Barbaras Erfahrungsschatz 2: Entwicklung der Fachschule und Zusammenarbeit zwischen Reittrainer und Therapeut

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir über die Entwicklung der Fachschule für osteopathische Pferdetherapie. Wir besprechen die Anerkennung der Fachschule durch die FN.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Reittrainern und Therapeuten, aus der vielfältige Fortbildungen für Trainer entstanden sind. Themen wie Anatomie, Biomechanik, Exterieurbeurteilung und Trainingsverständnis wurden zunächst in kleinem, persönlichem Rahmen bei Kaminabenden vermittelt und entwickelten sich schließlich zum Ausbildungsgang des OsteoConcept Coaches, der auch in Österreich stattfand.

Außerdem sprechen wir über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten moderner Analyse- und Therapietools, darunter:
• die Satteldruckmessplatte
• die Thermokamera
• die Elektrotherapie

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00:00:18: Hallo Barbara, willkommen zum nächsten Podcast.

00:00:58: Erste Folge haben wir, glaube ich, ganz gut überstanden das letzte Mal.

00:01:04: Da haben wir einiges über deine Anfänger erfahren.

00:01:07: Und heute wollen wir über einige Projekte sprechen.

00:01:10: Ältere, aber auch vielleicht das, was noch so ein bisschen in Planung ist.

00:01:14: Wer weiß, wie weit wir kommen.

00:01:16: Und nachdem du also deinen Standort in die Lüneburger Heide verlegt hast, habe ich erst vertretungsweise einmal bei dir Unterricht geben dürfen.

00:01:26: Und dann wurde ich aber zum eigentlich festen Dozenten.

00:01:30: Da war ich schon ein bisschen stolz in einem ganz tollen Dozententeam.

00:01:34: Da waren ja wirklich beeindruckende Größen auch in ihren jeweiligen Metiers.

00:01:40: Und ich erinnere mich an den Dieter Kröner zum Beispiel, aber du hast noch mehr bekannte Dozenten.

00:01:46: Welche haben dich denn so am meisten beeindruckt?

00:01:51: Jeder auf seine ganz besondere Art.

00:01:53: Also ich war ... Also ganz begeistert von Dieter Gröner, wenn man so denkt, er hat ja sehr viel, also er betreut ja Springpferde und wenn man denkt, was ein Pferdehof bei der Landung aushalten muss und wenn da irgendwelche Hornspalten sind oder Ausbrüche vom Hof, dann würde das ja das Ende eines Springpferdes darstellen, wenn das Pferd nicht mehr landen will auf dem Hof.

00:02:18: Und er hatte da Bilder gezeigt, wie er auch Hüfe, wo die Hornwand abkommt.

00:02:22: abgesplattet war oder abgesprengt war, wie er das wieder hergestellt hat.

00:02:27: Also das war künstlerisch, muss ich sagen.

00:02:30: Also das war hohe Kunst und ich glaube, er hat dem Pferd dann das weitere Springen oder das weitere Laufen ermöglichen können.

00:02:37: Also das war hervorragend.

00:02:40: Dann Heinz Welz, den hast du auch miterlebt.

00:02:46: Frauenbennarbeit und ich hatte ja damals noch ein Pferd, was ich nicht verladen ließ.

00:02:51: Der Riedinger, den du auch noch kennst, der jetzt einunddreißig ist.

00:02:55: Und ich weiß, da hat er lange mitgearbeitet, vier Stunden.

00:02:59: Danach ging Riedinger auf den Hänger.

00:03:01: Und das war schon, das habe ich noch nie gesehen, wie jemand das so durchhalten konnte.

00:03:07: Und so, ja, kompromisslos, aber auf eine gute Art.

00:03:12: Ja, dem Pferd nur einen Weg zeigen und du hast ja dann auf dem Gestüt mit ihm auch noch gearbeitet mit ein paar Pferden und das fand ich auch sehr, sehr eindrucksvoll.

00:03:23: Dann kam auch Pete Kreinberg zu uns.

00:03:26: Mit Gentle Touch hat das gezeigt, das waren schon Größen.

00:03:31: Ja, also gerade bei Heinz Welts, das hatte schon viel, man würde heute ja mehr sagen, das war nachhaltig.

00:03:38: Das hat viel... Denkfutter mitgegeben und nicht nur über Tage, sondern wirklich über Jahre hat das schon auch wirklich was verändert.

00:03:48: Und da war ich wirklich sehr froh, einmal zu diesem Team zu gehören, aber auch diese Dozenten miterleben zu dürfen.

00:03:58: Da greife ich jetzt so ein bisschen vor.

00:04:00: Das hat ja dann oft zu späten Fachgesprächen noch geführt oder Fachdiskussionen auch.

00:04:08: Das ging in die späten Abend- oder Nachtstunden hinein.

00:04:15: Absolut.

00:04:16: Und irgendwie waren wir immer auch die, die noch abgeschlossen haben dann am Ende.

00:04:20: Also ich weiß, eine Diskussion mit einem guten Fachgearzt für Pferde über Biomechanik.

00:04:26: Es ging morgens bis um vier.

00:04:29: Also es waren noch drei, die zuhörten.

00:04:31: Es war total interessant.

00:04:33: Es war in einem Haus, wo dann mehrere auch schliefen.

00:04:36: Manchmal kamen dann Teilnehmer und Schlichen durch, weil sie auf Toilette wollten und sagten, seid ihr immer noch wach?

00:04:41: Im morgens um vier habe ich dann gesagt, Michael, ich kann nicht mehr.

00:04:44: Ich muss morgen unterrichten, wie schwächelst du?

00:04:47: Er wollte noch den Mitteltrap mit mir erörtern.

00:04:50: Das genau die Biomechanik war.

00:04:52: Also es war so spannend.

00:04:55: Es waren so neue Themen, auch Heinz Welts mit der Körpersprache.

00:05:02: Es war eine begeisternde Zeit.

00:05:04: Das sehe ich ganz genau so.

00:05:08: Daraus ist ja auch das eine oder andere dann entstanden aus diesen Gesprächen heraus.

00:05:13: Erst mal noch mal zurück, also ich übernahm den Reitunterricht.

00:05:18: Und das hat mich sehr begeistert, weil du warst eigentlich die erste Physiotherapeutin oder Osteopathin oder Ausbilderin in dieser, ja, in dieser Branche, die ich kannte, die Wert darauf gelegt hat, dass die Teilnehmer

00:05:30: auch

00:05:30: selber ritten zum Teil, aber dass sie auch das Pferd unter dem Reiter sich anschauten, ihre Schlüsse zogen, dass sie auch einzuordnen wussten, was sagt der Reiter.

00:05:42: Und wie stellt sich das tatsächlich da?

00:05:44: Das sind ja manchmal auch wirklich zwei Paar Schuhe, eine Sandale und ein Stiefel ab und zu, das, was der Reiter so fühlt und sagt und denkt und das, was man dann von unten selber so wahrnimmt.

00:05:56: Und das fand ich, wie gesagt, sehr, sehr wertvoll und auch förderungswürdig.

00:06:01: Und dann ist ja daraus diese FN-Anerkennung entstanden, weil das haben wohl noch andere Fachschulen so gesehen und auch Damen und Herren bei der FN.

00:06:11: dass es wohl wichtig ist, dass Pferde Physiotherapeuten und Osteopathen auch ein bisschen reiterlichen Background haben.

00:06:18: Ja, und dann gab es also einen Siegel für die, die sich diese FN-Prüfung stellten.

00:06:23: Damit das vergeben werden durfte, musstest du aber einiges in Kauf nehmen und auch die anderen Fachschulen.

00:06:29: Ich glaube, ihr wart vier, oder?

00:06:31: Wir waren am Anfang vier und das Ganze hat Christel Auer eine... ganz alt bewährte Physiotherapeutin und Reiterin initiiert, die sagt, wir brauchen für die FND Anerkennung, aber die Physiotherapeutin müssen also reiterlich auch eine gewisse Kompetenz haben.

00:06:53: Und dann ging es natürlich los, also die FND ist an mich herangetreten, ich habe ihnen meinen Korrektelung geschickt, sie haben mir die Anerkennung erteilt und dann wurde halt auch in diesem Gremium diskutiert.

00:07:05: Müssen sie reiten?

00:07:07: Müssen sie das Reitabzeichen haben?

00:07:09: Müssen sie Longierabzeichen haben?

00:07:11: Und dann war aber erst mal der kleinste Nenner, dass sie einen Bodenarbeitskurs machen sollten, damit man aber doch nachweisen kann, dass diejenigen mit einem Pferd händeln können, zumindestens.

00:07:23: Aber reiten wurde dann nicht mehr verlangt.

00:07:26: Aber das waren auch fruchtbare Diskussionen mit der FN.

00:07:32: Es wurde zwar kein Reiten mehr verlangt.

00:07:34: Aber doch die Beurteilung eines Pferdes nach den klassischen Ausbildungsgrundsätzen und den Grundsätzen der Ausbildungsskala unter dem Reiter.

00:07:45: und das wurde auch geprüft.

00:07:46: Und das war ja meine Aufgabe mit, nachher mit Annalena zusammen, die darauf vorzubereiten, dass sie also Anzeichen für Losgelassenheit zum Beispiel erkennen konnten und natürlich auch welche, die dagegen sprachen.

00:07:57: dass sie das Verhalten des Pferdes beim Satteln beurteilen konnten und dass sie auch selber korrekt satteln konnten und Ausrüstung kontrollieren.

00:08:06: Und also ich fand das ganz, ganz toll, dass es vier Fachschulen gab, die das mitgemacht haben und dass deine Schule das so lange auch durchgeführt hat.

00:08:17: Von der FN fand ich großartig, was sie für Prüferinnen entsandt hat.

00:08:21: Ich glaube, einmal war ein Herr dabei, also Prüferinnen und Prüfer, der das auch mit viel Herzblut verfolgt.

00:08:27: und haben auch zwar wohlwollend und fair geprüft, aber schon auch so, dass man von einer echten Prüfung sprechen konnte.

00:08:35: Ja, es gab auch einen Faller, ganz ehrlich.

00:08:37: Es gab auch Leute, die es da nicht geschafft haben, die es wiederholen mussten.

00:08:42: Es war ein echtes Qualitätssiegel, das muss man schon so sagen.

00:08:47: Man kann das ruhig nochmal aufzählen.

00:08:48: Die mussten diesen Basis, was Pferdekunden hieß es zu der Zeit, das Longierabzeichen glaube ich auch.

00:08:56: oder die anderen Schulen auch.

00:08:57: Ihr müsstet alle einen Pferdewirtschaftsmeister einsetzen mit einer vorgeschriebenen Stundenanzahl, der die Teilnehmer, die Reiter hätte ich bald gesagt, die Reiter schult, die Teilnehmer schult.

00:09:09: Da war eine schriftliche Klausur vorgegeben, die auch recht anspruchsvoll war, also deutlich über Reitabzeichenniveau hinaus, würde ich mal sagen.

00:09:18: Und was hat das so?

00:09:19: die einzelnen Teilnehmer so ungefähr, kannst du es einschätzen, was die zusätzlich gekostet hat?

00:09:26: Naja, Basispass, Longier Abzeichen.

00:09:29: Und die Prüfung, ich weiß gar nicht mehr, was das ist zu tun.

00:09:32: Euro oder wie auch immer nachher bei der FN, aber es war schon ja nicht mühsam, aber... Wenn man sie schon sollte, musste man sich da auch ein bisschen engagieren.

00:09:43: Also wenn du jetzt das Longierabzeichen machst und dann sind drei Tage Vorbereitungslehrgang, also es war denen auch in finanzieller Hinsicht schon einiges wert.

00:09:53: Daher finde ich schade, ich hätte es gerne mal irgendwo, ob das jetzt persönliche Mitglieder des Magazin ist oder einer der Fachzeitschriften, ist es nie so richtig hervorgehoben worden und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum es dann schlussendlich wieder eingeschlafen ist.

00:10:09: Ist es nicht mehr in der neuen APU verankert worden, oder?

00:10:11: Ja,

00:10:12: das war jetzt eine lange Diskussion im letzten halben Jahr, dass doch sehr wenige den Abschluss machten, weil die FN, jetzt sage ich es mal nicht immer, früher war es mehr zuquert.

00:10:25: Und jetzt haben wir auch so viele Bereiche und sie sagen, ich brauche die FN-Anerkennung nicht, ein Tierarzt braucht die FN-Anerkennung vielleicht nicht, um dann gut zu, also um Kunden zu finden.

00:10:38: Dann waren es nur noch zehn, elf Absolventen im Jahr und dafür ist die APU und der ganze Aufwand ist zu viel und da sind wir uns eigentlich geworden mit der FN, dass wir das jetzt nicht mehr machen.

00:10:51: Schade, ich habe noch einen Kurs, der wird noch geprüft und danach ist es dann ehrlich die Anerkennung.

00:10:59: Ja, es wäre vielleicht trotzdem noch eine Möglichkeit, die mal in einem Fachmagazin vorzustellen, weil diejenigen, die haben ja ihre Qualifikation, ihre Zusatzqualifikation und das hebt die schon nochmal ab, die haben sich dieser Prüfung gestellt, sich nochmal besonders vorbereitet.

00:11:15: Und wie viele, hast du ungefähr eine Idee, wie viele das jetzt waren, die diese FN Prüfung abgelegt haben?

00:11:22: Also ich weiß es so von meiner Schule ungefähr.

00:11:26: Zwei hundert, würde ich sagen, von den anderen.

00:11:28: Ich glaube, es war nachher so um die fünfhundert, wenn alle Schulen zusammenbekommen sind.

00:11:35: Naja, es ist schon eine Zahl, wo es sich lohnen würde, die einmal besonders hervorzuheben.

00:11:40: Sie hätten es auf jeden Fall verdient, würde ich sagen.

00:11:43: Ja, engagierte Teilnehmer.

00:11:46: Und du hattest ja Teilnehmer, die sich immer schon für diese Ausbildung ein bisschen mehr interessiert haben.

00:11:52: Wir haben Anfangs auch Kurse gemacht, wo die Teilnehmer selber geritten sind.

00:11:59: Ich habe einen Springgymnastik.

00:12:00: Es ging auch immer darum, wie man Pferde vielleicht wieder antrainiert durch und unterstützt mit Kabaletti-Arbeit oder auch Bodenarbeit.

00:12:10: Einmal wollte ein Kurs einen speziellen Nachmittag zum Thema Zäumungen haben und wie man prüft, welches Pferd, welches Gebiss gerne annimmt.

00:12:19: Also die waren sehr aufgeschlossen und da immer will ich, sich weiterzubilden.

00:12:24: Natürlich muss man auch Pferde haben, die sich dafür eignen, fremde Reiter draufzusetzen.

00:12:29: Aber das fand ich schon gut, dieses übergreifende und, weil das sind nachher die Kunden, die haben ja meistens Reitpferde, die sie später behandeln.

00:12:39: Na ja, wir saßen jedenfalls abends dann nach diesen Kursnachmittagen oder auch nach den FN-Prüfungen oft zusammen.

00:12:46: Und wie du schon gesagt hast, die Gespräche, die gingen immer lange, meistens war der nächste Tag dann wieder voll mit Programmen oder auch Rückfahrt.

00:12:53: Und daraus ist dann die Idee entstanden, uns zu treffen, aber andere zuhören zu lassen.

00:12:59: Weißt du schon auch, was ich hinaus will?

00:13:02: Ja, wir haben ja dann angefangen, dass du mal gesagt hast, eigentlich wäre die Themen, also müsste man das, was ich mache und was machst du als Trainer, dass man das mal etwas zusammen... nimmt, dass jeder von jedem, jeder Spachtel etwas Ahnung hat, damit man gut zusammenarbeiten kann.

00:13:24: Und dann war dein Vorschlag, ob ich die Trainer nicht in bestimmten Bereichen aufschulen kann.

00:13:30: Das ist dann die Anatomie, was braucht man, die Biomechanik, dann vor allem Exterieuranalyse, dass man so erkennt, wo ist das Potenzial des Pferdes?

00:13:42: Und daraus haben sich ja dann Kaminabende entwickelt.

00:13:46: Die waren so schön in der Villa von der Britatanie auf dem Reiterhof Traskana, abends am Kamin mit einem wunderbaren Buffet hinterher.

00:13:59: Und da hatten wir verschiedene Themen, ich glaube die natürliche Schiefe, Schenkelhilfen, Gewichtshilfen, du hast auch deine Themen vor.

00:14:07: Hilfen einmal generell, wir haben auch mal Sattelanpassungen gemacht, auch mal den Pferde-Check für auch Pferdebesitzer, ganz genau wie die Überschriften sind oder waren das, weiß ich nicht mehr, aber wir hatten immer so zweistündig ein Programm mit einem kleinen Praxisteil, das war ja in der dunklen Jahreszeit und es war nicht nur ... genannt Kaminabend, sondern es war wirklich mit einem Kaminabend, der das auch ganz liebevoll in ihrer kleinen Villa vorbereitet.

00:14:36: Also das war wirklich toll.

00:14:38: Genau, und die Idee war halt, dass man sagt, wir machen nicht so große Gruppen so, dass noch ein Einzelgespräch auch hinterher möglich ist.

00:14:45: Und Themen, die beide so ein bisschen verbinden.

00:14:50: Und daraus ist dann halt, weil ich glaube, da waren auch einige Trainer, die haben mitgemacht, die waren alle recht beeindruckt.

00:14:56: Ja, das war immer mehr und der Abend war ja dann auch irgendwann zu Ende und das waren so viele Themen auf einmal, die angesprochen wurden.

00:15:06: Ja, genau.

00:15:07: Und dann entstand ein Kurs, der sich eigentlich mehr an die Trainer richtet, wobei machen es auch Physiotherapeuten, die so ein bisschen nebenbei einfach in die Trainingslehre mehr schauen wollen, oder wird

00:15:21: es noch

00:15:21: mehr Traineranteil?

00:15:23: Traineranteil ist sehr viel höher, aber es sind immer zwei, drei Osteopathen dabei, die sagen, ich möchte eigentlich noch mehr über das Reiterliche.

00:15:31: Da bin ich noch nicht so sattelfest.

00:15:32: Also ich kann gut behandeln, aber ich will noch mehr über Hilfengebungen, über exterriertes Reiter, über Sattelkunden.

00:15:39: Ich will da noch mal in die Tiefe gehen.

00:15:41: Auch eine schöne Rede, Wendung oder schön ausgedrückt jetzt, weil ich will mehr über das Reiten lernen.

00:15:46: Ich bin noch nicht so sattelfest.

00:15:50: Ja,

00:15:51: ja.

00:15:53: So, also wir wollen gar nicht länger drum herumreden.

00:15:56: Es geht natürlich um den Osteo-Concept-Coach, den OCC.

00:16:01: Den durfte ich ja selber dann auch mitmachen, auch diesen ersten Kurs und noch einige mehr dann begleiten.

00:16:09: Und das läuft ja bis heute und es wird gut nachgefragt, oder?

00:16:13: Es wird gut nachgefragt.

00:16:14: Ich hatte jetzt am Wochenende den letzten Kurs von einem Ostekonzept-Kurs.

00:16:19: Das sind vier Kursen und das sind ganz engagierte Teilnehmer, Trainer.

00:16:25: Und wir hatten einen ganzen Tag, wir hatten hier die Goldbaumgarten da.

00:16:29: Die kam mit fünfzig Setteln an.

00:16:31: Die ganze Halle war voll der Settel.

00:16:33: Also sie ist Sattlerin?

00:16:34: Ja, sie ist Sattlerin.

00:16:35: Es ist auch Osteopathin und Zettelfitter.

00:16:39: Und hat dann nochmal Physiologie des Reiters und Pferdepassformen.

00:16:43: Und die Pferde wurden eingezeichnet.

00:16:45: Wo ist die Sattellage?

00:16:47: Und es war also, ja, das lebte.

00:16:51: Und ich glaube, dass man viel davon mitnehmen konnte.

00:16:55: Vor allen Dingen hat er ganz verschiedene Sättel.

00:16:57: Hatte auch so einen schönen alten Armee-Sattel, den wir mal aufgelegt haben.

00:17:01: Also das war eindrucksvoll.

00:17:05: Und dieser Kurs ist ja auch so.

00:17:08: Das habe ich ja selber nicht nur einmal erlebt, sondern es gibt jedem neue Bausteine, neuen Input.

00:17:15: Der setzt zwar ein bisschen Grundwissen schon voraus, aber nicht zu viel.

00:17:19: und es macht auch nichts, ob man jetzt aus dem Bereich Springenreiterei kommt oder mehr mit jungen Pferden arbeitet, ob man Unterricht gibt.

00:17:26: Das ist wirklich das Tolle, man kann das mitnehmen.

00:17:28: Du gibst ein tolles Skript heraus, wo man auch hinterher was hat, wo man mal nachschlagen kann.

00:17:34: Meine sind inzwischen wahrscheinlich ein bisschen überarbeitet worden, in der Zwischenzeit und trotzdem habe ich das so für diese Sattelanpassung.

00:17:41: Man hat ja nicht immer, braucht nicht immer alles und dann sagt man, ach, das war da mal und ich kann darauf zurückgreifen.

00:17:47: Also das ist wirklich so, ja diejenigen, die ich kenne, die das mitgemacht haben, die sind auch nachhaltig begeistert und würden wahrscheinlich auch Fortbildungen machen, da drin.

00:17:59: Aber ich glaube, es gibt noch viele Trainer.

00:18:00: Also erstmal solltest du noch flächendeckender die Trainer versorgen, die das bisher noch nicht haben.

00:18:07: Und dieser Kurs, der hat ja Ableger bekommen, oder?

00:18:10: Wir haben ja dann einmal das Konzept so ein bisschen vorgestellt in Österreich und sind dafür nach Graz gereist.

00:18:16: Da erinnere ich mich an einige Zwischenfälle.

00:18:21: Allerdings zu den Hintergrund.

00:18:22: Es ging darum, dass es auf einer Anlage stattfinden sollte und ich glaube, die wollten sich das anschauen.

00:18:27: Ja, genau.

00:18:29: Das war ein Abenteuer.

00:18:30: Graz war ein Abenteuer, weil es war wieder Pionierarbeit.

00:18:34: Das machte eine Teilnehmerin von mir.

00:18:36: Die Guggy Gundola-Lorens hat das initiiert, hat uns da eingeladen und wollte, dass wir das vorstellen.

00:18:44: und das ist dann, was sie sagt.

00:18:46: Sie hat gesagt, nicht ich.

00:18:48: Österreich ist ein Entwicklungsland.

00:18:49: Wir müssen da was tun.

00:18:52: Und dann hat sie uns eingeladen.

00:18:54: Und wir haben dann in Graz den ersten Ostekonzept-Coach gemacht auf einer Reitanlage.

00:18:59: Und das hat zu den Betreiber der Reitanlage... Er hat das mitgemacht, hat zu ein bisschen seinem Erstaunen, was wir da alles machen, geführt.

00:19:09: Wir hatten aber auch gute Reite.

00:19:11: Du hast ja dann noch noch einen unterrichtet.

00:19:13: Das war auch eindrucksvoll, der mit einem bisschen schwierigen Pferd kam und konnte es ihm noch Tipps geben.

00:19:19: Und das war für unsere Ostekonzepts-Code auch nochmal sehr gut zu sehen, was man mit ein paar Tipps alles positiv verändern kann.

00:19:28: Und ja, das war eigentlich ein lustiger Aufenthalt.

00:19:32: Das war ein lustiger, wir waren glaube ich, wir wollten einen sehr guten Eindruck machen, hatten uns vorbereitet.

00:19:36: Da war, du hattest eine relativ lange Autofahrt.

00:19:39: Ich habe von Koburg aus das Ganze mit dem Zug unternommen und da habe ich das erste Mal begriffen, in dem den Nachrichten hatte ich schon öfter gehört.

00:19:48: Das Wort Schienenersatzverkehr.

00:19:50: Das hatte für mich bisher überhaupt keine echte Bedeutung.

00:19:54: Bis es dann hieß, der Zug fährt nicht weiter.

00:19:56: Und es ging zweimal mit Umsteigen und Gepäck umsortieren in Bussen dann auf der Strecke weiter voran.

00:20:04: Also es war schon ein echtes Abenteuer.

00:20:06: Ja, und dann war wir dann, als wir alles glücklich überstanden hatten und abends ins Hotel wollten, da fehlte dein Schlüssel.

00:20:15: Dann standen wir da

00:20:16: mit seinen Hunden.

00:20:18: Mit den Hunden standen wir vor der Tür.

00:20:20: Aber du hast mir ja ein Bett angeboten und wir haben uns ja das Zimmer geteilt.

00:20:27: Vorher

00:20:27: waren wir aber noch mal zur Gucki zurückgekehrt.

00:20:31: Die hat uns noch Schnaps eingeflößt.

00:20:33: Weil die hatten Schnaps selbst.

00:20:35: Das waren ja jetzt auch keine sehr großen Mengen.

00:20:41: Aber ich habe nur gedacht, Oh je, ich trink eigentlich gar keinen Schnaps.

00:20:46: und dann ist es wohl ihr Mädchenname.

00:20:51: Ein Williams-Birdenschnaps vom ihrem Vater, glaube ich, damals noch gebrannte Pein.

00:20:59: Also wenn ich jetzt hier in Österreich bin und einen Schnaps vom Brenner Pein trinke, das hat kein gutes Ende nehmen.

00:21:07: Ja, wir waren ein bisschen, also wir haben gut geschlafen auf jeden Fall danach.

00:21:10: Auf jeden Fall.

00:21:11: Dann unseren Job wieder gemacht.

00:21:13: Aber das habe ich auch noch in Erinnerung.

00:21:16: Du stehst da mit dem Auto und den Hunden und bist einfach müde und dann findest du den Schlüssel nicht.

00:21:21: Irgendwo war er nachher doch im Gepäck, aber an dem Abend, das war ja schon sehr spät, habe ich ihn nicht mehr gefunden.

00:21:27: Aber ich finde, wir haben achtungsvoll unseren Job

00:21:30: gemacht.

00:21:30: Absolut, absolut.

00:21:32: Und ich habe immer noch übrigens eine, sie hat mir dann noch mal welchen geschickt, eine Flasche und die wird auch nie ganz ausgetrunken werden und die erinnert mich immer an diesen an diesen denkwürdigen Aufenthalt in Graz.

00:21:46: Und Gucki hat jetzt eine ganz tolle Anlage in Radochen, in Steiermark.

00:21:53: Und macht da auch so Kurse, wie nur fit heißt das, angelehnt an den Osteokonzeptkurs, auch Fitness für Reiter.

00:22:01: Also sie hat das sehr schön ausgebaut.

00:22:03: Ja, ja.

00:22:04: Weil immer schon sehr engagiert ist, glaube ich, auch ein paar Mal zu uns gereist.

00:22:09: Und auch, ich glaube, beim ersten OCC war sie dabei und bei mehreren Kaminarbenden habe ich in Erinnerung.

00:22:14: Ja, ich habe gerade eingeflohen.

00:22:17: Ja, nee, ganz also.

00:22:20: beeindruckendes Einsatz und Reisefreudigkeit, absolut.

00:22:27: Wir haben dann ja nicht nur eigentlich immer uns auch interessiert, wie kann man Sachen weiterentwickeln, wie kann man, wo du gerade sagtest, Sattel einzeichnen, wie kann man das vielleicht noch besser prüfen?

00:22:39: Und hast du ja ein ganz tolles Instrument, die Messdecke, die Sattel-Messdecke.

00:22:44: Das war auch Immer wieder.

00:22:47: im Moment darf ich es ja wieder nutzen.

00:22:49: Ich komme jetzt gerade auf den Namen der Firma nicht und wird vergesslicher.

00:22:52: Medi-Logik.

00:22:53: Medi-Logik.

00:22:54: Die haben die entwickelt damals.

00:22:55: Genau.

00:22:55: Und das kam aus der Fußdruckmessung ursprünglich, oder?

00:22:58: Das kam von den Diabetikern.

00:23:01: Ja.

00:23:02: Man schaut, wie ist die Auflagefläche, weil der Diabetiker Fuß neigt ja auch zu den Großen, dass man da superpolster machte.

00:23:11: Und dann hat das eine Kollegin, auch eine Physiotherapeutin und Osteopathin, die ich ausgebildet habe, das dann für Pferde weiterentwickelt.

00:23:19: Und ich durfte auch ein bisschen helfen.

00:23:22: Und bei mir war es so, dass ich sie benutzt habe, weil mein Pferd den Redinger, den du ja kennst, der wurde, obwohl er einen sehr guten Sattel hatte, auf einmal in der Linkswendung wie Brache ab und zog sich zusammen.

00:23:38: und ich habe den Sattel überprüft und auf zwei Satteln gezeigt und die sagten, ja, wir finden nix, denn die haben den Baum überprüft.

00:23:45: und dann habe ich gesagt, da muss was sein, dieses Pferd.

00:23:48: spinnt ja nicht so ungefähr.

00:23:49: und dann habe ich mir diese Sattelbrückanalyse zugelegt und dann habe ich gesehen, dass wenn das Pferd in die Linkswendung ging, dass man sah, dass sich auf der rechten Seite ein richtiger Druckbalken bildete.

00:24:05: Da wäre ich als Pferd auch verrückt gewesen.

00:24:07: Man konnte es von außen nicht sehen.

00:24:08: und dann habe ich den Sattel eingeschickt und da war der Sattelbaum gebrochen.

00:24:13: Es war einfach von außen nicht zu sehen.

00:24:16: Und dann haben wir mit der Satteltruckanalyse viel rum experimentiert und es ist ein unglaublich gutes Gerät, aber auch anspruchsvoll, weil es ja auch die Schiefe des Reiters darstellt.

00:24:30: Und dann kann man auch sagen, ja, es ist nicht immer nur der Pferderrücken, sondern es ist auch die Schiefe des Reiters.

00:24:38: Ja, es ist für mich das erste.

00:24:40: In der Bewegung, also das macht natürlich nochmal einen Riesenunterschied.

00:24:43: Normalerweise werden die Settel ja einfach im Stand angepasst.

00:24:47: Vielleicht, dass der Reiter mal aufsitzt oder man fühlt man drunter, wenn er eine Runde geritten hat.

00:24:52: Es gibt ja einige, die mit diesen Impression Pads arbeiten oder nachher mit dem Schweißbild.

00:24:59: Aber so abbilden die Decke, das tut es.

00:25:02: Diese Gewichtsverteilung in Sattel und die Druckpunkte tut es weder dieses Impression Pad noch das Schweißbild letztendlich.

00:25:10: Bisschen vielleicht noch das Reitergefühl eines guten Reiters.

00:25:12: Der kann schon merken, wo der Sattel dem Pferd im Weg ist.

00:25:18: Aber ich mag die Decke sehr, weil die kann vieles bestätigen oder manchmal auch sagen, naja, das ist jetzt in Ordnung.

00:25:26: Ein Sattel muss ja irgendwo drauf.

00:25:30: Also es ist ein ganz tolles Gerät und wir haben ja mit der Decke viel rumprobiert.

00:25:33: Es gab einen kleinen Imagefilm, glaube ich, mit verschiedenen Setteln, Springsetteln, Dressursetteln.

00:25:39: Was macht das, wenn der Reiter einen höheren Schwerpunkt hat?

00:25:43: Da haben wir, glaube ich, sogar mal die Beine bandagiert und um den ein bisschen höher zu bringen.

00:25:51: In

00:25:52: verschiedenen Sattelunterlagen auch.

00:25:54: Ja, und du hast auch Reitunterricht mal auf der Decke gegeben, weil du hattest ja eine Bekannte, wo du sagst, die fliegenden Wechsel nicht.

00:26:02: Und dann hast du sie auf die Matte gesetzt und dann gesagt so, jetzt reite mal, man sieht ja dann die Sitzbeinhöcker und jetzt mach mal den fliegenden Wechsel auf der Matte.

00:26:09: und dann hast du erkannt, dass das so nicht geht, weil sie... die Hilfen schlecht gab.

00:26:14: Und das fand ich auch aussagekräftig.

00:26:17: Da war ich durch dich draufgekommen.

00:26:18: Du hast gesagt, setz dich auf die Decke.

00:26:20: Und ich hab gedacht, ich sitze doch auf dem Tisch, wenn die Beine runterhängen, völlig anders als auf einem Sattel und auf einem Pferd.

00:26:26: Weil du sagtest, setz dich auf die Decke und jetzt reit mal galopp.

00:26:30: Und hat dann so ein Aha-Erlebnis.

00:26:32: Ich konnte in deinem Laptop ja gar nicht reinschauen.

00:26:35: Und meintest, es wäre bei anderen viel verwischter diese Gewichtsverlagerung.

00:26:39: Und ... Ja, dieser Umgang mit dem eigenen Gewicht.

00:26:42: mir war das klar, dass man eben rechts, links, Belastung der Sitzbeinhöcker und ob man schiefes Becken hat, dass man sowas sieht, aber nicht, dass man eben auch sieht, wie ist der Reiter in der Lage, einen punktuellen Druck zu verlagern.

00:26:55: Und einige denken auch, sie setzen sich nach rechts und knicken aber schon auf dieser Decke ein und bringen das Gewicht komplett zur anderen Seite.

00:27:03: Und das hätte ich nie für möglich gehalten.

00:27:06: Aber ein ganz tolles Gerät.

00:27:08: Und wenn jetzt jemand das hört und sagt, Mensch, ich möchte meinen Sattel auch mal ausgemessen haben, gibt es mehrere deiner, vielleicht auch deiner, ehemaligen Teilnehmer, die mit der Decke mal unterwegs sind?

00:27:22: Man wendet sich an Medi-Logik und die sagen,

00:27:24: geben wir

00:27:25: so eine Referenzliste.

00:27:26: Was noch eine tolle Sache ist bei der Medi-Logik-Messe, Messung, wir haben die auch beim Aus-de-Concept-Coach.

00:27:34: und dann wie du, setzen die Teilnehmer sich auch mal da drauf und dann sehen sie, dass sie Beckenschiefstände haben.

00:27:41: Und dann war es ganz interessant für mich, du kennst ja auch vielleicht die Franklin-Belle und vor allen Dingen, da gibt es eine Rolle.

00:27:48: Ja.

00:27:48: Und ich bin Mahnphysiotherapeutin und das Becken ist ja auch ein Fastengebilde und dann lasse ich die Teilnehmer auf die Rolle sich setzen und dann sollen sie sich selber auf den Sitzbeinhöckern so zurecht ruckeln, bis sie meinen, es ist gelöst.

00:28:05: Und dann wird die Rolle weggenommen.

00:28:06: Das muss ich mir mit Augen zu.

00:28:08: Und dann können Sie auf dem Beamer sehen, wie das Becken korrigiert würde.

00:28:14: Und das ist ganz fantastisch.

00:28:15: Also, ich würde die Franklin Rolle jetzt nie auf dem Pferd nehmen, weil mich das viel zu sehr trennt vom Pferd.

00:28:20: Und ich weiß, ich habe das mal bei meinem Pferd probiert und er so geschnaubt, als ich das Ding weggenommen habe.

00:28:25: Ich nörd ich auch, weil ich dachte, ja, das trennt mich.

00:28:30: Das vor dem Reiten zu machen, das korrigiert und das... gegen alle Teilnehmer hin.

00:28:35: und das ist so fantastisch.

00:28:36: und das ist ein einfacher Trick.

00:28:37: Man setzt dich vor dem Reiten erstmal auf den Tisch und ruckelt sich auf dieser Rolle zurecht und dann hat man fürs Pferd und für sich schon enorm viel getan und das kann man mit dieser Messplatte einfach abjektivieren.

00:28:51: Das ist wirklich ein guter Tipp.

00:28:53: Können einige mitnehmen.

00:28:54: Als Vorschlag, vielleicht kann man davon ja auch noch mal so ein Mini-Video auf Facebook posten oder Instagram.

00:29:01: Hier ist es auf der Instagram-Seite.

00:29:03: Da ist

00:29:03: es schon drauf.

00:29:04: Ja, das ist schon lange her, aber wenn man ein bisschen runter scrollt, ich glaube, da ist ein kleines Video.

00:29:09: Da

00:29:09: gibt man ja noch andere interessante Sachen.

00:29:12: Ja, und also öfter, wenn ich es mal irgendwie hingekriegt habe und bei dir vorbeigeschaut bin, kam ich mir hinterher vor wie James Bond, der neu ausgerüstet war.

00:29:21: Du hast ja nicht nur die Decke, ein Gerät, was uns lange nicht so viel, ich will nicht sagen genutzt hat, weil wir einfach auch keine passenden Pferde hatten, wo es sich beweisen konnte.

00:29:34: Das ist diese Wärmemessung oder diese Wärmemesskamera.

00:29:40: Die Garmenkamera, dazu bin ich gekommen, eines meiner Pferde hatte sich vertreten und dann sagte der Tierarzt, das Pferd hatte Bänderzerrung am Hof, am Hofbein, Kronbein und in drei Wochen ist das weg.

00:29:54: Und ich habe gedacht, nein, nein, Bänder, zwölf Wochen, das geht nicht in drei Wochen weg.

00:30:00: Wie kriegst du das denn hin?

00:30:01: Und dann habe ich gesagt, ja, das muss ja dann, wenn es entzündet ist, eine andere Wärmeabstrahlung habe.

00:30:07: Und dann habe ich mich mit der Wärmekamera auseinandergesetzt.

00:30:10: Und dann konnte ich anhand der Wärmeentwicklung oder abnehmenden Wärme in diesem Bereich sagen, okay, jetzt fängt das an zu heilen und erst als das nicht mehr so aufploppte und auch nach der Arbeit, also nach dem Bewegen nicht mehr da war, habe ich gesagt, so jetzt ist das Band belastungsstabil.

00:30:29: Und damit kann man aber auch super andere Sachen machen.

00:30:32: Man muss allerdings wissen, was unter dem Fell ist.

00:30:35: Also es hat keinen Sinn, dass sich jetzt jemand eine Wärmekamera nimmt und damit loslegt und jetzt schöne Bilder vom Pferd macht, sondern die Befundung ist wichtig.

00:30:44: und was ist genau, was gucke ich mir genau an?

00:30:47: und ja und das ist auch in welcher Temperatur man das macht und so weiter, aber es ist ein großartiges Gerät.

00:30:54: Du hast es ja jetzt auch benutzt, ne?

00:30:56: Genau, ich hatte es auch benutzt und wir hatten auch dann den einen oder anderen Anlass.

00:31:00: und ja, war jetzt sehr verspätet.

00:31:03: Ich hatte es ja schon mal, da hat es mir einfach nicht so die, da hat es mir nicht so viel Nutzen gebracht, aber eine Phase lang jetzt schon und da war ich sehr beeindruckt.

00:31:13: Das ist natürlich jetzt ein richtiges Profi-Gerät.

00:31:16: Du hattest ja auch mal die Idee mit einem zu arbeiten, was man so für ein iPhone als Aufsatz benutzt.

00:31:21: Hattest du das auch mal ausprobiert oder?

00:31:23: Ja, das gibt es auch.

00:31:25: ist auch aussagekräftig.

00:31:27: Also es ist nicht so fein wie das große Gerät, aber man kann damit schon ganz gut arbeiten.

00:31:35: Und ein Gerät, weil das fand ich auch sehr beeindruckend, dass ich in diesem Jahr ausprobieren durfte, den Amplivett.

00:31:45: Vielleicht kannst du da noch mal so ein bisschen wie du drauf gekommen bist und für wen sich das eignet.

00:31:50: Und auch wenn jetzt jemand zuhört, der vielleicht einen Pferd hat, für den das interessant sein könnte, an wen er sich wenden könnte.

00:32:00: Also das war auch wieder eine Pferdegeschichte, ein Schicksal.

00:32:03: Und zwar, ich hatte einen Patienten, also einen Pferdepazienten.

00:32:07: Und ich bekam das Becken, sein Becken nicht dahin, wo ich es wollte, obwohl ich das manuell kondys richten konnte.

00:32:15: Und wenn ich das Wert hinstellte, drei Schritte machte, ging das Becken wieder nach unten.

00:32:20: Und der Muskel, der das hält, der sprang nicht an.

00:32:24: Also sprang nicht gut an.

00:32:25: Und ich hab dann gedacht, ja, also ... Ich kann das richten, aber damals hatte ich das Stapen auch noch nicht.

00:32:35: Heute würde ich das Stapen, aber damals hatte ich das noch nicht.

00:32:38: Und dann habe ich gedacht, mir brauche irgendwas, um diesen Muskel wieder zu aktivieren.

00:32:41: Er hatte da eine Verletzung und dann sagte eine andere Therapeutin, die schon lange ... Also mit der Elektrotherapie arbeitet, du musst dich mal mit der Elektrotherapie auseinandersetzen.

00:32:52: Ich selber habe das als Physiotherapeutin in der Schule, in der Ausbildung gehabt, das Neuroton.

00:32:58: Und da krieg ich damals eine Gewicht, ganz blöd.

00:33:00: Und habe gedacht, Elektrotherapie und wenn das beim Pferd passiert, mache ich nicht.

00:33:05: Sie hat gesagt, nein, mach das, mach das, das ist viel besser.

00:33:08: Okay, dann habe ich mich breitschlagen lassen.

00:33:10: Sie hat mir ihr Gerät geliehen und wir haben diesen Muskel aktiviert.

00:33:14: Und danach... hat das Pferd den Muskel wiedergefunden.

00:33:17: Der hatte den abgestellt.

00:33:19: Das, was wehtut, wird ja desintegriert.

00:33:22: Und warum sollen Pferden mit dem Muskel laufen, wenn es sowieso von A nach B kommt?

00:33:28: Und dem interessiert es ja auch nicht, wenn das Becken unten ist.

00:33:31: Und damit wurde der Muskel reintegriert, neuronal wieder so angeschaltet.

00:33:36: Und damit fing er wieder an zu arbeiten und das Becken wurde dann auch wieder korrekt.

00:33:42: Und das hat mich fasziniert, weil es gibt ja viele Muskelverletzungen beim Pferd und das Pferd stellt den Muskel einfach ab und geht mit einem ganz komischen Bewegungsmuster von A nach B. Und mit dem Amplivett kann man dann den Muskel wieder aktivieren.

00:33:57: Man kann den Schmerz frei kriegen, dann aktivieren und das Pferd schaltet den im Hörn wieder an und benutzt ihn.

00:34:04: Und das ist ein großartiges Gerät.

00:34:07: Ja, fand ich auch wirklich beeindruckend.

00:34:11: Wichtig ist vielleicht bei allen solchen Geräten, man könnte jetzt noch diesen Softlaser aufzählen, dass man konsequent ist in der Anwendung, dass es halt schon eine gewisse Zeit kostet und braucht, die sich am Ende auszahlt, ganz sicher.

00:34:27: Nur wenn man da denkt, man kann schummeln und macht das nicht lange, dann wird es wahrscheinlich nicht den gewünschten Erfolg bringen.

00:34:35: Man muss da durchhalten und es kostet Zeit.

00:34:41: Ja, Zeit und Ruhe, das anzuwenden, das zu beobachten, vielleicht noch mal so ein bisschen an den Einstellungen, was zu verändern, wenn man merkt, das hat nicht den gewünschten Effekt, aber ganz beeindruckend.

00:34:53: Und ich wüsste auch nicht, wie man anders so gezielt Muskel aufbauen könnte, ohne Belastung.

00:35:01: im Bereich Rücken, auch ums Knie herum, ist das ja schon oft eine Herausforderung.

00:35:06: Ja, da ist es eigentlich unerreicht.

00:35:09: Man kann ja mit Tapen, kann man ja auch den Muskel tonisieren, aber wenn man ans Knie geht, dann ist es sehr gefährlich, dass das Pferd dann das Knie zu gerade streckt, weil es dann so viel Tonisierung bekommt und dann kriege ich eine Sprungelingsproblematik.

00:35:27: Also das kann ich mit dem Amplivett besser hinkriegen.

00:35:31: Absolut.

00:35:32: Eigentlich wollen wir deine Bücher, denn du hast ja inzwischen eine ganz beachtliche Anzahl Bücher auch geschrieben oder auch mitgeschrieben.

00:35:41: Aber ich weiß gar nicht, ob es dein erstes Buch war, aber das habe ich jetzt gedacht.

00:35:45: Das war so eine besondere Erfahrung auch.

00:35:47: Das nehme ich heute noch mit rein.

00:35:49: Und zwar weißt du schon, in welches Buch es geht.

00:35:54: Wo du der Star bist, gutes Training, ein Pferd und wo du mir geholfen hast.

00:35:58: Ja, das war auch eine Geschichte.

00:36:02: Ich habe ein Pferd übernommen.

00:36:04: Achtjährig, das sollte geschlachtet werden.

00:36:07: Du kennst den Amiceli noch, ganz groß.

00:36:09: Ich glaube,

00:36:09: jetzt ist

00:36:10: er in den Vier.

00:36:11: Du hast ihn auch mal geritten, ganz fantastisch, als er noch ein bisschen laufen konnte.

00:36:15: Und der kam aus dem Springsport S-Springen und hatte einige Blessuren ausgeschwagener Schneidezahn.

00:36:21: Und ja, es ging ihm nicht gut.

00:36:24: Ich habe ihn übernommen und habe dann gesehen, wie viel Rehabilitation ein Pferd braucht.

00:36:32: verbraucht wurde, sage ich jetzt mal, ein bisschen vorbiegig und atrose im Hinterwein.

00:36:38: Der Rücken war so, dass der sich, wenn der sich bewegte, hörte sich das an, als würde man so ein Fuchschwanz säge hin und her bewegen, also es war schwierig.

00:36:45: und dann habe ich gedacht, ja da sollen fährt ja gar nicht hin.

00:36:50: Und dann habe ich gedacht, nein, das Training, wir müssen im Training präventiv arbeiten, weil ich als Osteopathin komme ja immer, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

00:36:58: Ich kann ja immer, ich erkenne ja immer das, was ich rückabwickeln muss.

00:37:02: Und dann habe ich gesagt, das ist ja blöd, wir müssen an die Anfänge gehen.

00:37:05: Und dann habe ich gesagt, gut, wir müssen ins Training gehen, präventiv, wie auch, wie bildet man aus, immer, immer langsam mit den jungen Pferden, das ganz normale, aber dann über Trainingsprinzipien.

00:37:17: Und dann hatte ich das einen Verlag angeboten und die haben mich sich aber nicht gemeldet und haben gesagt, wir haben genug von diesen Büchern.

00:37:25: Da war ich ein bisschen beleidigt, aber ist ja so.

00:37:29: Und dann zwischendurch ploppte das Faszienthema auf und dann habe ich gesagt, ja, das ist auch spannend.

00:37:34: Und nach meiner Erfahrung mit dem Verlag habe ich gedacht, ich mache einfach einen eigenen Verlag.

00:37:38: Ich habe dann einen eigenen Verlag gegründet.

00:37:40: Meine Sekretärin macht sowas alles mit, das ist ein guter Kumpel.

00:37:43: Also jetzt machen Verlags, sie hat sich darum gekümmert und dann habe ich ein Faszientbuch geschrieben.

00:37:49: Und zur gleichen Zeit hat sich in diesem Verlag, wo ich meine Exposé eingereicht habe, hat die Chefredakteurin und die neue Chefredakteurin, die Claudia Weingand, hat dann mein Exposé beim Aufräumen gefunden und hat gesagt, das ist ja gar nicht schlecht.

00:38:09: Und dann rief sie bei mir in der Firma an und hat gesagt, also kann die Frau Welter-Böller hier ein Buch, vielleicht das ist interessant, und dann kann ich nicht mitschreiben, und dann hat nur die Sekretärin gesagt, Frau Welter-Böller hat einen eigenen Verlag.

00:38:23: Und dann hat sie gesagt, ja, aber wir können ja drüber reden.

00:38:26: Und dann haben wir uns auf der Messe getroffen und dann habe ich das vorgestellt und dann haben wir das Buch zusammengemacht.

00:38:31: Gutes Trainingsschütz.

00:38:32: Sie hat als Lektorin gearbeitet für mich, also hat das lektoriert.

00:38:37: Und das ist so, ich finde, ein sehr schönes Standardwerk, wo man sagt, wie kann man einen Pferd schonend vorbereiten, ausbilden, welche Pausen.

00:38:47: Und wir haben das so ein bisschen auch von der Sportwissenschaftliche Seite beleuchtet, also nicht die Ausbildungsskala, sondern wirklich die Adaptionsphasen, Superkompensationen, Pulskontrolle.

00:39:00: Und da war es, tut doch, unser Modell.

00:39:01: Und das war schön da unten bei euch.

00:39:04: Wir haben

00:39:04: das gut hinbekommen mit den Fotos.

00:39:07: Ich hatte eine Riesenliste Fotos.

00:39:10: Foto, Titel sozusagen von dir bekommen und habe gedacht, das schaffen wir ja nie an einem Tag.

00:39:16: Das ist so schwierig, wirklich genau den Moment zu erwischen.

00:39:20: Aber wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und haben das tatsächlich an einem, ich glaube, einem Nachmittag, einem Vormittag alles aufnehmen und fotografieren können.

00:39:29: Und die Auswahl war dann auch ganz gut.

00:39:33: Und du hattest natürlich einige Fotos auch selber im Archiv, aber das, was wir uns vorgenommen hatten, hatten wir an dem Tag dann auch wirklich geschafft.

00:39:41: Und es ist ein Buch, in das ich auch immer noch gerne reinschaue und ich finde, es ist eben auch nicht zu wissenschaftlich, sondern wie du sagst, es ist ein Standardwerk, ein Nachschlagwerk und es ist disziplinübergreifend.

00:39:52: Es fordert nicht zu viel Grundwissen, es fordert aber Neugier und Interesse, oder ist ja doch, das erfordert es schon.

00:39:59: mit Neugier und Interesse, sollte man daran gehen.

00:40:03: Aber man kann wirklich auch immer wieder nach Jahren reinschauen.

00:40:08: Das einzige Manko von diesem Buch, das wurde ich dann angeschrieben, das Titelbild ist ja so schön.

00:40:14: Jetzt du ja auf deinem Pferd ohne Sattel und ja, wie eine Amazone, ohne Kappe.

00:40:24: Da kriegte ich dann die Diskussion, dass das kein Vorbild wäre, dass du ohne Kappe reitest.

00:40:30: Das muss ich ja auch zugeben, aber das hätte die Poesie des Bildes einfach gestört.

00:40:35: Und das haben wir einfach in Kauf genommen, weil das so ein kaltiges Bild ist.

00:40:39: Ich

00:40:39: glaube, wir haben auch vorher ein bisschen diskutiert, macht man's mit, macht man's ohne.

00:40:43: Und hab ich gesagt, das ist jetzt so ein bisschen so wie aus Pony Jux-Zeiten.

00:40:48: Da passt das nicht mit dem Helm.

00:40:51: Ich muss dazu sagen, dass ich seit ... seit frühester Jugend, weil ich ja aus der Vielseitigkeit komme und viel früher mit diesem Drei-Punkt-Helm geritten bin als alle anderen, in denen auch Konsequenz im Dressurreiten aufgesetzt habe.

00:41:06: Selbst als das noch gar nicht so Vorschrift war, ich weiß, bei meinem Bereiter-Lehrgang, da wurde es ja immer, oder eben Pferde wird, Prüfungslehrgang.

00:41:14: Es wird ja immer gepredigt mit Helm und Ausrüstung und so weiter.

00:41:18: Da hatte längst nicht alle einen Reithelm auf und schon gar nicht so einen richtigen Helm.

00:41:24: Und wenn ich mit Helm ritt, dann wurde ich oft gefragt, ist der frech?

00:41:29: Ist der noch jung?

00:41:30: Also ob man den nur aufsetzt und das sehen auch viele ältere Reiter noch so.

00:41:34: Also es wurden Helm nur getragen, wenn man irgendwie Bedenken hatte.

00:41:37: Und das ist ja heute ganz anders.

00:41:40: Ich bin relativ lichtempfindlich.

00:41:42: Ich finde, draußen ist das auch ganz angenehm mit diesem Schirm.

00:41:45: Sonst blendet die Sonne und im Winter ersetzt es die Mütze, die man sonst tragen müsste.

00:41:50: Also für mich war das nicht so ein Ding.

00:41:52: Und das war wirklich für dieses Bild mit einem lieben Pferd in der Halle, wo wir das Risiko recht klein gehalten haben, denke

00:42:00: ich.

00:42:03: Das war wirklich ein tolles Gemeinschaftsprojekt.

00:42:07: Wenn wir jetzt eins trotzdem noch nennen, weil das ja bei ein Riesiges, dann ist das schon gehört, Reitkunst gelesen.

00:42:15: Und da geht es mir noch gar nicht darum, dass wir auf die einzelnen CDs waren, es ja noch eingehen, sondern so ein bisschen die Geschichte davor, wie es dazu kam.

00:42:25: Kannst du dich noch erinnern?

00:42:28: Ja, wir haben mal wieder diskutiert über die Zitate der alten Reitmeister.

00:42:35: Und ich merkte, ich bin da nicht Zitat fest.

00:42:39: Also, und eigentlich gehört sich das ja, dass man, wenn man in einem Beruf tätig ist, auch was über die Geschichte weiß.

00:42:48: Und ja, das war bei mir so ein bisschen rudimentär.

00:42:53: Also, ich kannte die Namen, aber ich wusste nicht, was dahinter steckt.

00:42:56: Aber sie werden ja immer zitiert und irgendwann haben wir gesagt, ich glaube, wir müssen da mal hingucken.

00:43:01: Das war, glaube ich, auch deine Idee, da noch mal.

00:43:04: Es war ein dieser Nachmittags, einen Kurs.

00:43:07: Ich glaube, das waren die mit der... Ich bin mir nicht ganz sicher.

00:43:10: Es mag der gewesen sein, die diese Extraschulung haben wollten mit Gebissen und Stolmungen.

00:43:17: Und es fiel sehr oft der Begriff klassisch.

00:43:21: Klassisches Reiten, klassische Ausbildung, klassisch alles Mögliche.

00:43:26: Und wo ich dann irgendwann gesagt habe, jetzt reicht es mir mal mit diesem Klassisch, da wurde so viel unter diesen... Deckel klassisch drunter gepackt, dass man so einfach geht es ja nur nicht alles, was irgendwie ein bisschen älter ist als klassisch zu betiteln, weil die haben sich ja auch sehr unterschieden.

00:43:44: Das waren ja zum Teil zwischen alten Meistern wie Steinrecht oder eben dann bis hin zu Xenophon oder auch Federico Grisone.

00:43:54: Da sind ja Zeitspannen von hunderten von Jahren und ganz andere Voraussetzungen und einiges passt heute noch und ist klassisch richtig und einiges ist halt klassisch überholt, muss man auch mal sagen.

00:44:07: Und wir sind da rangegangen und dann haben inzwischen einen viel differenzierteren Blick.

00:44:13: Ja, aber es war einfach... finde ich noch mit oder es hält ja noch an.

00:44:17: Das Projekt ist ja noch nicht abgeschlossen.

00:44:19: Es läuft noch und wir werden in einer weiteren Folge da auch noch mal genauer drauf eingehen.

00:44:24: Aber es nahm halt seinen Anfang.

00:44:27: Ich glaube, im Frühjahr, zwei Tausend neunzehn.

00:44:29: Und was liegt jetzt alles dahinter?

00:44:31: Corona, aber auch fortschreitende Digitalisierung, die schön schon gehört.

00:44:40: Titel sind ja alle auch auf CDs.

00:44:42: Eine kleine Auflage, vielleicht haben sie mal irgendeinen Liebhaber wert.

00:44:45: Mit diesen wunderschönen Covers.

00:44:47: Vielleicht magst du dazu noch kurz noch sagen.

00:44:49: Ich finde, die werden immer, die kommen so ein bisschen zu kurz.

00:44:52: In der Zeit, wo man auf Hörbuch switcht und die Auswahl, was kommt aufs Cover, das war ja auch nicht so willkürlich.

00:45:01: Nein, da haben wir uns viele Gedanken gemacht.

00:45:05: Wir sind so in die alte Welt.

00:45:07: eingetaucht und ich habe bei Antiquitätenläden habe ich dann nach den Ausgaben gesucht und ich habe eine von Gerinier, ich habe Steinbrecht, Xenophon, also nicht die Uhr, aber ein altes Buch und ich habe mit so viel Ehrfeucht auf einmal von diesen alten Büchern gesessen, die jetzt gut verpackt irgendwo im Schrank liegen.

00:45:31: Da darf auch keiner ran.

00:45:32: Das sind Heiligtümer und Da gab es diese schönen Abbildungen auch von den Gebissen oder von den Reitern, die Kupferstiche.

00:45:42: Und ich glaube, das hat uns dazu gebracht, auch die Cover in dieser alten Art darzustellen.

00:45:53: Ich weißte, der William Newcastle, wie er da auf seinem Pferd ist und wird angegördert von den anderen Pferden.

00:46:04: Siederikrokrisone, wo ja immer das Thema Katze ist, wo du dann Fotos gemacht hast mit deiner schwarzen Katze um dein Pferd.

00:46:12: Goldige Bilder sind entstanden.

00:46:14: Und dann hat mir eine sehr gute Grafikerin, die da

00:46:18: fast

00:46:20: kleine Kunstwerke gemacht hat.

00:46:22: Ja, das muss man sagen.

00:46:23: Es sind kleine Kunstwerke.

00:46:24: Absolut auch die Abstimmung mit den Farben, wenn man so viel Gedanken macht.

00:46:28: Das sehe ich so ein bisschen mit einem... kleinen bisschen Tränchen im Auge, dass man diese Cover nicht so sieht, wenn man jetzt hörbücher anschaut.

00:46:38: Da sieht man ja dann vielleicht mal den Titel, aber man nimmt sich nicht die Zeit, das einmal hoch zu zoomen und sich genauer anzugucken.

00:46:49: Aber wer weiß, vielleicht haben die CDs irgendwann einen Liebhaber wert.

00:46:54: Man kann sich die Cover auch bei uns auf der Homepage, bei mir auf der Homepage beim Verlagern anschauen.

00:47:00: Ja, da sind sie

00:47:01: auch anschauen.

00:47:02: Ich hab sie jedenfalls im Regal stehen und bin sehr froh, wenn ich dran vorbeilaufe und bin auf jedes einzelne, sehr stolz auf jeder einzelne CD.

00:47:10: Und genau, die sind bei Spotify und über diverse Audio-Kanäle ja zu streamen inzwischen.

00:47:19: Ja, darüber sprechen wir ein anderes Mal.

00:47:22: Auch die Bücher vielleicht nochmal gesondert, das würde sonst zu weit führen.

00:47:29: Vielleicht magst du noch etwas vorstellen, was ich jetzt nicht so genau kenne.

00:47:32: Ich bin ja bei einigen Dingen mit involviert, aber zum Beispiel Kurse, die sich über die anderen Kurse entwickelt haben, Stichwort vielleicht Tape oder auch Akkupunktur, Akkupressur.

00:47:45: Du bietest ja noch einiges andere an.

00:47:47: Was sind denn so deine Lieblingskurse außerhalb dieser Ausbildungskurse?

00:47:55: Also ein Lieblingsgroß ist bei mir die Kraniosakrale Therapie am Pferd und Faszientherapie am Pferd.

00:48:03: Weil die Kraniosakrale, weil ich das in der Humanausbildung, ich habe neunzehntneunundachtzig damit angefangen, habe bei einem Schotten gelernt, der aber eigentlich in Kalifornien unterrichtet, im Esselinstitut.

00:48:20: und habe da eine Ausbildung gemacht, die mich so fasziniert hat am Menschen und habe dann auch in meiner Praxis, fast nur noch Kraniosakral gearbeitet und habe das dann aufs Pferd übertragen.

00:48:32: Mit sehr eindrucksvollen Wirkungen, dass das Pferd sich entspannt, weil wir natürlich beim Pferd sehr viel über den Kopf manipulieren, vom Halfter an, vom Gebiss an und so weiter.

00:48:44: Ganz spannend ist zum Beispiel auch, in den Aufbaukursen, dann zäumen wir die Pferde mit verschiedenen Zäumungen und gucken, wie der kraniosakrale Rhythmus gestört wird zum Teil, je nachdem, wie Engmann auch was verschnallt.

00:48:58: Und sogar, wenn man verkehrt einen Sattel auflegt, kann man das am Sacrum spüren.

00:49:01: Das ist jetzt ein bisschen weitgesponnen.

00:49:03: Aber für die Teilnehmer ist das immer ganz spannend, dass wir da eine Möglichkeit der Befundung haben.

00:49:10: Und dann ist es so, dass ich fast zehn Therapien natürlich gerne unterrichte, weil ich ... vom Faszinsystem von diesem Gewebe so begeistert bin, weil es so ein Sinnesorgan ist.

00:49:22: Und gerade das Pferd hat ein ganz besonderes Faszinsystem, weil das Pferd ja vierundzwanzig Stunden an sieben Tagen je nach Haltung Tage wochenlang steht.

00:49:34: Das heißt, es muss gegen die Schwerkraft sich aufrichten.

00:49:38: Dadurch hat es ein Faszinsystem, was mit uns nicht vergleichbar ist, nicht mit Hund, nicht mit Katze.

00:49:46: Und wenn dieses Faszinsystem falsch trainiert wird, dann bleibt das Pferd halt in dieser Fehlstellung stehen.

00:49:54: Das macht es nicht wie der Hund, der sich nach einem Spazierern greckt oder auf dem Rücken gerodelt oder die Katze, die die Gymnastik macht.

00:50:01: Das Pferd bleibt in dieser verbrauchenden Haltung stehen, hilflos, muss man sagen, hilflos.

00:50:09: Da nützt auch nichts, ihn mal auf die Wiese zu stellen.

00:50:11: Der bleibt hilflos in der Verstellung.

00:50:13: Und das ist mein großes Anliegen, dass man da hinguckt und diese Faszien dem Pferd wieder so richtet, dass es in seiner stehenden Aufgabe, wenigstens auch in der Arbeit, sich im Exterieur nicht negativ verändert.

00:50:28: Und das kann man ganz gut hinbekommen.

00:50:31: Und diese Faszienkurse erfordert das eine Vorqualifikation oder sind die offen?

00:50:40: Ja, nein, das ist schon tiefe Anatomie.

00:50:43: Also das Manuelle würde ich sagen, das kann man wirklich viel Menschen beibringen, aber die Zusammenhänge, wie das Unterstützungsband der tiefen Beuge sehen, wo das alles mit den Faszin-Zügen ist, sollte schon in Therapeuten überlassen werden.

00:50:59: Und ich habe das Glück, dass mittlerweile ich ja die Tochter vom Hof als Topassistentin und als meine rechte Hand habe, die Annalena, du kennst sie auch, Annalena Gellersen, die ja auf dem Hof aufgewachsen ist, die ich ja jetzt schon über twenty-fünf Jahre kenne.

00:51:16: Und die übernimmt viel bei mir in der Osteopathie, weil sie schon seit zwei tausendsehntin unterrichtet bei mir.

00:51:23: Und so habe ich dann Wochenende.

00:51:26: Zeit, dass ich auch Wochenend-Ausbildung mal anbieten kann, dass ich nicht immer in den Ausbildungs-Kursen so gefangen bin, dass ich solche Sachen wie Kraniosagrale oder Faszinich mache.

00:51:37: Und Annalena macht die Kurse, die Osteopathie-Ausbildung so.

00:51:42: Genial, die ist ja Assistentin seit zwei Tausend zwölf und seit zwei Tausend

00:51:47: siebzehnte.

00:51:50: Sie hat eine Ausbildung als Breiterin gemacht, zwei Jahre im Tresurstall in Hamburg.

00:51:55: Es hat damit zwei Unfällen aufgelegt, weil sie sagt, es ist so nicht mein Weg und hat dann zwei Tausend zwölf ihre Ausbildung bei mir abgeschlossen.

00:52:03: Und das ist ja... Wenn man sagt Pferdemedel, das ist Pferdefrau, die ist auf dem Hof aufgewachsen zwischen den ganzen Pferden.

00:52:10: Und

00:52:10: auch reiterlich auf einem hohen Niveau unterwegs.

00:52:12: Ja,

00:52:13: reiterlich auf M. Und dann

00:52:14: hat

00:52:15: sehr viele Behandlungspferde, die kann uns immer alle Beispiele holen, sodass sie mich da so ein bisschen entlastet.

00:52:23: Und ja, und da habe ich dann Zeit, mal am Wochenende die Kurse auch zu machen, die jetzt so für mich ganz wichtig sind.

00:52:32: Ja.

00:52:33: Also das

00:52:33: ist

00:52:34: schön und das ist ja auch wichtig, dass man selber auch sich weiterentwickeln kann und immer wieder auch so ein bisschen neue, ja neue Projekte angeht.

00:52:45: und über trotzdem die Älteren wie die Hörbücher oder die Bücher sprechen wir in der nächsten oder übernächsten Folge und ich würde sagen für heute verabschieden wir uns ermählich.

00:52:55: Ja mal, wie immer Klasse war es.

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