagenen Pferden oder ich weiß nicht, weißt du, wie sie die Pferde da, was sie mit den Hufen gemacht haben?

00:10:52: Also beschlagen waren die Pferde noch nicht.

00:10:55: Und du hast ganz recht mit diesen Böden, wenn man Zum Beispiel mal Google nach dieser Route, das kann man ja rausfinden, inzwischen auch mit Google Maps, wie das da aussieht, wo die sich aufgehalten haben.

00:11:10: Das ist Gebiet der heutigen Türkei und dann noch weiter östlich.

00:11:15: Das ist ein eher steiniger, natürlich sehr trockener Boden, die Gebirge sowieso.

00:11:20: Da haben die eher... so eine Art Leder oder Bastsohlen den Pferden angezogen, so eine Art Sandale und ganz später dann auch aus Eisen, wobei das eben noch nicht mit Nägeln befestigt war, sondern mit Schnüren und die konnten natürlich schnell scheuern.

00:11:38: Also dieser Beschlag mit Nägeln, das kam erst im Mittelalter auf und hat wirklich versucht den Pferden künstliche Sohlen anzuziehen und möglichst den Abrieb oder Verletzungen der Sohne dadurch etwas zu mildern oder zu verhindern.

00:11:53: Und nochmal kurz zurück, da sieht man eigentlich an dieser Gliederung, warum das für uns so interessant ist.

00:11:58: Denn die Gliederung, die du gerade so ein bisschen auszugweise vorgetragen hast, ist ja fast wie in einem modernen Buch.

00:12:06: Also genau diese Themen, die uns heute auch beschäftigen, Auswahl des Pferdes, wie verläuft dann die erste Ausbildung und dann auch, was sind Geländegegebenheiten, das haben wir ja heute auch noch genauso als Themen.

00:12:21: Wobei vielleicht müssen wir einmal richtig stellen, er redet oft von Fohlen oder ist manchmal auch übersetzt als Föhlen.

00:12:27: Das

00:12:27: ist eher dann wahrscheinlich schon der Absetzer der Jährlingen, das Jungpferd.

00:12:31: Das ist also nicht mehr das Fohlen zu Fuß bei der Mutter, weil wir sagen ja eigentlich Fohlen nur zu dem kleinen Pferd, was wirklich noch bei der Mutter läuft und später ist ja dann der Absetzer der Jährlingen.

00:12:43: und also das Alter, denke ich, da bezieht er sich eher drauf.

00:12:48: Ja, ich denke auch, also einjähriger, zweijähriger?

00:12:52: Ja,

00:12:53: ein, zweijährig.

00:12:53: Man weiß vielleicht nicht genau, wann die die abgesetzt haben, aber ich denke eben, also frühestens so Absetzer.

00:13:03: Ja, also da wird einem nochmal die Hufqualität, auf die wir heute gar nicht mehr so achten brauchen, weil wir so viele Beschlagsformen und Bearbeitungsformen zur Verfügung haben, da hat er direkt als erstes Wert draufgelegt, weil er sagt, das ist das Fundament.

00:13:20: Das brauche ich, kein Haus darauf zu

00:13:21: bauen.

00:13:22: Ja.

00:13:23: Und sie sollen hoch und nicht zu flach sein, damit der Strahl keinen Kontakt mit dem Boden hat, weil sie sich sonst entzünden können.

00:13:32: Und sie sollen wie ein Becken tönen, wenn das Pferd auftritt.

00:13:35: Und das ist eigentlich, gerade bei den steinigen Böden, haben die Pferde eher so engerer Rufen.

00:13:42: Die Hufbararbeiter sagen dann immer so Cola-Dosen.

00:13:46: damit sie nicht fühlig sind.

00:13:48: Wenn man jetzt so denkt an diese Marschfüße von den Hannoveranern mit dem breiten Strahl, wenn man da über Steine geht, das geht nicht.

00:13:55: Also brauchten sie einen hohen Ruf, damit auch das Pferd flüssig über steinigen Boden gehen konnte.

00:14:04: Und andererseits ist es auch so, je höher der Ruf ist, umso höher ist die Faszienspannung des Rufes und so besser kann das Pferd elastisch in dem Ruf federn.

00:14:14: auch von der faszialen Seite der perfekte Huf für dieses Gelände.

00:14:20: Und er sagt das so gut, der Huf soll eben so hoch sein, dass er tönt wie ein Becken will.

00:14:29: Und sonst würde er aufplatschen wie einem plattfüßigen Menschen.

00:14:33: Und das ist, glaube ich, wenn man jetzt denkt, das ist übertrieben, aber eine Spitzentänzerin, also eine Ballerina auf Spitzenschuhen und ein plattfüßiger Mensch.

00:14:42: Ich glaube schon, dass die sich unterschiedlich bewegen.

00:14:45: Ein sehr schöner und anschaulicher Vergleich auf jeden Fall.

00:14:50: Gegen ein Tollpatsch.

00:14:52: Dann spricht er auch über die Fesselzehenachse auch so gescheit, die soll nicht nach vorne gebrochen sein.

00:14:58: Da erwartet er Entzündung und das entspricht auch der Beobachtung, wenn die Pferde zu stark belastet werden, werden die Faszien zu fest, vor allen Dingen die Faszien an den Zehen gelängen.

00:15:10: Und dann richtet sich die Fessel-Zähnachse auf und dann weiß man eigentlich schon, da kann schon eine Überlastung dahinter sein.

00:15:19: und dann spricht er auch, dass er dann Entzündung erwartet, Fessel-Trägerentzündung.

00:15:25: Ich würde das direkt mit dem Pferd nach vorne gebrochenen Fessel-Zähnachse, würde ich sofort den Fessel-Träger palpieren und meistens sagt er schon mal, naja, ich glaube, ich bin schon ein bisschen angespannt.

00:15:38: Es soll auch nicht nach hinten gebrochen sein, die Fressezehnachse, weil dann weiß man, das Pferd ist in den Fasschen schlecht und wird halt zu stark im Fesselgelenk belastet.

00:15:49: Also besser kann man es nicht beschreiben, wie er das macht.

00:15:54: Dann sagt er, das Pferd braucht einen guten Kniehub und das spricht jetzt wieder, welche Pferde hatten sie?

00:16:02: Das sind Pferde, die praktisch eine Halsaufrichtung haben.

00:16:06: Ich denke immer an Soraya-Ponys, stelle ich mir immer vor.

00:16:10: Ich weiß, was ist du für ein Pferd, wenn du an ein bisschen frisches Pferdchen denkst?

00:16:15: Also auf jeden Fall eher ein kleines Pferd, noch nicht so wie ein Barockpferd.

00:16:22: Und klar, wenn man jetzt an diese Fresken denkt oder Zeichnungen auf Wasen, die mit Sicherheit nicht immer marschstabsgerecht sind, aber trotzdem waren die Fälle natürlich wesentlich kleiner.

00:16:36: oft mit einer sehr ausgeprägten Unterhaltsmuskulatur dargestellt.

00:16:41: Also eher kleine, robuste, stämmige Tiere, noch nicht so elegant wie heute und mit eher kurzen Röhren und Fesselbeinen.

00:16:51: Und das ist auch jetzt nicht abwertend gemeint, sondern einfach mehr Raumgriff, mehr Schwung verursacht ja auch mehr Abrieb.

00:16:59: Der Hufe ist schwieriger zu sitzen.

00:17:01: Die Sehnen und Bänder werden durch Schwung auch mehr belastet.

00:17:05: Und wenn man sieht, wie die auch rippen, ohne Sattel und einem, da ist ja eine höhere Schwingung des Rückens auch eher hinderlich.

00:17:18: Also ich würde jetzt auch gar keine Pony-Rasse benennen wollen, um auch jetzt keine Pony-Freunde da dann vielleicht zu beleidigen, ungewollt.

00:17:29: Aber das sind trotzdem eher robuste Ponys, stell ich mir vor.

00:17:33: Also ich habe ja einen Konink und es gibt nichts angenehmeres im Gelände als der, egal wo man reitet.

00:17:40: Ja, das erzählst du öfter.

00:17:41: Ja, der ist so angenehm.

00:17:42: Er ist doch ein

00:17:43: Freund.

00:17:45: Der hat ja auch einen hohen Kniehupen.

00:17:46: Das heißt, der hat eine hohe Frequenz.

00:17:48: Der kann eben auch auf nicht kontrollierten Boden laufen, ein bisschen wie ein Islander.

00:17:53: Und dadurch ist er sehr trittsicher, ne?

00:17:56: Wenn ich jetzt denke, so ein Anomerane im lang gestreckten Bein und der kommt auf eine Geröllpiste.

00:18:02: Die Amplitude wird da gar nicht durchziehen.

00:18:05: Man braucht eine hohe Frequenz, um diese ganzen Steinchen da zu haben.

00:18:09: Und dadurch sind die, finde ich, auch sehr, sehr trittsicher.

00:18:13: Ja, und du hast gerade gesagt, Islander, also vielleicht, wenn man jetzt mal irgendwas sagt, vielleicht so ein bisschen in die Richtung, weil die sind ja so stabil, dass sie auch erwachsene Männer tragen.

00:18:22: Und so ein bisschen die Art, wie die manchmal den Unterhals so nach vorne drücken.

00:18:27: Also jetzt einfach nur das Bild, das ich so vor Augen habe.

00:18:30: Das kann ganz anders gewesen sein, aber ich glaube, so ein bisschen so stelle ich es mir eigentlich vor.

00:18:35: Und ich glaube auch, dass die alten Griechen, wenn man jetzt heute einem alten Griechen so ein Pferd geben könnte, wahrscheinlich würden die sich da auch ganz heimisch fühlen.

00:18:43: Ich glaube, ja.

00:18:45: Ganz bequem.

00:18:46: hat er gesagt, das Pferd braucht eine breite Brust.

00:18:49: Das ist eine gute Unterstützungsfläche.

00:18:52: Das heißt, das Pferd kann den Reiter gut tragen, egal wie der Reiter.

00:18:56: Jetzt, wenn man jetzt mal denkt, die Pferde werden ja im Gefecht eingesetzt.

00:18:59: Das heißt, das Pferd muss wie ein Voltigierpferd aushalten, dass der Reiter vielleicht mal rechts, links hängt, vielleicht mal links hängt, vielleicht mal mit einer Lanze und dann noch auf den Gegner einsticht.

00:19:12: Wenn man das mit so einem Schmalbrüstchenpferd macht, der fällt ja in den Gegner rein.

00:19:16: Also, da hat er die breite Brust, erwähnt er, und das heißt, der Reiter hat eine gute Unterstützungsfläche und kann, das Pferd hat einen sehr sicheren Gang.

00:19:27: Und weil sich so dieser gut aufgesetzte Hals, der ist ja typisch für die Pferde mit Kniehub, weil sie ja ihren Schwerpunkt nach hinten bringen, aber er beschreibt ja auch, dass das den Reiter im Krieg schützt.

00:19:39: Das war für mich auch ein neues Bild, dass man ein aufgerichtetes Pferd haben möchte, damit nicht der Speer oder die Lanze eintrifft.

00:19:50: Der Hals soll den Mann decken.

00:19:52: Und vielleicht ist es auch ein Grund, warum wir die so oft so ein bisschen mit diesem offenen Maul und auch dem Unterhals sehen, weil der Reiter wahrscheinlich auch versucht, das Pferd dazu zu bringen, dass es den Hals so hoch aufrichtet, vielleicht höher als es das in dem Moment möchte, ob wir das jetzt schön finden oder nicht.

00:20:14: Klar, wenn es ums Überleben geht, dann im Zweifel lieber der Pferdehals als die eigene Brust.

00:20:21: Das Pferdehals schild, ne?

00:20:23: Ja,

00:20:24: ja.

00:20:25: Dann spricht er auch von einem feinen Genick.

00:20:27: und feines Genick.

00:20:28: Er hat ja immer nur das Pferd, was sich selber in Aufrichtung trägt.

00:20:33: Also ich denke, er hat da wirklich so ein... Gutes, kompaktes Pferd, was selber in Aufrichtung sich trägt und dadurch durch, das ist dann der Longus Colli, der Muskel, der sich ausprägt, wenn das Pferd sich selber trägt und feines Genick macht.

00:20:46: Auch das ist sehr gut beobachtet.

00:20:49: Und er sagt... Das Pferd kann sich dann nicht so sehr der Reiterhand widersetzen oder wird sich nicht widersetzen.

00:20:55: Ja, wenn ich ein starkes Genick habe, was gegen mich arbeitet,

00:20:59: mit den Nackenstreikern,

00:21:00: dann habe ich natürlich zu tun.

00:21:01: Das kann ich ja überhaupt nicht brauchen, wenn ich auf den Pferd kämpfen will.

00:21:04: Ja.

00:21:06: Toll finde ich auch die kurze Lände.

00:21:09: Es ist ein Quadratpferd.

00:21:10: Das heißt, es ist leicht zu versammeln und es kann sicher Wendungen auf der Hinterhand machen.

00:21:15: Das heißt, es ist im Im Kriegsfall, im Kampf, ganz geschwind, gewandt und man kann es halt auf der Hinterhand hin und her wenden.

00:21:25: Also großartig, wie ihr das beschreibt, für den Zweck, den das Pferd erbringen soll.

00:21:32: Absolut.

00:21:35: Wenn man die Bilder, und da muss man jetzt, das ist ja kein Einzelfall, und alle werden jetzt auch nicht ganz unrealistisch sein, dann sehen wir eher Pferde mit einem eher stabilen Genick, wenig Garnaschenfreiheit.

00:21:46: Und von daher denke ich, ist das eher so ein Ideal, was er beschreibt und dass man versuchen soll, das zu finden und sich nicht noch ein besonders Schwieriges aussucht.

00:21:57: Da glaube ich, einfach wenn wir heute an feines Genick denken und das, was er unter feinem Genick verstanden hat, das war nochmal Ganz schön auseinander.

00:22:06: Oder ist es nochmal ganz schön auseinander?

00:22:08: Ja.

00:22:09: Ja, wenn ich jetzt, ich will keine Rasse nennen, aber ich nehme jetzt einfach mal den Norwegers Fürchtpferdchen.

00:22:15: Das hat nicht so ein feines Genick.

00:22:18: Und ich glaube, das stellte er sich so nicht vor, sondern schon so ein bisschen den Soraya-Typ oder wie er da hatte.

00:22:25: Dann sagt er auch noch, die Gruppe sollte ganz und gar fest sein.

00:22:29: Das sind die Partien, das das Pferd zum Laufen benötigt.

00:22:33: holt er schon ganz klar den Schub aus der Hinterhand.

00:22:36: Und das finde ich auch gut, weil er sagt, Hinterhand, ja.

00:22:40: Das ist das, was den Schub nach vorne bringt und das möchte ich von Anfang an gut ausgebildet haben.

00:22:46: Also sehr gut.

00:22:47: Ja, da findet man schon vieles, wo man einfach nur zustimmen kann und sagen, das ist auf den Punkt gebracht und auch nicht zu sehr in die Länge gezogen.

00:22:59: Da ist das schon... sehr, sehr gut.

00:23:02: Vielen späteren Ausbildern, die das doch doch

00:23:05: so ein

00:23:06: bisschen schwammiger ausdrücken, so exterieur Details, da ist er einfach voraus.

00:23:12: Ja, ganz klar.

00:23:14: Ganz einfach, ganz klar.

00:23:16: Ja.

00:23:17: Was mich dann so von ihm begeistert hat, ist, dass er die Ausbildung des Fohlens, dass er das so beschreibt, dass man das Fohlen oder dann den Jährlingen oder Zweijährigen weiß ich nicht, aus dem Hause geben soll an Profis.

00:23:31: Und das finde ich hervorragend, dass er sagt, so eine Ausbildung des Pferdes ist nicht für jedermann, sondern um dem Pferd fair gegenüber zu sein, bringe ich ihn zu einem Profi.

00:23:43: Und das Geniale, was er beschreibt, er sagt vorher, würde er einen schriftlichen Vertrag machen mit dem Profi, wo alles drin steht, was ihm beigebracht werden soll.

00:23:56: Und das ist für ihn so, als würde man seinen Sohn aus dem Haus geben.

00:24:00: Wird das heute gemacht mit Verträgen?

00:24:05: Also Einstellerverträge sind natürlich üblich.

00:24:08: Beritverträge auch, die schon den Leistungsumfang festlegen und auch beschreiben.

00:24:17: Das Ausbildungsziel ist eher selten schriftlich festgelegt, weil man ja auch weiß, dass man das manchmal nicht so genau planen kann.

00:24:27: Das wird eher mündlich besprochen.

00:24:30: Wobei Mündlich dann auch oft nur so aussieht, dass der Besitzer sagt, was er sich wünscht und vorstellt und der Profi dann zusehen muss, wie er dem möglichst nahe kommt.

00:24:39: Anders sieht das aus bei so was wie Hengs Leistungsprüfungen.

00:24:42: Da ist ja der Termin für die Prüfung und auch die Anforderung, das ist beides bekannt.

00:24:48: Und ja, gut, da gibt es dann halt erreicht oder nicht erreicht oder Studienleistungsprüfung.

00:24:54: auch sowas wie anreiten, einfach in dem Moment, wo einfach ganz klar ist, was soll erreicht werden, das Pferd soll vielleicht parkurfertig sein oder zum Verkauf, dann ist so ein bisschen festgelegt, was beigebracht und was erreicht werden muss.

00:25:10: Aber ansonsten ist eher der Einstellungsvertrag, der ist schon Standard, würde ich sagen.

00:25:18: Was ich auch ganz schön finde, jetzt wenn ich an euch denke, die ihr ja Pferde übernehmt und ausbildet, dass er sagt, das Pferd soll zu Hause schon vorbereitet sein.

00:25:29: Nämlich soll Fromm sein, an die Hand gewöhnt und menschenfreundlich.

00:25:34: Also ich denke, damit würde euch immer gefallen tut, wenn ihr einen Pferd bekommt, was sich anbinden lässt, wo er die Rufe auskratzen lässt, was sich putzen lässt, vielleicht schon satteln lässt und er Möchte, dass das Pferd eine gute Prägung durch den Menschen hat, und zwar leitet er die Pferdepfleger an, dass die alle Belästigungen, sei es jetzt Bremsen, schlechtes Wetter, alles, was man ja gut hat, meinen Artenia nicht, also ungeziefer von den Pferden weghält und auch vom Hunger erlöst, so dass es wirklich sich auf den Menschen freut.

00:26:06: Und der Pferdepfleger soll es auch am Körper desensibilisieren, durch Abtasten, Dann soll es durch Menschenmengen geführt werden, dass es schon sehr viele Eindrücke bekommt.

00:26:19: Und manigfaltige Geräusche sollen dem Pferd vorgestellt werden.

00:26:24: Und dann denke ich, ihr ist dann als Profi auch leichter, wenn ihr so ein Pferd bekommt, oder?

00:26:30: Ja, natürlich.

00:26:31: Und hier ist schon also ganz viel drin.

00:26:33: Nämlich, dass so dieser Pferdepfleger oder auch Einfach die Personen, die mit der Versorgung von Pferden betraut sind, dass er die wirklich wertschätzt, dass er anerkennt, wie wichtig das ist, dass die Ersten sind, die oft diese vertrauensbildenden Maßnahmen durchführen und die eigentlich die Weichen stellen, wie das Pferd den Menschen annimmt.

00:26:56: Und es zeigt er, dass er das beschreibt, dass er das erwähnt.

00:27:00: Ja, zeigt seine Wertschätzung und aber auch die Wichtigkeit für die Zukunft.

00:27:04: Und natürlich sind, glaube ich, da spreche ich allen aus dem Herzen die Pferde anreiten, die mit Jungpferden umgehen.

00:27:13: Ja.

00:27:14: wie gut das tut, wenn man ein Pferd hat, dass sich schon mal die Hufe aufnehmen lässt.

00:27:18: Bei dem ich schon mal einfach auf die rechte Seite gehen kann, dass nicht nur links rum irgendwie an der Lange gescheucht ist, sondern eben auch rechts rum das kennt und durchbariert.

00:27:28: Das macht natürlich alles sehr viel einfacher für einen selber, aber auch fürs Pferd so viel schöner und angstfreier.

00:27:35: Und da hat er absolut recht.

00:27:37: Also Xenophon hält viel auf gute Pferdepfleger und schon seine Profis dann später.

00:27:46: Und da werden wir heute dankbar, wenn wir dazu beitragen können, dass sich das Wissen auch wieder so ein bisschen wieder beliebt.

00:27:57: Ich sage ja auch so ganz klar, das Pferd muss bei Angst beruhigt werden und beim Scheuen nicht bestraft werden.

00:28:06: Das ist auch wieder so pferdefreundlich.

00:28:10: Ja, dass das Pferd es nicht bösartig tut, sondern dass man ihm einfach das Vertrauen geben muss und ihm das beibringen muss.

00:28:21: Also großartig hat er das beschrieben.

00:28:24: Sehr.

00:28:25: Lieblingskapitel ist ja Kauf eines gerittenen Pferdes.

00:28:30: Das habe ich mit großem Spaß gelesen, weil ich sage so, so macht das jedem Pferdehändler wirklich sehr schwer.

00:28:38: Also er beginnt damit, dass man die Zähne prüfen soll.

00:28:42: Klar, da kann man die Altersbestimmung machen.

00:28:44: Das war ja früher wichtig.

00:28:45: Und wenn man jetzt schon ein Pferd hat, was vom Zahnalter nicht stimmt, dann hat man ja auch nicht so die Zukunft und auch nicht mehr das Vertrauen zu dem Pferderhändler.

00:28:56: Dann, wie lässt es das Gebiss ins Maul nehmen?

00:28:59: Das ist ja auch eine Geschichte, die ein Pferd erzählt.

00:29:01: Wenn es grob behandelt wurde, mit groben Gebissen, wird es erst mal sich weigern.

00:29:06: und ein Pferd, positive Erfahrung hat, wird ein Gebiss annehmen und auch das Kopfstück über die Ohren ziehen.

00:29:14: Pferde, die im Genick geärgert werden, da gibt es so einen Nerv, der dann getriggert wird und dann sind die Ohren sehr empfindlich.

00:29:21: Und wenn die Pferde da das Genickstück nicht über die Ohren ziehen lassen oder man kommt nicht mehr an die Ohren ran, dann weiß man, dass da schon, ich sage jetzt sogar, Schäden im Genick vorhanden sind.

00:29:32: Also, er hat einfach tiefes Wissen.

00:29:36: Dann ist es ein Praktiker.

00:29:37: Also das merkt man einfach durch und durch eigentlich auf jeder Seite, eigentlich nahezu in jedem Satz.

00:29:45: Er hat alles gesehen.

00:29:49: Dann vor den Augen des Käufers muss der Reiter aufsitzen und da kann man das Pferd ja auch gut beobachten.

00:29:58: Geht es zur Seite, legt sie Ohren ab, das sind ja alles Geschichten, die das Pferd erzählt und dann wird auch ausprobiert, ob es klebt.

00:30:05: Denn das braucht man ja auch nicht.

00:30:07: Also man will ja nicht nur zu Hause bleiben.

00:30:10: Und dann ist es einseitig hart im Maul.

00:30:13: Das sagt er, das kann man rauskriegen, indem es immer zu einer Seite ausbrechen wird.

00:30:19: Und dann sagt er, ja, gut, dann ist das schon Probleme, er würde immer zu einer Seite weggehen.

00:30:25: Dann soll er Paraden aus vollem Lauf annehmen.

00:30:30: Und auch, wie lässt es sich wenden, was ja im Kriegsfall ganz wichtig ist.

00:30:35: Und er sagt auch, wie ist seine Reaktion auf treibende Hilfen?

00:30:40: Nimmt er die an oder sogar auch auf Strafe?

00:30:44: Das fand ich ganz interessant.

00:30:46: Ich meine, es gibt vielleicht immer den Moment, wo du mal mit der Gärte sagen musst, komm, jetzt gehst nach vorne.

00:30:51: Wenn er dich dann aber runterbockt im Krieg, dann ist das nicht gut.

00:30:59: Ja, das ist absolut nicht gut.

00:31:04: Man muss immer denken, das Leben hängt dran.

00:31:06: Es geht ja jetzt nicht um mal durch die Halle zu reiten.

00:31:08: Das ist ja zwar eine ganz andere Sache.

00:31:12: Und wenn er dich abbockt im Gelände und du kommst nicht mehr nach Hause, es geht ja auch alles nicht.

00:31:18: Und da muss man vielleicht auch noch mal an der Stelle erwähnen, dass hier noch keine Steigbögel kannten, noch keine richtigen Sättel.

00:31:24: Also die hatten Fälle oder Decken auch aus gewebten Stoffen, aber eben noch keine Sättel und auch keine Steigbögel.

00:31:34: Und bei verschiedenen Autoren liest man, dass die Stadthalter dazu angehalten waren, dafür zu sorgen, dass man so Aufsteigblöcke hatte an den Straßen.

00:31:47: Manche sagen auch, man sollte sich an den Spießen, die sie mit sich führten, so kleine Vorsprünge waren da dran, dass man sich da mit hochhelfen konnte, so ähnlich wie bei meiner Stelze.

00:31:59: Ein anderer Fachautor, der sich so mit diesem Alterton beschäftigt, der sagt, die alten oder die atletischen Griechen, die brauchten sowas nicht, die sind so drauf gehüpft.

00:32:09: Aber wer das mal versucht hat, ohne Sattel aufzusteigen und hatte so eine Decke.

00:32:14: So ganz ohne ist das auch nicht.

00:32:16: Also ich glaube, bequemer war das schon, wenn man sich mal irgendwo draufstellen konnte.

00:32:21: Im Gelände runter zu fallen ist natürlich doof, da ist dann oft nicht so was in der Nähe.

00:32:25: Und die Satteldecke fällt ja dann auch weg.

00:32:27: Von daher war das schon dieser Gehorsam beim Aufsteigen und dass das Pferd nicht zurück drängelt zu den anderen, das war ganz wichtig.

00:32:36: Ja, vielleicht trotzdem an der Stelle auch noch mal so, wie sehr dieser Krieg zu fährt denn aus.

00:32:41: Die waren ja nicht so in der Schlacht, wie man später so eine große Gruppe Kaveleristen sich vorstellt, sondern das waren ja eher Einzelne, die die Pferde hatten, die dieses Heer umkreisten, um zu sehen, wie die Soldaten auch mitkommen, wer ist wo.

00:32:57: Das waren eher die Booten zwischen den verschiedenen Truppen und natürlich die Kundschafter auf dem Weg nach vorne.

00:33:04: Da sieht man dann, dass es vielleicht so Kampf getümmelt, das war eher eine Ausnahmesituation, aber dieses Kleben.

00:33:10: Was macht das denn?

00:33:12: Das klebende Pferd, das wird natürlich, das verrät einen dann schnell.

00:33:15: Also von daher ist das noch eine unangenehme Begleiterscheinung des Klebens.

00:33:20: Erst mal, dass es fertig weitergeht und dann natürlich, dass es nach den anderen ruft.

00:33:25: Und das ist für so ein Speer natürlich nicht so günstig.

00:33:28: Stimmt, ja.

00:33:32: Es gibt auch ältere Griechen.

00:33:33: Mario und die aufs Pferd wollten nicht nur jubelsportliche.

00:33:37: Ich stelle mir die alle jung und athletisch vor.

00:33:40: Ja,

00:33:42: ich hatte jetzt jemand älteres im Kopf.

00:33:45: Ich möchte noch ein Zitat von ihm nennen über den Ungehorsam.

00:33:54: Zweifel-los unbrauchbar ist nämlich ein Diener und ein Heer, wenn sie nicht gehorschen.

00:34:00: Ein ungehorsames

00:34:01: Pferd ist nicht nur unbrauchbar, sondern richtet häufiger sogar das Gleiche wie ein Verräter an.

00:34:08: Also da ist er ganz klar, das kann er nicht brauchen.

00:34:13: Im weiteren seines Kaufes will er dann das Pferd auch in Dingen erproben, die man im Krieg braucht, also über Gräben springen, bergauf reiten, bergab reiten, Welle überwinden, quer zum Hang reiten.

00:34:29: Und das sagt er aber auch, Achtung, es fährt muss nicht unwillig sein, wenn es da Probleme hat, sondern es kann unerfahren sein.

00:34:40: Und das ist wieder, das er ganz klug beobachtet.

00:34:44: Es ist ja nicht unwillig, sondern vielleicht nur unerfahren und unerfahrene Pferde kann ich heranführen.

00:34:49: Was er aber ganz ablehnt, sind misstrauische Pferde.

00:34:53: Die sollte man nicht nehmen, weil sie sind dann im Kampf zu ängstlich.

00:35:00: Und dann überprüft er die Stärke der Seele.

00:35:02: Das fährt es, das nennt er auch so, zur Testung der Stärke der Seele.

00:35:06: Das fährt es nach gezahener Arbeit nochmal auf Zäumen, auf Satteln und nochmal reiten.

00:35:14: Und wenn das Pferd dann auch noch engagiert ist, dann ist es das richtige Pferd.

00:35:20: Und er sagt keine Pferde mit Trägkeit oder mit heftigem Temperament.

00:35:26: Denn dann braucht man im Kriegseinsatz viel zu viel Hilfengebung und sie sind dann einfach nicht zu gebrauchen.

00:35:34: Ja, ja.

00:35:36: Also wenn man heute einen zum Verkauf stehendes Pferd anschaut, dann ist es oft schon gesattelt und manchmal ist sogar der Reiter schon drauf, der es einem erst mal vorstellt.

00:35:46: Und da würde Xenophon uns wahrscheinlich heute raten, dass man auf jeden Fall einen zweiten Termin macht.

00:35:53: Am besten auch früh genug, damit das Pferd nicht müde gemacht wurde und vorher schon zu viel bewegt wurde.

00:35:59: Und dann ist natürlich ganz interessant, sich anzuschauen, wie sich das Pferd bei der Vorbereitung verhält, beim Aus der Box holen, wie es guckt, wenn es gesattelt wird, ob es sich willig trennen lässt.

00:36:12: Wenn man sich das einmal angeschaut hat, es macht natürlich auch Sinn, erstmal sich ein Pferd vorreiten zu lassen, weil dieses Jahr ja der ist ganz lieb.

00:36:19: und wenn er dann unter einem fremden Reiter auf einmal was macht, dann, das hat er bisher noch nie gemacht, das ist heute das erste Mal, also lieber erstmal gucken, ob es überhaupt geritten ist und das sieht man am besten, wenn ein Fremder oder der eigene Reiter erstmal drauf sitzt.

00:36:36: Aber beim zweiten Termin sollte man dann auch mal schauen, wie sich das Pferd anfühlt, wenn man eben es selber vorbereitet und als Erster in den Sattel setzt.

00:36:47: Ja, ich glaube, so würde er raten.

00:36:49: Und man kann auch mal fragen, ob man mal rausgehen darf, dass man den Platz mal wechselt, einfach mal eine unbekannte Situation dann aufsucht.

00:37:01: Also sich da auf jeden Fall Zeit nehmen, genau hinschauen und die Vorbereitung beobachten.

00:37:05: Ich denke mal, wenn Xeno von mit wäre, dann wird er darauf bestehen.

00:37:10: Ja, da hätten die Verkäufer Spaß.

00:37:14: Ja, also Klassetipps.

00:37:16: Klassetipps und bis heute, glaube ich, hochaktuell.

00:37:21: Er hat ja dann über Stallanlage gesprochen, auch wieder mit sehr viel Umsicht.

00:37:26: Er beschreibt, man sollte das Pferd gut.

00:37:28: beobachten können, vor allen Dingen, wie es frisst und damit man früh genug eine Kolik erkennt.

00:37:36: oder wenn es nicht frisst, dann sagt er, dann kann es auch über Anstrengung sein.

00:37:42: Das habe ich noch nie irgendwo gelesen.

00:37:45: Ich habe über Training viel gelesen, aber das eine Fressunnuss.

00:37:52: Dann ist es jetzt sehr überanstrengend, denke ich.

00:37:54: Aber das ist ein gutes Zeichen.

00:37:56: Wenn man jetzt denkt, man hat vielleicht ein Wandererit gemacht und es lässt ein Hafer in der Krippe stehen, dass man sagt, das war jetzt ein Übertraining.

00:38:06: Das finde ich auch gut, dass er das auch sehen möchte.

00:38:10: Dass er auch direkt sagt, dass es kann auch eine Überanstrengung sein, fand ich hervorragend.

00:38:16: Hat er ja diese praktisch einen Huf?

00:38:21: Hufplatztraining erstellt, weil er sagt, gut, also der Belag oder der Stall soll keine feuchten und platten Stellen haben, damit das wirklich ausrutscht.

00:38:31: Das ist Profilaxe.

00:38:33: Aber es soll auch ausgelegt sein mit ca.

00:38:36: Hufgroßen Steinen, weil das den Huf dann festdicht durch die Kleinkippbewegung.

00:38:41: Und wenn man weiß, dass die Zehngelenke ja eigentlich nur noch mit Bändern gehalten werden und mit Zehen, also mit Faszien, Dann ist diese kleine Kippbewegung natürlich ein fantastisches Training, diese Gelenkbänder auch für die Seitbewegung des Hufes zu stabilisieren.

00:38:58: Also sehr klug, sehr, sehr klug.

00:39:02: Diese Putz- und Pflegeanleitung für den Pfleger ist auch so gut beschrieben, weil er richtig versucht Gefahren zu vermeiden.

00:39:11: Er sagt, also ein Beiskorb anziehen und wie der Pfleger sich nähern soll und so weiter.

00:39:15: Also da übernimmt er auch für sein Personal richtig Verantwortung.

00:39:21: Dann wird das Führen erörtert, auch wie es am ungefährlichsten ist und dann auch eine positive Konditionierung zum Beispiel aufs Auftrensen, dass man das dann auch nicht nur zur Arbeit das Pferd auftrennt, sondern dass es man dann auch zum Weltsplatz führt oder dass man es auch mal mit Trennse fressen lässt.

00:39:42: Super positive Konditionierung.

00:39:45: Und das wird ja heute zum Teil noch so gemacht, dass man eben sagt, okay, das Pferd kann, ich kenne das von Züchtern, die ja oft dann an ihren Pferden auch sehr hängen und sich da auch viel Zeit nehmen, dass man eben erstmal einfach ein Handtuch auf den Rücken liegt oder dann mal Deckengurt mit einer weichen Deckelkonstruktion, dass das Pferd lernt, auf dem Rücken zu behalten, wenn es auf die Wiese geht.

00:40:09: Und eben auch, dass man mal mit einer Trense, mit einem einfach gebrochenen Gebiss, einfach sagt, es wird nur damit gefüttert.

00:40:15: Ein Pferd kann durchaus mit einer Trense auch ein bisschen fressen.

00:40:20: Und dass man einfach sagt, wenn die Trense kommt, dann gibt es auch Futter.

00:40:24: Wenn man sich Zeit nimmt am Anfang, das macht nachher, dass ganze Trenzen und das Reithema so viel entspannter, weil es erstmal mit einer positiven Erfahrung verknüpft ist.

00:40:34: Und dann hat man eben nicht die Pferde, die den Kopf hochreißen.

00:40:37: Also, wenn man mal so ein Pferd hatte, das das so gelernt hat, und die machen dann das Maul schon weit auf, wenn die Trense kommt, das ist einfach toll und irgendwie auch total niedlich, was sich daraus dann auch für eine Anhänglichkeit entwickelt.

00:40:51: Ja, und vielleicht auch eine positive Anlehnung anders ab.

00:40:55: Ja, ja.

00:40:56: Erst mal was Positives nicht, dass man sagt, oh, der fremde Gegenstand muss weg aus dem Maul.

00:41:02: Das Kaun, das Kaun stellt sich fast von selber ein.

00:41:04: Es ist nicht so ein festgehaltener, zusammengebissener Kiefer.

00:41:08: Und, na ja, das hat er gut erkannt.

00:41:13: Ja, und er sagt, er aus Pferd niemals am Zögel führen, weil er sonst hart im Maul wird.

00:41:18: Und er hat auch genau gesprochen, wie die... wie das Gebiss im Maul liegen muss.

00:41:24: Wenn es zu hoch ist, dann macht es die Lade hart.

00:41:28: Wenn es zu tief ist, kann sich das Pferd festbeißen und gehorcht nicht.

00:41:31: Also auch da ganz klare Tipps.

00:41:33: Ein Zitat möchte ich noch nennen, wenn er sagt, sich seinem Pferd nie im Zorn nähern.

00:41:40: Dies eine ist die beste Regel und Gewohnheit im Umgang mit einem Pferde, denn unberechenbar ist der Zorn.

00:41:47: so dass er häufig zu etwas führt, was man später bereuen muss.

00:41:51: Klare Ansage, klare, gute Ansage.

00:41:55: Und beim Aufsteigen, beim Aufsteigen auf das Pferd nicht im Maul ziehen, aufsteigen auch mal von rechts üben, das ist mir immer noch schwerfältig, glaube ich.

00:42:08: Aber das muss man ja vielleicht im Gelände dann.

00:42:12: Dann soll der Reiter so sitzen, als ständig er mit gespreizten Beinen auf dem Boden.

00:42:18: meine ich, das hätte ich auch schon mal in der Reitstunde gehört, dass wenn man, dass ich so sitzen soll, dass wenn das Pferd jetzt unter mir weggeht, dass ich auf dem Boden stehe.

00:42:25: Kennst du das auch?

00:42:26: Ja, das kenne ich gut und zwar auch, wenn man über die verschiedenen Sitzarten spricht.

00:42:31: Nun hatten die damals keine Bügel.

00:42:33: Wenn man jetzt Bügel hat und leicht hat oder auch in den leichten Sitz geht, ist das umso wichtiger, dass man eben auch seinen Bein dann nicht zu sehr durchstreckt und das sehr reiter.

00:42:42: Erstmal sich selbst ausbalanciert und zum Ausbalancieren eben nicht, wie jetzt Xenophon sagt, die Zügel benutzt oder sich festhalten muss und auch nicht sich künstlich nach vorne oder hinten eben lehnt oder mit den Knien anklammert, sondern sein eigenes Gleichgewicht erst mal hält.

00:42:58: Und dann kann er auch besser mit dem Pferd in ein gemeinsames Gleichgewicht finden.

00:43:07: Also auch eine gute Anweisung.

00:43:09: Die habe ich bis heute gehört.

00:43:12: Und er sagt, das Pferd muss nach dem Aufsitzen stillstehen.

00:43:16: Das finde ich so eine wichtige Regel, die ich versuche, auch beizubehalten, dass man erst mal die Zeit hat, sich zu sortieren, dass das Pferd zur Ruhe kommt.

00:43:26: Ja, und ich denke, die mussten ja auch ihre Lanzen und alles sortieren.

00:43:30: Und dann ist es wichtig, dass wirklich das Pferd stillsteht.

00:43:34: Ich kenne es auch auf unserem Kutschhof, wenn die Pferde eingespannt sind.

00:43:38: Der Kutscher geht auf den Bock und dann müssen die Pferde erst mal stehen.

00:43:42: Und erst, wenn das klar ist, wird angefahren.

00:43:45: Und das ist ja schon der erste Teil, wenn ich jetzt sage Unterordnung, aber das ist ja eine ganz wichtige Regel, weil man ja schon dann sagt, ich bestimme jetzt, ab wann das losgeht, oder?

00:43:55: Ja, und... Also ich lege auf dieses Aufsteigen und stillstehen, überhaupt auch mal stillstehen.

00:44:03: Wirklich großen Wert.

00:44:04: und es macht mir auch Spaß, weil das zeigt ja auch schon, das ist der erste Teil der Kommunikation und auch ob das Pferd eben mitmachen will oder nicht.

00:44:13: Man kann jetzt auch von Gehorsam sprechen, aber sagen wir erstmal Kommunikation und gegenseitiges Zuhören und eine Bereitschaft auch mitzumachen.

00:44:22: Und es zeigt natürlich bei vielen Reitern eine Gedankenlosigkeit und eine absolute Disziplinlosigkeit.

00:44:30: Mal soll das Pferd, mal nicht.

00:44:31: Da verraten die auch sehr viel über sich selbst.

00:44:34: Und ich muss sagen, ich freue mich, wenn ich in einer fremden Umgebung bin oder es ist laut und die Pferde stehen trotzdem still.

00:44:41: Und wenn die da mitgehen, das ist ein Vertrauensbeweis und sie ... sind trotzdem bei mir und zum Beispiel auch am Turnier, wenn ich weiß, da ist eine aufregende Atmosphäre, Ablenkung, viel Ablenkung von allen Seiten.

00:44:57: Da bin ich manchmal richtig stolz, wenn ich sage, mein Pferd steht still, selbst wenn mal kein Aufsteigeblock da ist und ich kann am lockeren Zügel aufsitzen und wie du sagst, mich erstmal sortieren, in Ruhe meinen Zügel aufnehmen.

00:45:08: Dann hat man schon so ein kleines Grinsen im Gesicht, weil man weiß, das schaffen gar nicht so viele und dann kann der Tag losgehen, ob die Prüfung dann super wird oder nicht.

00:45:16: Aber Das klappt schon mal und das konnte man mitnehmen in eine anstrengende Umgebung und das ist einfach was Schönes.

00:45:25: Und ich muss sagen, da sind viele, viele Lücken und viele geben sich gar nicht mehr die Mühe und wissen gar nicht, was eigentlich aus diesem kleinen Versäumnis alles resultiert.

00:45:38: was man nachher gar nicht mehr hinbekommt.

00:45:40: Da läuft schon so viel Kommunikation zwischen Reiter und Pferd.

00:45:44: Ich will dich gar nicht im Sattel.

00:45:45: Lass mich in Ruhe.

00:45:46: Ich höre dir nicht zu.

00:45:47: Ich mache, was ich will.

00:45:48: Der Reiter hält sich fest, verkrampft sich schon.

00:45:52: Da geht es schon eigentlich richtig falsch los.

00:45:55: Und selbst Schuldreiter, wenn ihr da nicht dran arbeitet, kann ich nur sagen.

00:46:00: Das ist klar gesprochen, Mario.

00:46:01: Und wenn es mit einem Leckerli ist, ist ja auch nicht schlimm.

00:46:04: Also lieber dann, wenn man es sich anders hinkriegt, statt sich dann zu streiten.

00:46:08: Also das möchte ich auch nicht, dass jemand da am Anfang eine wilde Diskussion anfängt mit einem kalten Pferd.

00:46:12: Aber dann halt mit einem Leckerli von oben, dann geht es auch ganz schnell und ganz einfach.

00:46:18: Das ist auch okay.

00:46:21: Oder durch nach einem gelungenen Stillstehen am Ende der Stunde dann wirklich mal absitzen und führen.

00:46:26: Absitzen gut locker und führen, dass die Pferde einfach beim Halten warten, ob einer wieder runtergeht, vielleicht eine Stunde auch mal früher beenden.

00:46:33: Also es gibt ja verschiedene Methoden, wie man das üben kann oder von unten mit Stimme und Belohnen.

00:46:39: Ganz egal.

00:46:39: Also es gibt so viele Mittel und Wege, wie man das hinkriegt und es ist zu schaffen, aber es ist Disziplin.

00:46:45: Disziplin und immer wieder kleine Sachen korrigieren, nicht schleifen lassen, ja, und an sich selber arbeiten.

00:46:56: Aber es funktioniert.

00:47:00: Weiter, das war Xenophon.

00:47:01: Man soll im Schritt beginnen.

00:47:03: Handhaltung soll je nach Kopfhaltung des Pferdes sein.

00:47:06: Dann in den Trapp und Galopp übergehen auf der linken Hand.

00:47:11: Und dann auf der Reitschule reiten.

00:47:15: Das ist der Zirkel.

00:47:19: Aber die Ovalbahn hat den Vorteil, dass die jungen Pferde mit dem inneren Beinpaar immer mal wieder entlasten auf der Geraden.

00:47:27: Also, was denkst du, was er da meinte?

00:47:31: Ja, das gibt ja verschiedene Übersetzungen für seinen Zirkel, aber dass er so einen Kreis meint, das wird wohl nicht diskutiert.

00:47:41: Gut, und diese Ovalbahn hat einfach einen Vorteil, dass man immer wieder verhindert, dass man sich einseitig festzieht, dass das Pferd über eine Schulter wegläuft oder ausbricht und es hilft natürlich auch dem Reiter immer wieder in die Mitte zu kommen und sich auszubalancieren.

00:48:00: Und wenn man jetzt an unserer heutige Ausbildung denkt, die oft ja auf einem Reitplatz oder in einer Reiterhalle erst mal beginnt, dann wird ja eigentlich auch zum Beispiel später bei Stein brecht.

00:48:11: der Reiter angewiesen, die Ecken abzurunden, weil das Pferd noch gar nicht in der Lage ist, sich ausbalanciert durch eine richtige Ecke zu bewegen, sondern eigentlich reitet man lange Seite und dann wie einen halben Zirkel.

00:48:22: So, und wenn man das macht, im zwanzig Meter Vier-Eck oder zwanzig mal vierzig Meter Vier-Eck, dann hast du halber Zirkel, ungefähr zwanzig Meter geradeaus und dann kommt ja schon der nächste.

00:48:31: Zirkelpunkte, die Zirkelpunkte von Zirkel bei A und bei Zirkel bei C sind zwanzig Meter auseinander, um bei zwanzig Meter gerade und dann einen Kreis mit zehn Meter Radius als Halbkreis.

00:48:44: Und dann sind wir bei der kleinen Ovalbahn.

00:48:48: Ja, finde ich immer für die jungen Pferde toll.

00:48:51: Weil sie können sich gerade richten, dann wird das Innerbeintag belastet, dann wird es wieder entlastet.

00:48:56: Und wie du sagst, auch für den Reiter.

00:48:58: Also, Ovalbahn ist toll.

00:49:02: Ja.

00:49:02: Dann sagt er, man muss Kriegsmanöver üben.

00:49:05: Und da ist wichtig, von anderen Pferden weg.

00:49:07: Mit dem Kleben und Pferd kann man das nicht.

00:49:09: aus vollem Tempo anhalten, aus dem Halten wieder angeloppieren.

00:49:14: Und das sind ja wichtige Manöver dann, wenn es zum Kampf kommt.

00:49:20: Und dann sagt er auch auf dem Reitplatz als Belohnung wieder absitzen nach der Arbeit.

00:49:25: Und das finde ich so, was du auch sagst.

00:49:27: Also, dass der Reitplatz eben nicht nur Arbeit ist, sondern dass man da auch absitzt als Belohnung.

00:49:34: Geländetraining bespricht er auch am Hangberg auf, bergab.

00:49:39: Kräben springen.

00:49:40: Und das sagt er auch ganz nett, wenn man das Pferd einspringt, dann beim Springen über die Kräben, dann geht der Reiter erst mal voraus und lässt das Pferd folgen.

00:49:52: Und erst soll es dann kleine Kräben springen und dann größere, also auch wieder ganz pferdefreundlich.

00:49:59: Und das macht die sicher auch noch so, dass das einspringen oder mit Kräben oder über Wasser, dass man erst mal vorgeht oder in das Wasser hineingeht.

00:50:07: Da ist halt, das Pferd ist Herdentier.

00:50:10: und ob das jetzt schon gleich beim Springen ist, aber jeder, der ein Pferd hat, das ängstlich ist, zum Beispiel beim Verladen oder irgendwo nicht hin will, da dann ein sogenanntes Fürpferd, ein Vorderpferd, das hilft natürlich, dass das junge Pferd, das unerfahrene Pferd sich in eine unbekannte Situation überhaupt erst mal reinbegibt.

00:50:31: Ob es irgendwo nicht lang will und natürlich gilt das für Springen, das gilt für Durchquerungen von Wasser.

00:50:37: aber auch für einen Transporter gehen.

00:50:40: Also für alles Mögliche.

00:50:41: Das ist immer leichter, wenn man ein erfahrenes Pferd hat, selbst für das gelassene Verhalten im Stall.

00:50:47: Wenn man einen hat, der Fels in der Brandung ist, dann ist die ganze Ausbildung leichter.

00:50:53: Ich denke mal, das wird bei den Hunden, du hast ja immer mehrere Hunde, da kommen ja auch mal neue ins Rudel.

00:50:58: Geängst

00:50:59: von den alten geführt, das ist toll.

00:51:01: Ja, da kann man das sehr gut beobachten.

00:51:03: Wir halten unsere Pferde ja oft nicht mehr so in den Herden oder sind eben Einzel-Einstaller in den Stellen.

00:51:09: Aber wenn man halt mehrere hat und du hast so einen Professor, einen Alt-Eingesessenen, dann weiß man, dass das Gold wert ist.

00:51:18: Und ich denke mal, du kannst es bei den Hunden noch besser beobachten, weil die natürlich im Haus mit leben.

00:51:24: Da haben wir mehr Möglichkeiten.

00:51:26: Früher waren die halt trotzdem häufiger mit ihren Pferden dann zusammen auf solchen langen Reisen oder auf dem Weg in die Schlacht.

00:51:38: Ja, also das weiß ich jetzt.

00:51:40: Ich habe ja die Reitvorschrift auch gelesen und das ist ja auch sehr pferdefreundlich und da wird ja auch das Einspringen geübt, immer zum Hallenausgang hin.

00:51:51: Ja.

00:51:52: Man hat immer ein Führpferd davor.

00:51:53: Also man hat das Pferd nie alleine laufen lassen und das macht er hier ja auch.

00:52:00: Man kann auch durchaus mal seinem Pferd vorgehen.

00:52:03: Da finde ich es auch nicht schlimmes, wenn man einfach sagt, dass Vertrauen ist vom Boden vielleicht schon größer als wenn der Mensch im Sattel sitzt.

00:52:11: Das gibt auch englische oder irische Jagdreiter, die trainieren wirklich die Sprünge erstmal an der Hand und gehen mit über Welle oder kleine Tiefsprünge.

00:52:23: Das ist schon alles, was das Vertrauen stärkt, ist sinnvoll.

00:52:27: Und der eine bevorzugt die Methode und der andere das Ergebnis ist dann wichtig.

00:52:33: Aber das ist eben heute noch so gemacht, bezeichnet nicht, dass alle Xenophon gelesen haben, sondern dass es einfach auch funktioniert.

00:52:39: Und auch viele Meister nach Xenophon, auch bis in die heutige Zeit.

00:52:44: Ich weiß, dass das zum Beispiel bei George Teodoresco.

00:52:48: sehr häufig wurden die Reiter aufgefordert, dass sie nach einer gelungenen Lektion sofort absteigen, abspringen sogar, damit man sofort sagt, das war gut, aufhören, loben, abspringen, runter vom Pferd, das fährt dadurch, das ist das größte Lob.

00:53:02: Das hat er mir, ich durfte einmal bei den Reiterforen, die damals Frank Henning initiierte, der durfte ich einmal mitreiten und da hat er immer gesagt, das ist das größte Lob, wenn man abspringt vom Pferd, wenn was gut war, aufhört und nicht die Stunde voll machen, sondern runter.

00:53:22: Ja, guter Tipp.

00:53:23: Ja, typ.

00:53:26: Noch mal zu Xenophons.

00:53:28: Er sagt, Reitübung auch immer in anderen Gegenden.

00:53:32: Aber er sagt, man soll es auch mal kurz und mal lang gestalten.

00:53:34: Nicht, dass das Pferd denkt wahrscheinlich, heute werde ich überfordert, sondern, dass das Pferd immer noch Freude hat und neugierig ist und auch nicht über anstrengend wird.

00:53:44: Ja, das passt ja genau dazu.

00:53:46: Ja,

00:53:47: ja, das ist ganz jeden Satz.

00:53:50: Jeder Satz macht Freude.

00:53:52: Ja.

00:53:53: Dann zur Verfestigung des Reitersitz, dann rät er dem Reiter am besten bei Jagden mitzureiten oder auch zu zweit zu reiten und dann so Verfolgungsjagden zu machen und Kriegsvernöver üben mit dem Speer und Lanzen.

00:54:09: Und er sagt auch immer, Belohnung und Strafe muss immer korrekt als Konditionierung gesehen werden.

00:54:18: Und was ich schön finde, dass er auch über Schwierige Pferde spricht, zum Beispiel, wenn ein Pferd übermäßig heftig ist, heftig ist, dann sagt er, also schon beim Aufsitzen vorsichtig sein.

00:54:31: Keine überfallartigen Hilfen, überfallartigen Hilfen so.

00:54:37: Und wichtig nach dem Aufsitzen stehen lassen, das, wo wir eben drüber gesprochen haben.

00:54:43: Und wenn ein ruhiges Tempo und die Züge sanft aufnehmen, und lange Priesen geradeaus und ruhige und ausgedehnte Ritte.

00:54:54: Und nicht in die Erschöpfung bringen.

00:54:58: Man soll nicht schnell und viel reiten und nicht mit anderen um die Wette reiten.

00:55:03: Also da hat er auch verstanden, dass wenn ich das fährt in den Sympathikus, dass das fährt dann noch heftiger wird, sondern dass ich alles machen muss, um das Pferd in den Parasympathikus zu bringen.

00:55:18: Und dass ich mir, glaube ich, nicht, dass ich nicht die Idee haben muss oder kann, ich muss das Pferd jetzt erschöpfen, indem ich es ganz schnell und viel reite.

00:55:27: Siehst du es auch so?

00:55:30: Ja, also kann man wieder nur zustimmen und mit dem Satz eigentlich antworten, manchmal ist weniger oder häufig ist weniger mehr.

00:55:44: Und der Reiter muss selbst ruhig sein.

00:55:45: Da wird ja auch viel über der Reiterspiegel das Pferd.

00:55:49: Das Pferd spiegelt den Reiter.

00:55:50: Ja, der Reiter muss auch ruhig bleiben, auch parasympathisch sein.

00:55:54: Und auch bei Geschrei- und Trompetensignalen, damit er dieses Arme fährt, nicht auch mit noch aufregt.

00:56:03: Wobei der Reiter natürlich trotzdem in der Ruhe kann er ja eine Entschlossenheit haben.

00:56:10: Ich glaube, das wird heute auch dann oft ... Erstand also emotional sein und aus einer Emotion heraus dann irgendwas tun oder sich hinreißen lassen.

00:56:20: Das ist falsch.

00:56:22: Und das führt oft auch zu nichts.

00:56:24: Aber eine Entschlossheit haben und einen klaren Willen, eine klare Aussage treffen und auch Konsequenz sein.

00:56:30: Das darf der Reiter schon und das muss er auch sein.

00:56:33: Der Reiter muss auch bereit sein, mal eine Führungsrolle zu übernehmen und dem Pferd das in Ruhe erklären, was es soll.

00:56:40: Aber ruhig bleiben heißt nicht völlig passiv zu sein.

00:56:47: Ja, nur nicht selber in Stress kommen.

00:56:50: Ja, das stimmt.

00:56:51: Aber entschlossen sein darf man und soll man ab und zu schon.

00:56:56: Und das sage ich jetzt, weil ich das halt heute häufig dann manchmal auch so ein bisschen zu viel Passivität beobachte, statt so ein bisschen eine positive Entschlossenheit.

00:57:10: Und eine klare Zielvorstellung auch.

00:57:12: Ja, das ist es vor allen Dingen.

00:57:17: Und er sagt, also wieder positive Konditionierung, wenn da Geschrei ist, dann soll man mit dem Pferd gerade rasten oder man soll es da auch füttern.

00:57:27: positive Konditionierung.

00:57:29: Und dann sagt er ganz kurz, bei einem trägen Pferd macht man einfach alles anders herum.

00:57:35: Und dann ist er weiter im Sympathikus und er bringt an das Pferd den Sympathikus.

00:57:42: Jedes darum mit dem Pferd zu paradieren, also wenn man den Pferd ein rechtiges Aussehen geben will, darf man es nicht mit den Zühlen im Maul reißen und nicht mit den Sporen bearbeiten.

00:57:55: Und das ist das, was man manchmal so denkt, wenn man die Fresken sieht oder so, dass man so Pferde so aufgerissen hat oder so.

00:58:05: Und da sagt er, nee, so soll das gar nicht sein.

00:58:07: Also man soll es nicht im Maul reißen, nicht mit den Sporen bearbeiten.

00:58:12: Das fährt sich selber in Aufrechten tragen.

00:58:16: Und dazu fand ich auch wieder interessant, dass man braucht zwei Gebüsse.

00:58:21: Man braucht, um das hinzukriegen, zwei Gebüsse.

00:58:25: Ein schönes glattes mit schönen großen Scheiben und eingebissen mit niedrigen Scheiben, aber scharfen Stachelwalzen.

00:58:35: Und darüber, über das mit den Stachelwalzen ärgert sich das Pferd über die Rauheit und stößt sich vom Gebiss ab.

00:58:41: Das heißt, das trägt sich selber.

00:58:44: Und wenn es das gelernt hat, dass es sich selber tragen kann, dann kann man wieder das glatte Gebiss nehmen.

00:58:52: Das fand ich auch eine interessante Lösung, wie man das beibringt.

00:58:56: Das macht man ja heute nicht mehr.

00:58:58: Aber es ist eigentlich so ganz einfach, das Pferd trägt sich selber.

00:59:04: Ja gut, es wird vielleicht nicht so viel darüber gesprochen.

00:59:07: Man muss ja mit Gebissen heute einige Wollens am liebsten ganz gebisslos.

00:59:13: Ich

00:59:13: finde, es geht immer um Verstehen.

00:59:15: Und natürlich, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das... Hühnerstorfer, aber einen Meister hat auch mal den Satz gesagt, was hinten noch nicht trägt, kann vorne auch nicht leicht sein.

00:59:30: Und von daher kann natürlich, es gibt natürlich Pferde, die sind vom Maul her eher hart und unempfindlich und gehen gegen die Hand.

00:59:39: Und wenn man jetzt einen Pferd hat, das da nicht besonders empfindlich ist und gegenzieht.

00:59:44: Das geht ja schon auch am Halfter los.

00:59:45: Dann gibt es ja heute dann Knotenhalfter oder Montihalfter.

00:59:49: Dann wird man ja auch dann feiner einwirken können, wenn das Pferd die Hilfe erstmal annimmt.

00:59:54: Oder auch wieder bei Hunden.

00:59:56: Wenn einer natürlich mich mit dem Geschirr wegzieht, weil er groß ist und ich kann vielleicht mit einem Halsband dann wieder feiner führen, dann ist in meinen Augen die feinere Führung erstmal die bessere.

01:00:07: Und oft... Man streitet ja heute Kandare oder nur Trense oder vielleicht sogar ganz gebisslos.

01:00:14: Aber ich habe die Erfahrung gemacht, auch wenn man Pferde, die zwischendurch dann mal das Kandarengebiss oder ein Gebiss mit Hebelwirkung kennenlernen und haben erstmal verstanden, was sie sollen, haben eine Kraft aufgebaut, sind nachher auch mit einer ganz normalen Trense gut zu reiten.

01:00:30: Und wenn das nicht dahin führt, dann geht auch irgendwas falsch.

01:00:34: Am Ende, wenn das Pferd nachher gut ausgebildet ist, dann kann man sich wahrscheinlich gut mit einem Hälfte drauf sitzen oder vielleicht sogar mit einem Strick umhals und kriegt noch beachtliches Zustande.

01:00:44: Und wenn man immer schärfer und schärfer aufrüsten muss, dann ist die Ausbildung verkehrt.

01:00:49: Aber alles, was eigentlich wieder zu weniger Ausrüstung führt.

01:00:55: Das geht in die richtige Richtung, wenn man zwischendurch mal was braucht, wie Xenophon hier auch und sagt, er soll eben sich aufrichten, soll lernen, dass er den Reiter nicht überzieht.

01:01:05: Und das war vielleicht damals eins mit Stacheln.

01:01:08: Wir kennen die Pferde ja nicht und wissen nicht, wie sensibel oder unsensibel die waren.

01:01:12: Also sein Anspruch ist sicherlich richtig, ob die Umsetzung dann der Soldaten immer dann so gut war für die Pferde.

01:01:19: Das zweifel ich schon doch so ein bisschen an.

01:01:23: Er konnte es wahrscheinlich.

01:01:24: Und das waren ja Hängste, ne?

01:01:26: Also die werden ja schon was entgegensetzen.

01:01:29: Ja, ja, ja.

01:01:30: Allein der Beißschutz beim Putzen, der lässt schon so ein bisschen durchblicken, dass das nicht so einfach war.

01:01:36: Genau, genau.

01:01:39: Dann sagt er auch, keine zu scharfen Aufwärtsparaden, weil es dann mit dem Kopf schlägt, aber auch nicht so sanft, dass die Hilfe dann nicht durchkommt.

01:01:46: Da besteht er auch auf das Gehorsam des Pferdes.

01:01:50: Und dann sagt er bei erwünschter Halshaltung Zügel als Belohnung nachgeben.

01:01:55: Das ist auch gut ausgedrückt, oder?

01:01:57: Ja, ja.

01:01:58: Das ist noch ähnlich beschrieben.

01:02:03: Ja.

01:02:05: Dann sagt er, wenn das Pferd in dieser stolzen Haltung in Selbstaufrichtung danach wendet, soll man auch das Tempo zulegen und mit dem Zügel dann gegenhalten und gleichzeitig weiter treiben und so entstehen.

01:02:18: Er nennt es Piaf oder Passageartige Schritte, nennt er das so?

01:02:23: Ja, was heißt nennt er so?

01:02:25: Es wird zum Teil ja so dann übersetzt, wobei ich einfach denke, dass das eine echte Versammlung halt auch aus einem Schwung, da bin ich dann auch wahrscheinlich zu sehr in unserer Reitlehre irgendwo zu Hause.

01:02:44: Denken mir einfach so, dass so ein bisschen mehr als ein Getrippel und dann halt so ein bisschen auf der Stelle.

01:02:48: natürlich entstehen piafartige Drittel daraus und die Pferde werden auch eine gewisse Fähigkeit gehabt haben, sich auf die Hinterhand zu setzen und so etwas, was vielleicht dann Lewaden oder eher Pessaden ähnlich ist auszuführen, ob die jetzt wirklich eine Passage, also einen kanänzierten Trapptritt über Boden aushalten konnten.

01:03:10: Ich weiß nicht so richtig, wenn man jetzt, wir haben ja vorne über diese Rassen gesprochen, haben wir schon mal so ein Konik oder so ein Islander richtig Passagieren sehen.

01:03:20: Ich meine, es gibt ja manchmal Leute, die so Shatties von unten ausbilden und denen ganz viele Grand Prix-Lektionen und Einerwechsel und auch so kleine Passagetrittchen beibringen.

01:03:30: Das ist schon beachtlich.

01:03:31: Also auch wenn die nicht viel Trap haben, ich will es jetzt gar nicht ausschließen.

01:03:36: Wir haben ja damals nicht gelebt.

01:03:38: Es gibt keine Videos aus der Zeit.

01:03:40: Vielleicht war es auch so.

01:03:43: Ja, ich denke eher, wir werden das früher zackeln.

01:03:46: Ich stelle es mir tatsächlich auch,

01:03:49: wenn die so nervös waren.

01:03:51: Ich

01:03:52: weiß auch nicht, ob jetzt ohne Sattel so ein Schwee betritt.

01:03:55: sowas ist, was man sich so gewünscht hat, weil dann kommen sie ja doch wieder mehr auch auf den Boden, das prellt mehr, Pferdebeine, Reiter sitzt und im Passage ist ja eine richtig kraftraubende Lektion eigentlich.

01:04:08: Während so ein Zackeln eher, so ein klein bisschen, so ein Dogging Zackeln, das kann vielleicht sogar etwas schützen.

01:04:17: Ja.

01:04:17: Der Rücken wird nicht so lang wie im Schritt.

01:04:19: Ist vielleicht so ein bisschen doch auch was, was man so...

01:04:24: Also Spannung ist... Ruppel

01:04:25: jetzt so nebeneinander.

01:04:26: Man kennt das vielleicht, wenn man eine Yacht geritten hat, dass die Pferde dann trotzdem durch die Aufregung, dann sind sie in so einem kleinen Zackeltrap oder Zackelschritt.

01:04:35: Das ist Pferde typisch.

01:04:38: Also das habe ich eher.

01:04:39: Aber wie gesagt, ich würde jetzt, wenn niemand da eine andere Meinung hat, dann... Soll ihm die ungenommen sein?

01:04:46: Auf jeden Fall.

01:04:48: Da hat er seine Bilder.

01:04:49: Er

01:04:50: sagt,

01:04:50: auch das Pferd zeigt sich dann in seiner schönsten Haltung.

01:04:54: Wenn er gut das Pferd aufrichtet.

01:04:57: Er sagt aber auch dazu braucht das Pferd einen kräftigen Körper und eine hochgesinnte Seele.

01:05:03: Auch schön, dass es diese Spannung aushält, ohne zu explodieren.

01:05:09: Und er sagt dann, Er kann dann diese Versammlung bis zur Passade bringen, aber das, und da möchte ich nochmal ein Zitat sagen, nicht durchschlagen auf die Hinterbeine.

01:05:22: Und da sagt er, was ein Pferd nämlich durch Zwang tut, so sagt es auch Simon, das beherrscht es nicht.

01:05:30: Noch sieht das in irgendeiner Weise schön aus, als wolle man einen Tänzer durch Peitschen und Stacheln zum Tanzen zwingen.

01:05:39: hervorragend gesprochen, oder?

01:05:41: Ja, ja.

01:05:42: Also das ist nicht umsonst eines der bekanntesten Zitate.

01:05:48: Und ja, das ist ja auch das, was man ferden an sieht.

01:05:51: Die werden schön, wenn sie stolz sind auf das, was sie können.

01:05:56: Wenn Ferde selbstbewusst sind, dann strahlen sie das aus.

01:06:00: und Ja, wir können dazu beitragen, weil Lob ist ja etwas, was das Pferd in der Natur von anderen so nicht bekommt.

01:06:07: Und Pferde sind soziale Wesen, wie wir auch.

01:06:09: Das haben wir Menschen mit Pferden und Hunden gemeinsam.

01:06:14: Und diese Kommunikation zwischen verschiedenen Arten und dieses Loben und das Verstehen, das funktioniert einfach so wunderbar.

01:06:22: Und Pferde sind nach einer Zeit auch richtig, werden dadurch ehrgeizig.

01:06:27: verlangen auch wieder danach.

01:06:29: Und das ist auch für Leyen erkennbar.

01:06:32: Und dann wird das schön, dann findet so dieses Zeichenartige oder fast wie Gedankenübertragung funktionierende sich verstehen, findet dann statt.

01:06:45: Und diese Ausstrahlung, die kann natürlich durch Zwang niemals erreicht werden.

01:06:50: Ja, sehr schönes Zitat.

01:06:53: Und dann sagt auch wieder, nach der Versammlung schnell absitzen.

01:06:57: als Belohnung.

01:06:58: Und das Pferd wird dann die Versammlung immer wieder von sich ab anbieten.

01:07:03: Ja, dass der Reiter absteigt.

01:07:04: Aber es ist dann, ja, dann hat er ein Zeichnungen zu sagen, hey, wenn ich das mache, dann machst du das.

01:07:11: Das finde ich toll.

01:07:13: Und dann sagt er dieses Vorausschreiten bei der Parade in Passageartigen Schritten, wird die Zuschauer begeistern.

01:07:20: Und das ist so.

01:07:22: Ja, da, wo einem das Herz dann immer aufgeht, weil man dann praktisch wie Götter gleich auf so einem wunderbaren Pferd sitzt, was einem einen Thron macht.

01:07:33: Und was ist unglaublich, dieses Bild.

01:07:36: Dann sagt er am Ende der Reitkunst das letzte Zitat, wenn man gut einkauft, die Pferde so aufzieht, dass die Mühen auf sich nehmen können, wenn man sie in der richtigen Weise verwendet, sei es bei den Übungen für den Krieg oder bei den Lektionen zur Repräsentation oder in den Gefechten des Krieges, was könnte dann noch im Wege stehen, dass man die Pferde besser macht, als sie es waren, als man sie bekam und dass man angesehene Pferde hat und selbst in der Reiterei einen guten Namen besitzt, vorausgesetzt, dass nicht eine Gottheit es verhindert.

01:08:20: Wunderschönes Tietat.

01:08:21: Das ist wirklich wunderschön.

01:08:25: Dass wir alle vom Schicksal abhängig sind.

01:08:29: Ja, und dass wir eben auch lernen für die Momente, wo es gelingt dankbar zu sein und auch die Demo zu haben, zu akzeptieren, dass man eben das nötige Quäntchen Glück braucht und dass eben auch, wenn man ganz vieles bedenkt und mit den besten Absichten handelt, dass wir halt von diesem gewogenen Schicksal abhängig bleiben.

01:08:53: Mario, das ist ein schönes Schlusswort.

01:08:57: Vielen Dank.

01:08:58: Ja, danke auch, Barbara.

01:09:01: Das hat großen Spaß gemacht, viel Freude.

01:09:05: Und auch wieder Lust, das Buch tatsächlich noch mal aufzuschlagen, das eine oder andere nachzulesen.

01:09:12: Und Xenophon einfach nicht zu vergessen im Alltag.

01:09:16: Ich danke dir.

01:09:20: Danke.

01:09:21: Und bis zum nächsten Mal.

01:09:22: Ich freue mich so.

01:09:23: Ich auch.

01:09:24: Alles Liebe.

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