Barbaras Erfahrungsschatz 3: Zu Beginn des Trainings Leichttraben oder Aussitzen?
Shownotes
In dieser Podcastfolge tauchen wir tief in den Alltag des Pferdetrainings ein und beleuchten zentrale Fragen rund um die Aufwärmphase. Wir sprechen darüber, ob, warum und wie Leichttraben zu Beginn sinnvoll ist. Oder wann ist Aussitzen doch sinnvoller?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den biomechanischen Zusammenhängen: Welche Rolle spielen Dehnung und Spannung der Rückenbänder für das Schwingen des Pferderückens? Was wird durch korrektes Leichttraben positiv stimuliert – und was kann bei fehlerhafter Ausführung sogar unterdrückt werden?
Außerdem gehen wir der Frage nach, wie lange ein Pferd zu Beginn am hingegebenen Zügel oder am langen Zügel gehen sollte und welche Vorteile diese Gestaltungsformen für Körper und Psyche des Pferdes haben.
Auch der Reiter steht im Fokus: Wir sprechen über die Faszienspannung des Reiters, wie sich gelöste oder „verklebte“ Faszien auf den Sitz auswirken und warum der Grundsitz genau so aufgebaut ist, wie er ist.
Zum Abschluss widmen wir uns der Trainingsgestaltung insgesamt und insbesondere der Pause: Wie sollte eine Pause zwischen den Trainingseinheiten sinnvoll gestaltet sein, damit es zu einer echten Superkompensation und damit zu einer nachhaltigen Anpassung und Verbesserung durch das Training kommt?
Eine Folge für alle, die Training ganzheitlich, pferdegerecht und mit biomechanischem Verständnis gestalten möchten.
Transkript anzeigen
00:00:08: Guten Morgen, Barbara.
00:00:46: Morgen, Marion.
00:00:47: Heute in früher Stunde.
00:00:49: Ja, wirklich sehr früher Stunde.
00:00:50: Aber da sind wir noch frisch und wir machen heute eine weitere Folge.
00:00:56: zu Barbaras Erfahrungsschatz.
00:00:58: Und die heutige Folge heißt, Marion fragt.
00:01:02: Na dann, ich bin gespannt, Marion.
00:01:05: Vielleicht willst du auch in Marion fragt, zwei, drei, vier, fünf und so weitergeben.
00:01:09: Aber wir haben ja immer ganz interessante Gespräche.
00:01:13: Und zwischendurch bin ich so am Unterrichten oder auch auf dem Pferd und denke, das würde ich jetzt Barbara gerne mal fragen.
00:01:19: Und daher habe ich so in den letzten Wochen mir mal so ein paar Punkte notiert.
00:01:24: Und wir fangen einfach mal an.
00:01:25: Ich glaube, insgesamt habe ich noch viel, viel, viel mehr Fragen.
00:01:28: Und meistens zieht ja eine Frage dann noch die nächste Nachsicht.
00:01:32: Von daher schauen wir mal und legen los.
00:01:35: Insgesamt handelt es sich um Themen, die bei mir im Unterricht immer wieder mal auftauchen oder Dinge, über die ich mir Gedanken mache und von denen ich hoffe, dass sein Meinung dazu auch für andere Reiter interessant sein kann.
00:01:47: Sonst würden wir das ja nicht hier machen.
00:01:49: Und wir sind ja jetzt sozusagen in der Aufwärmphase.
00:01:52: Und die erste Frage ist dann dazu passend, weil nach dem anfänglichen Schrittreiten wird ja meistens leicht getrabt.
00:01:59: Und das merke ich manchmal an mir selber, aber auch häufig beobachte ich das im Unterricht, dass die Reiter sehr viel leicht haben und vielleicht auch ein bisschen zu lange.
00:02:11: Und oft oder noch häufiger kommt ja vor, dass die Pferde im Leichtraben so ein bisschen über ihren Takt geritten werden, also zu schnell geritten werden, zu hoch angelegtes Tempo gewählt wird.
00:02:23: Und was hältst du generell vom Leichtraben und zu dieser Problematik und wo liegt der bedeutende Unterschied zum Aussitzen?
00:02:34: Also einmal denke ich, dass Leichtraben
00:02:36: kommt
00:02:38: zur Schonung des Reiters von langen Strecken.
00:02:42: Es ist ja sehr angenehm, wenn man sich vom Pferd hochheben lässt und wieder einsitzen lässt.
00:02:47: Es ist selber für einen ja auch ein Warm-up erstmal auf dem Pferd, weil ich ja noch keine Rumpfstabilität brauche, also Rumpfstabilität, indem ich meinen Rumpf stabilisiere und aber auch locker nachgebe wie beim Aussitzen fürs Pferd.
00:03:04: Je nachdem, wie man es macht, kann es sehr angenehm sein oder es kann stauchend sein.
00:03:10: Wichtig ist dabei zu beobachten, als Trainer denke ich, beim Einsitzen, wie verhält sich die Lendenwirbelsäule, also was ist hinter der Schabrakke?
00:03:20: Und wenn beim Einsitzen die Lendenwirbelsäule absinkt, Dann ist es eigentlich ein Zeichen, dass der Reiter zu schwer einsitzt oder manchmal will er auch noch einen Impuls geben.
00:03:32: Und dann gibt der Stress aufs Rückenband, auf die Faszien, auf die langen Rückenbänder und macht also wirklich einen ziemlichen Input auf das vordere Längsband.
00:03:42: Das ist dieses Band, das von unten die Wirbelsäule hält und das kriegt jedes Mal ein Titch.
00:03:47: Man kann, wenn man geschickt leicht trabt, den Dehnungsverkürzungszyklus des Rückens Ich sage jetzt mal starten, weil das fährt ja vor allen Dingen im Trapp.
00:03:59: Die Wirbel soll ja rauf und runter und soll ja auch schwingen.
00:04:03: Und sich schwingt ja nicht, weil sie die Bauchmuskeln anziehen, sondern weil die Rückenbänder, die langen Bänder, das Rückenband, die Ligamentum Supraspinale für die Profis und das Ligamentum Longitudinale Ventrale von unten, die gehen in einen Dehnungsverkürzungszyklus und schwingen.
00:04:20: Wenn das Verloren hat, dann kann man durch ein einmaliges betontes Einsitzen den Dehnungsverkürzungszyklus starten auf das ventrale Längsband.
00:04:31: Danach muss man aber diesen Rhythmus zulassen und dafür nicht stoppen.
00:04:36: Also leicht
00:04:36: haben,
00:04:38: der Anfänger kann das nicht.
00:04:40: Aber für den Anfänger ist es ja mal ganz gut, sich aufzuwärmen und wenn ich das Pferd schön in der Dehnungshaltung habe und über die Rückenbänder stabil habe, dann ist es ja ein harmonisches Bild und alle sind zufrieden.
00:04:52: Das Pferd selber geht oft das schnellere Tempo, um den Rücken stabil zu halten, um diesen Druck auf das Ventralenksband oder das Einsitzenden ein bisschen zu stabilisieren.
00:05:04: Also ich kann damit mobilisieren, stabilisieren.
00:05:08: Also ich kann Impuls setzen für eine gute Rückentätigkeit.
00:05:12: Ich kann auch selber mal, wenn ich merke, ich bin verkrampft, ich habe Seitenstiche oder so, mal ausweichen.
00:05:21: Aber ich glaube, gutes Leichtrahmen ist sehr, sehr schwer und es ist vom Trainer wichtig zu beobachten.
00:05:30: Was passiert mit der Rückenlinie beim Einsitzen?
00:05:32: Manchmal denke ich immer, das Gefühl beim Einsitzen Druck zu machen, also wird ja auch mal gelehrt beim Einsitzen Druck nach vorne, das ist ein zu starker punktueller Druck.
00:05:43: Dann ist es besser, man sitzt ein bisschen im Entlastungssitz oder wenn man kann geschmeidig.
00:05:49: Also was ich, ja das finde ich ein ganz gutes Stichwort, einerseits nicht zu stark einsitzen.
00:05:54: Aber andererseits auch nicht zu hoch aufstehen, denn das ist, was ich häufig beobachte, ist ein zu hohes Aufstehen, einen eigentlich sich abstoßen aus dem Bügel.
00:06:03: Da gibt es auch ganz gute Erklärungsbeispiele von anderen guten Trainern, dass man eben versuchen soll, den Bügel nicht runter zu drücken aktiv.
00:06:12: Also meistens kommt schon zu viel Streckung.
00:06:14: und dann denke ich immer, wenn der Reiter dann zurückkommt und ich rede jetzt nicht von denen, die bewusst dann sagen, ich will noch mal Impulse geben oder einen sitzen, sondern eigentlich wird sich um das Leichtraben gar nicht mehr so sehr gekümmert in der Ausbildung.
00:06:26: Wenn der Reiter erstmal gelernt hat, auf dem richtigen Fuß leicht zu tragen, dann lässt man diesen Punkt oft ruhen und viele sitzen vielleicht auch in Dick zu eigentlich gar nicht gar nicht immer passend in der Schwerpunktlinie ändern den Schwerpunkt sehr stark.
00:06:42: Aber eben noch mal zu diesem Abdrücken du kommst hoch, du kommst ja dann auch logischerweise wieder runter.
00:06:47: Und dann denke ich immer die Pferde werden vielleicht auch deswegen schnell.
00:06:51: Das hast du irgendwann mal gesagt, weil man diesen Faszien Recall hat, weil man die eigentlich zu Boden prält wie ein Ball.
00:06:58: Und die dann möglicherweise in die unteren Gelenke auch mehr reingedrückt werden und dann natürlich auch entsprechend mehr hochdrücken.
00:07:05: Und das, was man nachher will, dass das Pferd die Beine vorsetzt, wird damit so ein bisschen unterbunden fast schon.
00:07:12: Du kannst also der Impuls zum Dehnungsverkürzungszyklus, der Fasting, gibst du auf die Rückenbänder, aber durch das Einsitzen ja auch auf den Fesselkopf.
00:07:22: Und je mehr der Absinkt umso höher sollte die Antwort nach vorne sein.
00:07:26: Das heißt, mehr einsetzen kannst du auch beschleunigen.
00:07:30: Das ist richtig.
00:07:31: Was schön ist, finde ich, wenn der Körper selber, jetzt der Reiter, auch in dem Dehnungsverkürzungszyklus der Fasting kommt, das passiert, indem der Absatz nach unten federt und er wird hochgefedert.
00:07:42: Und wenn er diese Bewegung nur mitnimmt und nicht noch aktiv weiter sich hochhebt, dann passiert das gleiche wie beim Pferd.
00:07:50: über das Absinken des Fußgelenk ist, das ist wichtig.
00:07:53: im Rhythmus der Fesselköpfe, wird er nach oben gebracht, wenn der Absatz hoch geht.
00:08:00: Und wenn er diese Wenigkeit dann mitnimmt, dann steht er auch nicht so hoch auf.
00:08:04: Also wenn man sieht, der Absatz federt nicht, dann kann man sagen, okay, der klemmt im Knie und macht dieses Aufstehen aktiv.
00:08:15: Und man kann es sich so vom Pferd als Denungsverkürzungszyklus so übertragen lassen.
00:08:19: Und dann wird es harmonisch.
00:08:21: Oder streckt das Knie?
00:08:23: Du hast ja oft viel zu viel Streckung eigentlich schon im ganzen Bein.
00:08:27: Ja, also wenn der Absatz nicht mehr mitfedert, dann ist eine Blockade und dann weiß man, das ist unharmonisch, also unphysiologisch.
00:08:37: Man wird ja durch das Leichtraben eigentlich nicht leichter.
00:08:40: Was ist jetzt für das Pferd?
00:08:43: Kann man das so pauschal sagen?
00:08:44: Ist eins für das Pferd grundsätzlich besser oder?
00:08:47: Was ist wichtiger zu lernen?
00:08:49: eigentlich, dass gute aussitzen oder sich im Leichtraben zu vervollkommen sind?
00:08:54: Barium, beides.
00:08:56: Beides.
00:08:56: Aber ich entlaste natürlich immer wieder über einen einen Schritt den Rücken, indem ich einfach das Gesäß anhebe und der Rücken frei ist.
00:09:08: Und je nach Zustand der Rückenmuskulatur, je nach Besattelung kann es fürs Pferd angenehm sein, diesen kleinen Atemzug frei zu haben.
00:09:19: Und
00:09:20: ja, Entschuldigung.
00:09:21: Früher gab es ja diesen sogenannten Remonte-Sitz, wenn jetzt ein Reiter also gelernt hat, geschmeidig auszusitzen und kann das sehr beweglich und kann in diesem Remonte-Sitz, vielleicht für die jüngeren Zuhörer, das ist ein leicht entlastener Sitz, wo der Reiter vermehrt dicht am Wideris sein Gewicht mehr auf die Innenseiten der Oberschenkel verlagert und sozusagen am Sattel schwebt, gibt auch ein bisschen Gewicht auf den Bügel.
00:09:46: hebt den Hintern aber nicht aus dem Sattel und bleibt der Schwerpunktlinie auch noch eher hinter dem Wiederrest.
00:09:52: Der Kopf geht vielleicht so ein bisschen Richtung Wiederrest vor.
00:09:55: Auf alten Bildern sieht man das.
00:09:56: Also wäre da ein ausbalancieter Remontesitz, nicht genau das, was dem Pferd das ermöglicht, ohne diesen starken Schwerpunktwechsel?
00:10:06: Ja, du hast im Remontesitz ja kontinuierlich den Schwerpunkt weiter nach vorne, also der ist reiter.
00:10:13: Und das heißt, Böse würde man sagen, die Vorhand wird mehr belastet.
00:10:18: Wenn das Pferd einen guten Rumpfträger hat, keine nach hinten ansteigenden Rückenlinie, dann kann das Pferd das gut aushalten.
00:10:27: Wenn es aber sowieso im Rumpfträger noch schwach ist und eher so auf der Vorhand läuft und ich voll lage mein Gewicht noch darauf, dann muss ich sehr genau spüren.
00:10:38: Ob das Pferd im Fesselkopf wieder nach oben schwingt, das heißt, dass dieser Dehnungsverkürzungszyklus, der ja für die Gesundheitshaltung der Gelenke und auch für die Freude des Pferdes, sage ich mir, so wichtig ist, weil es alles so ökonomisch ist, der darf nicht gestört werden.
00:10:52: Und wenn ich als Reiter merke... Der Fesselkopf sinkt zwar ab, aber er kriegt mich nicht mehr hochgewuppt.
00:10:58: Dann muss ich wieder mit dem Gewicht nach hinten.
00:10:59: Und dann wäre es vielleicht gut, das fährt man mal an der Launchin, ein bisschen aufzutrainieren wieder im Trab, dass der Rundhofträger stark wird.
00:11:06: Und dann kann ich da oben, wie wollte ich Jira, hinten vorne sitzen, rechts links.
00:11:11: Das ist ja egal, wenn das dann alles stabil ist.
00:11:14: Ja, also das ist schon einleuchtend und für mich auch nochmal tatsächlich ein Argument mehr für das Leichtraben, was ich so ... Ganz so habe ich es noch nicht gesehen.
00:11:25: Könnst du dich trotzdem anschließen, wenn man jetzt sagt, ein leichterer Reiter, der auch nicht zu lange Oberschenkel hat und hinten sitzt, wenn der gut aussitzen kann, dürfte der von Anfang an aussitzen.
00:11:36: Oder sollte auch jeder Reiter mal?
00:11:38: anders gesagt, unter bestimmten Voraussetzungen kann man das Leichtrahmen überspringen.
00:11:44: Oder sozusagen auch so ein paar Runden tut jedem fährt gut.
00:11:49: Naja, ich habe das Gefühl bei unsicheren Pferden, bei unausbalancierten Pferden.
00:11:57: Ich habe es selber bei meinem Spanier erlebt.
00:12:00: Der kam mit dem Leichtrahmen.
00:12:02: Das brachte ihn eher aus dem Takt und den konnte ich im Aussitzen irgendwie besser balancieren.
00:12:11: Und der fühlte sich auch wohler damit, weil er irgendwie sich geschehen fühlte und ich habe keine Unrunden Bewegung im Rücken gemacht, was ihn vielleicht erschreckt hat.
00:12:22: Ich denke immer, man muss gucken, wie reagiert das Pferd.
00:12:25: Und wenn jemand gut ausbalanciert sitzt und dem Pferd dadurch eine gute Führung gibt, dann ist Aussitzen wunderbar.
00:12:33: Man kann das Leichtrahmen immer mal machen, um zu sagen, komm, ich mach mir an den Rücken frei oder ein Entlastungssitz, einfach mal um den Schwerpunkt nochmal zu verlagen, eine andere Belastung ins Sattel bringen.
00:12:42: Aber ich denke auch junge Pferde.
00:12:46: Ich weiß nicht, da frage ich dich dann, aber fühlen sich manchmal wohler, weil es ein ruhigerer Sitz ist.
00:12:55: Ja, und weil man nicht in dieses höhere Tempo kommt, also ich glaube, das machen Reiter, die sich mit jungen Pferden beschäftigen, ganz intuitiv.
00:13:03: Also ich jedenfalls kann mich erinnern, dass ich so diese ersten, wenn man sagt, mein Trapp mal vorsichtig an, macht man eher so im Aussitzen, eher in so einem unterturigen Trapp, dass das Pferd erstmal lernt.
00:13:14: diese diese schwingende Bewegung mit dem zusätzlichen Gewicht irgendwo auszuführen und sich dran zu gewöhnen, dass vielleicht auch mal was raschelt und man bleibt ja also jetzt rein vom Schwerpunkt, ja man bleibt ja dicht am Pferd, in dem Moment wo ich weg bin vom Pferd und der macht dann überraschende Bewegungen, komme ich ja auch stärker wieder in den Sattel rein und das ist was... Das ist bei jungen Pferden manchmal noch nicht so gut.
00:13:37: Das erst mal dicht am Pferd beim möglichst ruhig sitzen und das geht natürlich im Aussitzen in einem ruhigen Tempo, wo man auch dichter wieder ist an der Parade zum Schritt, geht das besser.
00:13:51: Und dieses Leichtraben in Mode gekommen ist ja so in der Zeit.
00:13:55: Ja, du hast dich ja sehr mit der Reitvorschrift auch beschäftigt.
00:13:58: Da wurde das ja dann auch gelehrt für Für große Gruppen eigentlich
00:14:06: große Gruppe lang also daueritte und das interessante da war ich habe noch gelernt beim aussitzen also beim leichtraben im gelände dass man immer wieder mal umsitzt
00:14:17: Ja und
00:14:18: das wird da zum beispiel abgelehnt die sagen man muss auf einem Bein leicht haben eine ganze strecke lang und dann habe ich mir überlegt warum.
00:14:26: ja das ist auch.
00:14:28: Man bringt das Pferd aus dem Denungsverkürzungszyklus durch das Umsitzen.
00:14:31: Man bringt das aus dem Takt.
00:14:33: Man macht also jedes Mal eine Unterbrechung der Harmonie, der ökonomischen Bewegung.
00:14:39: Und da waren die so klug und haben gesagt, nee, nicht umsitzen, machen eine ganz lange Strecke auf einem Fuß praktisch.
00:14:46: Und dann, nicht wie wir immer gelernt haben, so alle zwei Minuten mal wechseln oder so, haben die nicht gemacht.
00:14:52: Und ist das Pferd wirklich in gleichmaß zu bekommen.
00:14:55: Und gab es eine Anweisung auf welchen Fuß?
00:14:57: Oder wurde dann nach einem Streckenabschnitt gewechselt?
00:15:00: Oder konnte einer immer eine Seite nehmen?
00:15:05: Also das wurde jetzt nicht berichtet.
00:15:08: Ich hoffe, Sie haben gewechselt.
00:15:10: Aber da war nichts zu finden.
00:15:13: Auch das im Unterricht ist so.
00:15:15: Es lernen ja manche noch in der Mitte zum Beispiel beim Leichtrahmen und durch die ganze Wand wechseln, bei X umzusitzen.
00:15:23: Dann sage ich immer, nee, am Wechselpunkt, wo man das Pferd dann auch auf die neue Hand umstellt oder wenn man schon auf der Diagonale so ein bisschen die neue Richtung annehmen will, am ersten Wechselpunkt vor der Diagonale, also sozusagen in der Ecke schon gedanklich die Hand wechseln, aber nicht auf langen Graden in der Mitte um sitzen, weil das führt tatsächlich, tatsächlich ist er häufig zu Taktfehlern oder zu einem.
00:15:45: Und erstmal so ein bisschen in der nächsten Ecke sind, hat das Pferd nicht den schönen Takt, mit dem es angefangen hat.
00:15:51: Was passt dazu?
00:15:53: Also es gibt einen Rumpler.
00:15:55: Ja.
00:15:55: Ja.
00:15:59: Wir gehen trotzdem jetzt doch noch mal einen Schritt zurück in dieser Lösungsphase, auch wenn wir jetzt, glaube ich, uns schon ganz gut aufgewärmt haben.
00:16:07: Und zwar das anfängliche Schrittreiten.
00:16:10: Da gibt es ja so diese, heißt das Gretchen-Frage, glaube ich, der hingegebene oder der lange Zügel.
00:16:17: Schlagen wir das Ei quer auf oder von der Seite?
00:16:21: oder längs, ja, hingegeben, also wirklich schnalle, dass das Pferd wirklich erstmal freischreiten kann.
00:16:28: Langerzügel, das halten die meisten Reiter ja gar nicht aus, also langerzügel heißt ja, der Reiter lässt aktiv mit dem Mitgehen des Ellbogens und beweglichen Ellbogen diese Nickbewegung zu und hält eine Verbindung.
00:16:41: Ich glaube, wir müssen nicht darüber reden, dass man in der Lösungsphase Schritt in Anlehnung mit einem mit einem kürzeren Zügel reitet, das ist sicherlich eigentlich nie angezeigt, aber jetzt der lange Zügel mit einer Verbindung und auch vielleicht im Pferd, dass man etwas gegen die Hand geht oder eben am hingegemene Zügel?
00:17:04: Also einmal der hingegemene Zügel ist ja ein Kontrollverlust.
00:17:09: So, da muss man mal auch gucken, wo kann man sich das leisten, wie ist die Umgebung und was hat man für ein Pferd?
00:17:15: Also ich würde mich nicht auf ein fremdes Pferd setzen.
00:17:18: und im hingegebenen Zügel losreiten und einmal gucken, was er macht.
00:17:23: Das einmal als Sicherheitsaspekt.
00:17:25: Dann, der Zügel ist ja nicht Schlimmes, wenn er nachgibt.
00:17:29: Der ist ja Kommunikation.
00:17:31: Und wenn ich eine gute weiche Hand habe, warum soll ich nicht anfangen, mit dem Pferd zu kommunizieren?
00:17:37: Ich finde, das ist ein sehr schöner Anfang.
00:17:40: Und ich kann ja mit dem Nachgeben der Hand die Schritte hervorlocken.
00:17:46: Und was mir so imponiert hat, wir waren ja bei Stallecker.
00:17:52: Und der hat zum Beispiel in der Schrittphase, das fand ich so toll, hat er gezählt.
00:17:57: Wenn er seine Pferde gelöst hat, dann hat er gesagt, okay, wenn mein Pferd auf der langen Bahn siebenundzwanzig Schritte macht, dann lässt er los.
00:18:06: Und ich finde, das kann man auch sehr gut dazu nehmen.
00:18:08: Und wenn man den mit dem langen Zügel nachgibt, dann spricht doch nichts dagegen, am langen Zügel zu reiten.
00:18:15: Tatsächlich diese Meterzahl ist ein guter Gratmesser.
00:18:21: Ich kenne das ja aus der Vielseitigkeit früher noch, wo man halt Weh gestreckt hatte, dass man sich sehr schnell bewusst wurde, welche Meterzahl ein Pferd in einer Minute in welcher Gangart zurücklegt.
00:18:34: Und da sagt man im Schritt so grob hundert Meter pro Minute, wenn du jetzt eine zwanzig mal vierzig Meter Halle hast.
00:18:41: Und rund ist die Ecken ab und reitet zwei halbe Zirkel.
00:18:44: Wenn man diese beiden Seiten erkommt, auf diese siebenundzwanzig Meter, weil er die zwölf Meter von den jeweiligen Wechselpunkten abzieht, dann sind es eigentlich sechsund, ja, vierzig, zwölf, achtzehn, achtundzwanzig, aber gut, egal.
00:19:00: Das ist trotzdem, wenn man es abrundet, sind das ungefähr diese hundert Meter.
00:19:06: Vierzig, vierzig wären achtzig, zwanzig, zwanzig sind nochmal vierzig drauf, sind hundertzwanzig.
00:19:11: zwanzig sparen wir durch die abgerundeten Ecken.
00:19:13: Das heißt, das Pferd muss in einem fleißigen Schritt eine Runde um die Halle gegangen sein, wenn ich den Raumgriff nicht zu sehr begrenze, sodass der Schritt eben länger oder mehr Schritte nötig sind und es länger braucht.
00:19:27: Und auch wenn man führt und sagt, die Fälle sollen im fleißigen Schritt geführt werden, während zehn Minuten in einer zwanzigvierzig Halle zehn Runden.
00:19:37: Die meisten machen weniger Runden in zehn Minuten.
00:19:40: Nein.
00:19:41: Ja doch weniger, weil sie langsamer gehen.
00:19:44: Und du hast jetzt gesagt, mit einer feinen Hand, feine Zügelverbindungen mitgehen, das sind so Punkte, wo ich sage, naja, daran scheitert es aber.
00:19:52: Und dann habe ich ein älteres Pferd, die Halle ist zu oder der Platz ist ruhig.
00:19:56: Ich muss sagen, dann habe ich eigentlich lieber den fast hingegebenen Zügel.
00:20:00: und man sieht bei vielen Pferden, die einfach dann schon so.
00:20:03: auf die Bremse treten, dass sie erst dann fangen, wieder guten Schritt zu gehen oder das, was in dem Moment ihr bester Schritt ist, den zu zeigen, wenn wirklich die Verbindung mal ganz weg ist.
00:20:15: Und ja, Sicherheit gebe ich dir absolut recht und da muss man immer genau hinschauen.
00:20:22: Aber tendenziell sehe ich den zu viel angefassten Zügel gerade in der Lösungsphase.
00:20:29: Ja, schön ist das am hingegeben.
00:20:31: Also wenn ich fährt, wäre der hingegebene Zügel natürlich das Beste.
00:20:35: So, da kann ich mich erst mal strecken, ich kann meine Muskeln aufdehnen, ich kann meinen Hals so einsetzen, dass ich gut balanciert bin.
00:20:43: Und je länger der Hals, umso länger der Vortritt.
00:20:46: Und es gibt natürlich keine längere Halshaltung als im hingegebenen Zügel, das heißt... Ich erreiche damit den maximalen Vortritt der Vorhand, weil das Wert ja nicht auf die Klappe gehen kann und damit die maximale Amplitude des Hinterbeins.
00:21:01: Und das war der wichtige Punkt, warum wir so Wert legen auf diesen freien guten Schritt oder den besten Schritt, den das Wert eben bereit ist, am Anfang zu zeigen, weil vielleicht ist das nochmal ein ganz interessanter Punkt und hält dann die Reiter etwas mehr noch dazu an, darauf zu achten, dass der Schritt eben durch dieses Zügelverbindungen aufnehmen nicht schlechter wird mit diesem Vortreten in den Hinterbeinen.
00:21:26: Vielleicht kannst du dazu noch ein bisschen was sagen.
00:21:29: und auch die nächste Frage geht ein bisschen in die Richtung.
00:21:33: Ja, also das ist einfache Metrik.
00:21:35: Je länger die Vorgriff, die Amplitude des Vorderbeins ist, umso größer muss die Amplitude des Hinterbeins sein.
00:21:42: Das ist einfach so.
00:21:43: Und wenn ich vorne schon stoppe, ja, dann... stoppe ich auch hinten und damit schwingt also das was ich haben will beim lösen das der körper das die lendenwurbe soll die brustwurbe soll einfach mal oder auch
00:21:57: das
00:21:57: kreuzdarm mein gelenkt gehört ja auch dazu dass es sich frei bewegt maximal bewegt und löst natürlich das schönste.
00:22:04: und wenn ich das halt in den ersten zehn fünf zehn minuten eigentlich behindere dann muss ich es ja erst wieder mühselig zurückholen in der weiteren ja oder aufwärmphase.
00:22:17: also du hast schon Muskelverspannung, die du erst mal gar nicht haben möchtest.
00:22:21: Und das ist so, als würde man sich selber erst mal so lockern, dass man so Schwingungen macht oder so wie in der Gymnastik.
00:22:28: Und das einfach alles durch den Körper fließen lässt, als dass man schon so kontrollierte Bewegung
00:22:34: macht, angesprachte
00:22:35: Bewegung.
00:22:37: Man kramft ja, wenn ich so dran denke, wenn man selber spazieren geht und geht mit jemandem, der wesentlich langsamer geht, als man selbst.
00:22:43: Und du musst immer dich anpassen.
00:22:46: Sonst ist ja ein Spaziergang etwas Entspannendes, aber man kann eher mal ein bisschen schneller gehen, finde ich, als dieses so runterbremsen.
00:22:55: Ja, da wird man leicht zickig angespannt.
00:23:00: Zum Schritt.
00:23:01: nochmal ist lange Schrittreiten grundsätzlich immer immer gut.
00:23:05: Viel Schritt wird ja auch oft gesagt oder lange Schrittreiten oder dann sagt jemand ganz stolz, ich habe eine halbe Stunde schon Schritt geritten und dann sieht man, das fährt jetzt die ganze Zeit mit so einem kurzen Schritt mit einem festgelegt und eigentlich für mich zu kurzen Zügel gegangen.
00:23:21: Überhaupt so ein Schritttag, also jetzt mal von ausreiten oder so abgesehen, weil das fährt ja da eben nicht schwingt.
00:23:30: Schritt ist ja eine schwunglose Gangart, ist es gut, schlecht.
00:23:35: Ich glaube, das war Bodo Herz, der mal gesagt hat, forty-fünf Minuten vor dem eigentlichen Reiten, soll man das fährt, Schrittreiten.
00:23:44: schaffen die meisten ja eh nicht.
00:23:45: Von daher kann man das selten beobachten, aber so grundsätzlich.
00:23:52: Also das hat ja viele Faktoren.
00:23:55: Einmal ist Schritt, die Gangart, die die Wirbelsäule am meisten mobilisiert, weil sie die Pferdelassen in die Rückenlinie locker.
00:24:05: Und das heißt, ich habe viel Drehung und Seitneigung in der Wirbelsäule.
00:24:10: Das kann bei sehr verspannten Rücken sehr gut sein.
00:24:15: Es kann aber bei Pferden, die nicht trainiert sind, zu viel Mobilität bringen.
00:24:20: Bei jungen Pferden würde ich auch immer sagen, Schritt führen und dann drauf sitzen, dem Pferd so das Gewicht, also sagen okay, ich sitze da drauf, kommst du klar und dann sofort in die Trabarbeit gehen, weil der Trab der Rücken stabil ist und das brauchen wir, um den Schutz des Rückens zu haben durch die Rückenbänder.
00:24:43: lange Schrittreiten halte ich für den Rücken schlecht, wenn man ja nicht sehr leicht ist, perfekt passenden Sattel hat, wenn man nicht, und dann geht es um die natürliche Schiefe, wenn man nicht ein Pferd hat, was recht sehr bauchig ist, weil durch die natürliche Schiefe im Schritt habe ich rechts einen riesen Bauchpende, das sieht man ja von hinten, und das sieht man ja auch an den Stiefelletten oder Reitstiefeln der Reiter, das rechts immer mehr abgerieben ist, wenn sie auf dem Schiefen Pferd reiten.
00:25:15: Das heißt, da ist viel mehr Bauchpendel und dieser Bauchpendel nach rechts, kann man sich vorstellen, der dreht die ganze Wirbelsäule mit.
00:25:22: Und dann habe ich eine unpassende Mobilisierung der Wirbelsäule.
00:25:26: Man kann es auch sehen, wenn die Pferde so Teiltbrüsenentzündungen haben, hinten in der Sattellage, da wird immer gesagt, du hast die Ecke nicht gewaschen oder so.
00:25:34: Eigentlich ist es ein Zeichen, dass zu viel Bauchpendel da ist, meist zur Richtung.
00:25:39: links, was nach rechts geht, dann weiß man, okay, das Pferd läuft mit einem wackelnden Bauch und das macht natürlich die Wirbelsäule, strapaziert die Wirbelsäule und auch die Gelenke, die das ja ausbalancieren müssen, hinten rechts.
00:25:53: Das heißt, wenn ich Schritt reite, man sagt ja, das Pferd holt sich die Hilfe am Schenkel ab, dann muss ich den Bauchpendel kontrollieren, weil ich sonst die Wirbelsäule übermobilisiere.
00:26:05: Und das Schlimmste finde ich so, wenn man Ja, hatte ich auch das Kesselträger und der Tierarzt Saftmusik im Schritt reiten und es war jetzt eine Dame, die vielleicht nicht
00:26:17: ganz
00:26:18: dünn war und die hatte auch die Idee, dass fährt muss im Schritt, so wie du jetzt gesagt hast, kurz am Zügel und muss mit dem Gesäß schieben.
00:26:26: So, nach vier Wochen war der Rücken so empfindlich, dass man sagen musste, du kannst das nicht, dieses schiebende Gesäß im Schritt, das verstärkt das Ganze, also Schrittreiten.
00:26:38: Ich würde natürlich im Gelände oder so schon machen, aber dann würde ich schon am Geraderichten arbeiten.
00:26:44: Das ist ein bisschen lästig, man möchte ja in die Gegend gucken, aber ich muss den Bauchpendel kontrollieren und ich muss in der Dehnungshaltung haben, reiten, damit ich den Rücken von oben stabilisiere und eigentlich auch die Wanderreiter führen die meiste Zeit im Schritt, weil der Rücken dann nicht so stabil ist wie im Trab oder im
00:27:03: Gelob.
00:27:05: Gutes Stichwort, man kann ja auch, wenn man länger sein Pferd im Schritt bewegen möchte, zunächst einige Minuten führen und dann anschließend noch ein bisschen Schritt reiten und dann addiert sich etwas mehr Schrittzeit oben drauf.
00:27:20: Man macht das vielleicht doch konzentrierter, als sich forty-fünf Minuten tragen zu lassen, weil das schafft ja kaum einer sich so lange zu konzentrieren.
00:27:27: Gut, das andere ist, wenn du dann wirklich im Schritt arbeitest, mit Seitengängen oder so, das ist dann eine andere Qualität.
00:27:34: Also ich dachte jetzt, Schrittreiten in der Lösungsphase haben hingegeben oder langen zu gehen.
00:27:39: Das war auch gemeint.
00:27:40: Bei diesem Schritt arbeiten, da kriege ich immer schon so ein bisschen Kopfkino und sehe irgendwie so ein unaufgewärmtes Pferd und ein Reiter, der drückt und das Pferd drückt eigentlich gegen und hält sich fest.
00:27:52: Das habe ich selten.
00:27:54: Also es gibt es auch, es gibt es auch.
00:27:56: Keine Frage.
00:27:57: Kann man auch gute Sachen mit erarbeiten, aber in der Praxis ist bestimmt achtzig, neunzig Prozent, ist eher kontraproduktiv.
00:28:06: Und da hat der Reiter irgendwelche Dinge im Kopf und das fährt es eigentlich die ganze Zeit nur klemmig und macht irgendwelche steifen, untagbewegungen in einem schlechten Schritt, wenn man das mal wirklich ehrlich bin.
00:28:17: Und der Reiter verkrampft im Sitz und verdreht sich und schielt in alle möglichen Richtungen.
00:28:21: Also diese Schrittarbeit gefällt mir meistens nicht.
00:28:25: Aber ich Es gibt auch andere Beispiele, aber das sind ganz wenige.
00:28:31: Und ja, mir wird da immer schon so ein bisschen schlecht, wenn ich das höre.
00:28:38: Ja, jetzt war schon so ein bisschen der Schwerpunkt oder deinen Stichwort die Schiefe des Pferdes.
00:28:45: Ich will jetzt mal so ein bisschen zum Reiter kommen.
00:28:47: Wie wichtig ist, dass der Reiter einigermaßen seitengleich ist und eine gesunde Körperhaltung hat oder eben auch keine Einschränkungen.
00:28:56: Denn ich erinnere mich an eine Fortbildung, die wir mal zusammen besucht haben oder eine Sitzung und hat einmal eine deiner Kollegin geäußert, dass der Reiter seine körperlichen Probleme immer auch auf das Pferd überträgt und sie hat das ziemlich überspitzt.
00:29:13: Oder wer weiß, ob es überspitzt ist ausgedrückt, dass also ein Reiter mit Hohlkreuz mittelfristig immer auch das Pferd dazu bringt, einen Hohlkreuz zu machen, also den Rücken wegzudrücken.
00:29:23: Und ich fand das ziemlich extrem, weil man sieht ja auch bei durchaus guten Reitern, die sind nicht immer ganz perfekt in ihrer Haltung.
00:29:33: Die haben vielleicht gelernt, mit ihrem Körper umzugehen.
00:29:35: Aber man sieht durchaus mal unter einem Reiter, der jetzt nicht die Idealhaltung hat, doch ein gut gearbeitetes Pferd.
00:29:43: Und wenn man jetzt so auf dieses Ehrseiten, also Seiten die gerade, ja, oder eben seitliche gerade Haltung, mal hingeht, dann haben wir jetzt zum Beispiel diese Paradressur und haben ja Leute, die vielleicht eine einseitige Lähmung haben oder auch eine verkürzte oder eben fehlende Gliedmaße und die Pferde gehen ja nicht alle schief oder wirklich schlecht.
00:30:09: Und dann mache ich jetzt nochmal den Sprung zu den alten Meistern.
00:30:12: die ja einseitig geführt haben mit der linken Hand, also mit einseitiger Zügelführung geritten sind und hatten rechts das Schwert, haben gefochten, haben Lanzen getragen, die ja auch auf Ungleichgewicht gemacht haben.
00:30:27: Jetzt haben wir das nicht mehr so vor Augen, aber die haben ja auch auf gerade Richtung Wert gelegt.
00:30:31: Richtet man das dann mit gerade?
00:30:33: Also das waren jetzt viele, viele Fragen einmal, aber dann hast du auch so ein bisschen Zeit auf diesen ganzen Themenkreis einzugehen.
00:30:44: Also, ich bin der Hypotherapeutin und da ist A und O die Arbeit des Pferdes nicht in der Hypotherapie, sondern zwischen den Therapien, dass das Pferd richtig gut muskulär auftrainiert wird und gerade gerichtet wird.
00:31:06: Weil jeder Schiefsitzende Reiter macht nur Unwucht und das Pferd kann es ausbalancieren, wenn es stabil genug ist.
00:31:15: Dazu gehört aber auch, welche Pferde verzeihen mehr Schiefe des Reiters, die die etwas mehr Unterstützungsfläche haben.
00:31:23: Also wenn ich weiß zum Beispiel, ich habe einen sehr schiefen Reiter und ich kann das Pferd nicht so trainieren, dass es das aushält.
00:31:32: Und der Reiter will auch vielleicht jeden Tag reiten.
00:31:35: Dann brauche ich ein Pferd, das ein bisschen breiter ist, mit einer Unterstützungsfläche, so ein Konomarapony oder so was Stabiles, dann brauche ich nicht was Hochbeiniges, was auf eine Gewichtshilfe natürlich extrem reagiert.
00:31:47: Also einmal das Training muss perfekt sein, dann kann ich auch schief sitzen, ab und zu.
00:31:53: Oder ich brauche einen Bereiter, der mir das Pferd wieder gerade richtet oder ein gutes Trainingprogramm.
00:32:00: Dann verzeihen die Pferde das.
00:32:03: Wichtig ist, aber wenn man jetzt, du hast jetzt so viele Fragen gestellt, ich komme mal zum Hohlkreuz.
00:32:08: Ich komme mal zu der Sache mit dem Hohlkreuz.
00:32:11: Hohlkreuz entsteht beim Menschen durch Verspannung der Rückenfaste, der torakolombalen Faste.
00:32:18: Und da ist es so, da gibt es zwei Arten des Hohlkreuzes.
00:32:23: Einmal, wenn wir Angst haben, verspannen wir unsere hintere Rückenmuskulatur.
00:32:31: Und damit geht die Toerkulmbade fast hier zu.
00:32:34: Wir haben hinten, das ist die Autochtonesrückenmuskulatur, bei Stress wird die fest.
00:32:38: Das ist beim Pferdsoh, was dann im Rücken gerade wird.
00:32:42: Das ist bei uns so, beim Hund stellen sich die Nackenhaare da auf.
00:32:45: Also das ist eine ganz andere Innovation, die auf Stress reagiert.
00:32:49: Wenn ich Angst habe und mein Hohlkreuz aus dieser Anspannung entsteht, dann ist es verriegelt, dann ist es fest.
00:32:59: Und dann ist es so, dass die Sitzbeinhöcker ja in der Stellung nach hinten gehen und nicht nach vorne mitgehen können.
00:33:08: Und damit blockiert man das Hinterbein und damit geben die Pferde im Rücken nach.
00:33:14: Wobei eben, wenn der Reiter Angst hat, das Pferd auch Stress zeigen kann.
00:33:20: So, das kann sich dann hoch spielen.
00:33:22: Und
00:33:24: dann gibt es das Hohlkreuz, was aber nicht versteift es durch Angst, sondern einfach weil man viel sich aufrecht gehalten hat.
00:33:34: Und das ist wieder eine Faszinspannung, wo der Reiter elastisch nachgeben kann.
00:33:38: Das muss man unterscheiden.
00:33:39: Also wichtig ist, die Sitzbeinhöcker gehen die, wenn man Trainer ist, gehen die mit nach vorne oder bleiben die hinten.
00:33:48: Und wenn die hinten sind, ist oft so, dass sie dann in den Sattelkranz so schlecht positioniert sind.
00:33:52: Und dann manchmal hat man noch Pech und dann übers Polster kippen.
00:33:56: Dann kriegt das Pferd natürlich auch Stress.
00:33:58: und dann sieht man das Reiter-Hohlkreuz, Pferd-Hohlkreuz.
00:34:05: Wenn man von Hause ein Hohlkreuz hat, sollte man auf jeden Fall Bauchmuskel-Training machen, weil ich brauche ja eine Rumpfstabilität und ich will ja nicht zu sehr den Oberkörper nach hinten nehmen.
00:34:18: Und es ist so, wenn die ... Ist das zu lang, Marion?
00:34:21: Nein, nein, das ist ...
00:34:23: Ja, also ... Das Problem ist ja nicht im Schritt oder im Galopp, das Problem sieht man ja im Trapp.
00:34:29: Und im Trab habe ich ja die Spingung des Rückens von unten nach oben.
00:34:33: Das heißt, ich sitze auf einer Oberfläche, die sich unter mir rauf und runter bewegt und da soll ich still drauf sitzen.
00:34:39: Man sieht die Probleme beim Anfänger, wenn er es erst einmal aussitzt, dass das eigentlich eine unglaubliche Anforderung ist mit seinem klappenden Gesäß und der ist in Wohnungsnot und alles Mögliche.
00:34:49: Also muss ich lernen oder mein Körper muss lernen, diese Bewegung von unten nach oben in der Wirbelsäule in seinem eigenen Körper zu verzehren.
00:34:56: aufzulösen, damit man Schulter, Göttel wieder gerade ist, der Kopf nicht wackelt und so weiter.
00:35:02: Unten wird die Bewegung aufgefangen, das Pferderückens vom Sprunggelenk des Reiters.
00:35:08: Der federt rauf und runter und wenn das Knie nicht klemmt, dann ist man bis zur Hüfte ruhig, wenn der Absatz federt.
00:35:14: Aber jetzt sitzt bei einem Höcker, ist ja wieder eine andere Sache.
00:35:17: Da geht es nach oben.
00:35:18: Dann kann ich diese Bewegung verzehren, indem ich den Rücken nach hinten nehme.
00:35:23: Ich muss ihn ja irgendwie kurz machen.
00:35:25: Also ins Hohlkreuz gehen oder ich kann meine Sitzbeinhöcker nach vorne bringen mit den Bauchmuskeln.
00:35:32: Beides macht in dieser kleinen Kippbewegung, verzehrt das die Bewegung von oben nach unten.
00:35:37: So in Hohlkreuz ist es so, dass meine Sitzbeinhöcker nach hinten gegen das Pferdebein gehen.
00:35:43: Pferd blockiert.
00:35:45: Wenn ich Bauchmuskel anziehe, gehen meine Sitzbeinhöcker nach vorne und ich stelle mir immer so vor, als würden die Hinterbeinen an meinen Sitzbeinhöckern hängen.
00:35:54: Und ich kann die, wenn ich meine Sitzbeinhörker nach vorne nehme, auch mit nach vorne nehmen, weil ich keine Blockade mache.
00:36:01: Und es ist sehr viel weicher, wenn ich das mit den Bauchmuskeln einfange, weil ich keinen Stopp habe.
00:36:06: Wenn ich schon im Hohlkreuz bin und ich mal noch mehr Hohlkreuz, dann prallen meine Facettengelenke zusammen.
00:36:11: Das ist unangenehm.
00:36:12: So, und dann macht man sich wieder fest.
00:36:14: Deswegen ist diese Verzerrung der Schwingung im Trab viel besser mit den Bauchmuskeln aufzulösen.
00:36:23: Das ist anstrengend.
00:36:24: Da sind unsere Faszien nicht so stark.
00:36:26: Deswegen hängen wir uns dann lieber hinten in die Torakolombale Fasze, die ist fest, das kennen wir, aber für's Pferd unangenehmer.
00:36:34: Ein guter Tipp, Bauchmuskeltraining schadet ja nie.
00:36:38: Ja, und ich hab nicht umsonst dieses eben nach dem Kohlkreuz gefragt, weil ich denke, das ist auch wieder die sitzende oder stehende Tätigkeit.
00:36:46: Das ist ein Haltungsproblem der heutigen Zeit.
00:36:50: Wahrscheinlich mehr als zu viel Bauchmuskulatur.
00:36:54: Gab es das auch mal eigentlich?
00:36:56: oder gibt es Berufe, wo man sagt, dass es welche Tätigkeiten machen ein zu viel, dass die Menschen wirklich im Lendenbereich dann ein Buckel haben, so die grunden Schultern, das ist ja was anderes.
00:37:06: Du kannst ja runde Schultern haben oben und trotzdem das Hohlkreuz.
00:37:10: Also der Einzige, der mir einfällt, ist der Schmied.
00:37:14: Da sieht man oft, dass die Lendenwirbelsäule auch schon rund ist, vor allen Dingen die älteren Schmiede, die können sich ja gar nicht mehr aufrichten.
00:37:22: Ansonsten Bei Frauen ist es absolut ungewöhnlich, weil wir als Frau ja dadurch, dass wir Kinder kriegen sollen, eine ganz andere Fastienstruktur.
00:37:30: Also, wie wir einen Zicksback haben, müssen wir viel mehr arbeiten, wenn man es hier hinbekommt.
00:37:35: Und vielleicht auch, wenn man schwanger gewesen ist, ein Kind bekommen hat, dann hat man da auch eine Schwäche in der Bauchmuskulatur.
00:37:42: Also, ich finde, die Bauchmuskulatur ist für mich im Training beim Reiten das Allerwichtigste, weil sie einfach nicht mehr gebraucht wird.
00:37:50: Und man muss sie wirklich für das Reiten wieder anstrengen.
00:37:55: Also Mädels Sit-Ups.
00:37:58: Ja.
00:38:00: Ja.
00:38:03: Vielleicht ist bei manchen Reitern so Symmetrie empfinden, das ist ja auch was sehr individuelles.
00:38:10: Das, was ich selber gerade finde, ist vielleicht gar nicht ganz gerade und vielleicht ist das manchmal auch, dass man einem etwas idealisierten Gefühl hinterher strebt hinterher, rennt und muss man auch eine gewisse Seitenungleichheit bei sich selbst, aber auch beim Pferd akzeptieren, weil wir reden immer von gerade Richtung.
00:38:32: Auf der anderen Seite hast du gesagt, das Pferd ist im Schritt, halt hat es etwas mehr Bauchpendel nach rechts.
00:38:38: Wir finden das auch bei den alten Meistern häufig, dass die sagen, das Pferdeverhalten ist so, dass zum Beispiel die Neigung links am Sprung oder an einem Hindernis vorbeizulaufen.
00:38:49: immer größer ist.
00:38:50: und die akzeptieren das einfach, arbeiten dem entgegen, aber da liest man eigentlich nie, dass man das abstellt und dass es so dieses vollkommen gerade gerichtete und dauerhaft so bleibende Ergebnis gibt.
00:39:06: Beim Pferd ist es so, dass die Skiver durch den Blinddarm entsteht.
00:39:10: Das heißt, es ist neben dem Training absolut fütterungsabhängig.
00:39:14: Wenn du jetzt einen Pferd auf einmal Helage gibst, Dann wird er mit einem geblähten Blinddamm geben, dann kriegst du das hin bis rechts hinten eine Hangbeinlarmheit.
00:39:22: Der wird keinen Schritt mehr tun.
00:39:23: Und der wird auch rechts sich nicht mehr biegen.
00:39:25: Der nimmt die Gruppe rein und fertig ist oder geht auch gegen den Schenkel an.
00:39:29: Also gerade richten ist einmal Training, richtbar auch Muskulatur, aber vor allen Dingen Fütterung.
00:39:35: Und beim Menschen ist es so, wir bringen ja auch unsere Schiefe mit.
00:39:38: Ich erinnere mich an ein Reitlehrer, der mich anrief und sagt, du musst, als ich da noch Menschen behandelt habe, du musst die behandeln.
00:39:44: Ich sage dir die ganze Zeit, Sie soll sich gerade hinsetzen und sie sagt, sie ist schief.
00:39:49: Und dann kam die junge Frau, die hatte eine Blinddamm-Nabe, die sehr blöd war, also da war ein Blinddamm-Durchbruch.
00:39:56: Das heißt, das war eine dicke, vernarbte Nabe und diese Nabe hat die junge Dame völlig zu einer Seite gezogen.
00:40:05: Das war für sie normal.
00:40:06: Und erst, als man die Nabe entstört hat, hat sie überhaupt sich aufrichten können und hat gesagt, ja, ich denke jetzt bin ich schief, aber scheinbar bin ich gerade.
00:40:15: Und das können ja auch in uns Verziehungen sein, Narben sein.
00:40:19: Du musst nur Sprungelängsproblematik haben auf der rechten Seite, dass du mit dem Absatz nicht durchfederst, schon gehst du auf die linke Seite.
00:40:26: Also wir bringen ja auch unsere körperlichen Disbalancen mit.
00:40:33: Genau, aber zugleich, und wir können uns täuschen.
00:40:35: Ich glaube, das ist auch ein Punkt, dass man nicht dann sagt, sein... Gerade empfinden muss auch wirklich immer ganz gerade sein.
00:40:43: Und es ist wahnsinnig schwer und erfordert, glaube ich, viel Erfahrung auch zu sagen, okay, was bin ich?
00:40:48: Was ist das Pferd?
00:40:49: Gerade wenn man nur ein Pferd reitet, wenn man verschiedene Pferde reitet, dann geben die einem ja doch mehr Feedback als ein Pferd, das sich ja so ein bisschen, das auch kompensiert irgendwo.
00:41:02: Also bei mir ist so, ich fahre viel Auto und dadurch ist mein rechtes Bein stärker und mein rechtes Becken ist weiter vorne.
00:41:10: Und wenn ich auf dem Pferd sitze und denke nicht, wechseln die immer auf die rechte Hand, weil ich eigentlich immer eine Rechtswendung vorgebe.
00:41:19: Und für mich ist es zum Beispiel ganz spannend, einfach mal auf der Kran zu reiten und zu gucken, sind meine Sitzbeinhöcker gehen die wirklich mit und habe ich ein gleichmäßig Bügel tritt.
00:41:28: Damit bin ich schon sehr beschäftigt.
00:41:30: Das ist schon feinste Physiotherapie.
00:41:35: Hältst du das möglich, dass man so eine Art Selbsttest auf so reiterliche Eignungen bei sich... bei sich so durchzuführen.
00:41:43: Und wie sähe das aus.
00:41:44: Also wenn man jetzt sagt, so was muss ich können, gibt's was, was ich, ich sag jetzt mal etwas übertrieben, Spagat oder dieses mit den Füßen, wie heißt das denn, wenn man die Beine gerade lässt und mit den Händen zum Boden geht, dass man also nicht hinten zu verkürzt ist, so ganz einfache Sachen, wo man dann sagt, okay, wenn mir das schwerfällt, dann sollte ich was dran tun.
00:42:04: Das ist wirklich was.
00:42:06: Was so die reiterlichen Entwicklungsmöglichkeiten auch einschränkt?
00:42:10: Oder eine einfache Gleichgewichtsübung, sowas in der Art?
00:42:15: Gleichgewichtsübung sind ja fantastisch.
00:42:18: Ich muss ja beim Pferd immer agieren und reagieren.
00:42:23: Reiten ist ja so komplex, man lernt es ja nie.
00:42:26: Also richtig.
00:42:28: Weil jedes Pferd bringt ja auch, jeder Bodenunebenheit bringt ja wieder eine andere Herausforderung.
00:42:35: Wir können das schaffen, wenn unsere Fasten gesund sind, weil die eben diese Reaktionen schneller haben für die Ausgleichbewegungen.
00:42:43: Um körperlich gerade zu werden, würde ich immer Yoga empfehlen.
00:42:48: Weil Yoga ist, aber das bin ich.
00:42:51: Ich bin Wikinger-Typ.
00:42:52: Ich bin zu fest in den Fasten.
00:42:53: Also, ich bin kein Schlangen-Mensch.
00:42:58: Das ist ja jetzt so, womit man es selber verbessert.
00:43:00: Aber ich denke jetzt eher so, wenn du jetzt
00:43:01: ...
00:43:04: Was kann ich mal testen und sagen, okay, das fehlt mir oder das fehlt mir nicht?
00:43:07: Wir hatten vor den Bauchmuskeln, also sollte ich zum Beispiel mal wie viele Sit-ups oder irgendwas sollte ich das können oder einfach mich mal testen fällt mir schwer oder mal was anderes auf einem Bein stehen zum Beispiel, die Balance halten oder so, womit man mal so rausfinden kann, okay, ich habe ein bisschen zu wenig Bauchmuskulatur oder ich habe sehr unterschiedliches, seitliches Gleichgewicht.
00:43:34: oder wir hatten, glaube ich, bei diesem einen Meeting mal, dann musste ein Kind mal die Arme nach vorne strecken und dann hast du gesehen, wann es eben anfängt, mit dem Oberkörper in Rücklage zu gehen, dass man gesagt hat, das kann noch gar nicht so und so lange reiten oder eben fährt, was zu stark wird reiten, ohne dass es sich halt mit dem Körpergewicht oder eben zu sehr nach hinten geht.
00:43:57: Ich denke jetzt eher so an so Tests, die man auf Zuhause für sich machen kann, wo auch keiner zuschaut und wo man vor sich selber mal merkt, okay, Mensch, hier muss ich was tun, ein bisschen, ja, ohne dass man sich damit öffentlich irgendwo blamiert oder gleich in den Yoga-Kurs geht, sondern so mal so einen kleinen Test.
00:44:15: Zum Beispiel eben mit den, sollte man so biegsam sein, dass man mit den Händen auf den Boden kommt bei gestreckten Beinen oder reicht es vielleicht bis zum Knöchen?
00:44:25: Ja, also das ist jetzt wieder eine besondere Sache, weil gerade diese Fasze im Rücken, die ist sehr intelligent.
00:44:33: und wenn wir, also unser Gehirn passt ja die ganze Zeit auf, ob wir in Gefahr sind und wenn wir uns nach vorne beugen, dann sagt unser Gehirn relativ zügig, pass mal auf, du gehst gleich auf die Klappe.
00:44:47: Wenn Dass das Gehirn sagt, dann sagt die Torakolumbale Fasze, es macht mir Stress, ich lass dich nicht runter.
00:44:53: Wenn du dich dann aber anlähnst mit dem Puppo an die Wand und das ein bisschen schräger machst und dann nach unten geht, dann sagt das Gehirn super, du gehst nicht auf die Klappe, auf einmal kommst du nach unten.
00:45:03: Trotzdem macht es Sinn, die Torakolumbale Fasze zu dehnen, diese Übungen machen mit den Finger an die Zehenspitzen.
00:45:13: Auch mal sich rund zu machen.
00:45:14: So ein Päckchen sitzt ist auch immer schön, weil dann fühlt sich das Gehirn auch sicher.
00:45:19: Das ist so eine wohlige Haltung.
00:45:20: Damit kann man die Rückenlinie sehr gut aufdehnen.
00:45:24: Es tut auch sehr gut.
00:45:25: Und Bauchmuskeln kann man eigentlich nicht genug haben, gerade wie Frauen.
00:45:31: Also das ist immer ein Schwachpunkt.
00:45:33: Und Gleichgewicht kann man natürlich üben, indem man mal auf einem Bein steht.
00:45:37: Und dann sieht, aha, wo wackelt ich mehr?
00:45:40: Und dann muss man das halt machen, morgens beim Zähne putzen oder wie auch immer.
00:45:44: Aber jetzt so ein Test, da sprichst du mich an, habe ich noch nie drüber nachgedacht.
00:45:48: Aber es macht vielleicht mal Sinn.
00:45:51: Dann denken wir uns doch mal einen aus.
00:45:52: Das ist doch mal ein, das wäre mal schön.
00:45:54: So, könnt ihr das, das ist so, das ist ja auch jeder ein bisschen unterschiedlich und jedes Pferd stellt ja auch andere Anforderungen an den Reiter.
00:46:03: Aber ich denke mir so ein paar Basics, wo man einmal sagt, okay, das sollte sein, also eine gewisse Rumpfst, wir reden ja auch immer von Rumpfstabilität, damit man eben handunabhängig sitzen kann.
00:46:14: Und ich glaube, da gibt es schon, ich denke jetzt so an Sitzen auf einem Gymnastikball und mal mit einem Terrorband nach vorne oder so.
00:46:21: Da gibt es schon mal Sachen, wo man probieren kann, fällt mir das leicht, fällt mir das schwer und wo man ohne Riesenausrüstung, man kann ja auch eine Bandage nehmen oder so.
00:46:30: und sich einfach auf den Hocker setzen.
00:46:32: Es muss ja nicht immer das große Equipment sein.
00:46:34: Aber wo man, wie du sagst, beim Zähneputzen, das in den Alltag integrieren kann und halt auch ohne neugierige Nasen, die das dann begutachten, sondern einfach für sich mal einmal sagen, okay, mal ehrlich, das Kleines selbst testen und dann ein bisschen jeden Tag was machen.
00:46:53: gehen jetzt so ein bisschen das sich so als unsere Arbeitsphase.
00:46:56: Wir gehen jetzt mal so langsam in die Entspannungsphase, so teilt man ja so Trainingseinheiten ein.
00:47:02: Und wenn ich mir jetzt mal nach dem Training denke, jetzt habe ich vielleicht ein bisschen viel gemacht oder es war eine überdurchschnittliche Belastung, sehr lange Ausritt.
00:47:12: Wie lange brauchen Muskeln, Seenbänder und natürlich Knochen und Gelenke auch, um sich zu erholen?
00:47:19: Denn Meistens praktizieren die Reiter oder Pferdebesitzer so einen Pausentag.
00:47:25: Aber ja, ich mache immer alle Fragen jetzt so in so ein Package sozusagen daran.
00:47:30: abschließend dann, wie oft in der Woche hältst du Reiten für Pferde jetzt erstmal, für sinnvoll.
00:47:36: Also erstmal so diese Erholungszeiten der einzelnen Strukturen, dann wie lange ist eine Pause, das ergibt sich, glaube ich, und wie viel Belastung ist grundsätzlich ganz gut.
00:47:48: Also zu den Pausen.
00:47:50: Muskeln, Gelenke, Faszien brauchen auf jeden Fall nach einem überschwelligen Reiz, zu seventy Stunden zur Regeneration.
00:47:59: Das ist wichtig.
00:48:00: Also wenn ich jetzt, ich sag mal, Dienstag um zwölf, habe ich ein paar Kur dreimal gesprungen, war zu viel.
00:48:07: Genau, dann wäre es Unsinn, Mittwoch um zwölf, das Gleiche normal zu probieren.
00:48:11: Weil in diesen ersten vierundzwanzig Stunden durch das überschwelligen Reiz werden Collagenen in den Faszien und Proteinen in den Muskeln abgebaut.
00:48:19: Das heißt, ich bin eigentlich dann Mittwoch um zwölf, habe ich ein Gewebe, was geschwächt ist und nicht gestärkt.
00:48:26: In den nächsten vierundzwanzig Stunden wird repariert.
00:48:30: wird das wieder aufgebaut.
00:48:31: Das ist die Superkompensation.
00:48:33: Also der Körper hat gesagt, okay, ich bin aus der Komfortzone, ich muss jetzt besser werden.
00:48:38: Das dauert wieder vierundzwanzig Stunden und das ist wie so ein leichtes subklinische Entzündung.
00:48:43: Das kennt man auch nach dem Joggen oder so, nach acht mit vierzig Stunden hat man das Knie ist ein bisschen dick oder so.
00:48:51: Und da sollte man auch nicht reintrainieren, weil dieser dieser Superkompensation ist der wichtigste Prozess.
00:48:56: Den darf ich nicht stören, dafür werde ich das ein bisschen im Schritt.
00:48:59: oder ja, machen ein bisschen Koordinationstraining, Seitengänge, aber kein Stress.
00:49:05: Und nach zwanzigstunden ist dieser Prozess bei einer normalen Überschwelligenbelastung abgeschlossen.
00:49:12: Und ich könnte dann, dann werden wir Donnersdag, ja, Freitag wäre ich auf der sicheren Seite in Überschwelligenreize
00:49:17: zu machen.
00:49:19: Wenn ich jetzt mal ein Wanderer hat oder ein Viertagesturnier, dann sind ja die Überschwelligenreize sehr, sehr hoch.
00:49:27: Und dann sollte man mindestens eine Woche auf nichts tun.
00:49:31: Die Marathonläufer machen drei Wochen eine Marathon, nur noch Minustraining, sagt man.
00:49:35: Also die brauchen drei bis sechs Wochen auch sich psychisch zu erholen.
00:49:39: Und wenn ich denke, so ein Distanzritt für einen Pferd, die brauchen sehr lange, um auch wieder ins Gleichgewicht, auch ins psychisch Gleichgewicht zu kommen.
00:49:48: Also wir haben da ja schon, das ist schon sehr lange her, dass wir da mal drüber gesprochen haben.
00:49:52: Ich weiß nicht mehr, was da der Anlass war.
00:49:54: Ich glaube, vielleicht der Osteo Concept Coach oder so.
00:49:58: Und habe das wirklich seitdem sehr beherzigt und habe früher auch diesen typischen Eintag oder vielleicht auch mal zwei Tage und hatte oft das Gefühl, die Fälle sind eher schlechter, auch wenn man richtig gut aufgehört hatte.
00:50:12: drei Tagen oder vier Tagen und eben dann so ein Minustraining, das Wort kannte ich noch nicht, aber mit diesen seventy- zwei Stunden wirklich super Erfahrungen gemacht und man fängt eigentlich mit einem besseren, motivierteren Pferd wieder an, hat auch selber das nicht mitgenommen.
00:50:27: und dann, ich weiß nicht, ob sie es heute noch so macht.
00:50:33: Ingrid Glimke hatte mal so ein vier Tages.
00:50:35: Plan immer, wo sie so vier Einheiten mit viel Abwechslung pro Woche hatte für einen Pferd.
00:50:41: Und das fand ich eigentlich auch immer ganz gut, dass man nicht eben dauernd hintereinander dasselbe macht, sondern das konnte sein, was für sich klar aus der Vielseitigkeit kommt.
00:50:48: Aber jetzt auf ein Dressur fährt, zweimal Dressur, vielleicht Aufgaben bezogen, einmal eher mit Cavaletti und einmal vielleicht in Verbindung mit eher längeren Linien und einem Ausritt vorher oder nachher.
00:51:00: Oder kann auch ein Longestag sein.
00:51:03: Und da kommt man wirklich weiter und die Pferde bleiben auch stabil.
00:51:07: Aber dieses Zweiundsebzig Stunden ist vielleicht auch ganz schön, das mal so wissenschaftlich zu begründen.
00:51:13: Kann ja auch mal ein schönes langes Wochenende sein, wo man das Pferd mal Urlaub machen lässt und selber auch sich mit was anderem beschäftigt.
00:51:19: Kann ja auch ein Lehrgang sein.
00:51:21: Genau, genau.
00:51:21: Das entspannt doch ein.
00:51:26: Und dann sagtest du mit dem, wie oft ein Pferd geritten werden soll.
00:51:33: Das Problem ist immer die Kompression in der Sattellage.
00:51:37: Also, unser Körper kann Kompression nichts entgegensetzen.
00:51:42: Wir können also Kompression nicht trainieren.
00:51:44: Es ist nicht so, ich sage immer, wenn ich fünfzigmal vom Tisch springe, um eine Knie zu trainieren, die gehen kaputt, die werden nicht besser.
00:51:52: Und man sieht ja auch in der Sattellage, dass, auch wenn man nur zwanzig Minuten geritten ist, dass ein Equipment-Abdruck da ist.
00:51:59: Und deswegen denke ich, wenn man es dreimal in der Woche reitet, ist für den Rücken, wenn man die Sattellage sich gut erhalten möchte, eigentlich genug.
00:52:09: Und sonst kann man mit Spacetapes arbeiten, dass man nach dem Reiten wieder die Kompression wegnimmt, indem man so ein Tape nimmt, was so die Kompressionspunkte hinterm Schulterblatt und hinten meistens Torakale.
00:52:22: Sechzehn, siebzehn, diese Punkte wegnimmt, ein bisschen hoch hebt.
00:52:27: Dazu gehört Perfekte, natürlich immer ein perfekter Sattel und eine sehr gute Sattelunterlage, die sehr weich ist.
00:52:34: So den Pferderücken gesund zu erhalten, mache ich dreimal in der Woche Reiten.
00:52:41: Aber man kann es auch täglich machen.
00:52:42: Danach ist wichtig, was ich mache.
00:52:46: Wir haben ja viel Häufel der Rung jetzt bei uns aus den Netzen.
00:52:50: dass man nach dem Reiten das Pferd noch mal vielleicht ein bisschen Hafer von unten gibt oder Häufern unten fressen lässt, dass der nach dem Reiten nochmal den Kopf tief hat, oder man tut ihn jetzt, kann man sehr auf die Wiese tun, das tut ihn gut, Kopf tief hat und damit nochmal den Rücken gegen die Schwerkraft aufrichtet.
00:53:07: Das kann sich auch so ein bisschen helfen.
00:53:09: Ja, die Bodenfütterung ist auch... Da darf ich immer so dastehen.
00:53:14: Es ist manchmal ein bisschen mühsamer und man muss was sauber machen, aber das denke ich auch.
00:53:19: Und bei Pferden auf die Wiese gehen, sieht man tatsächlich, dass sie das am besten ausgleichen können vom Rücken.
00:53:26: Und wenn man so ein Pferd, was regelmäßigen Koppelgang hatte, umstellt, beobachtet man leider häufig, dass der Rücken auch schlechter wird.
00:53:36: Also da ist die Koppel eigentlich fast durch nichts zu erleichtern.
00:53:41: Es ist schade, dass man sie in unseren Breiten kann.
00:53:44: Das ist dann das andere, wenn die natürlich auf der Koppel nicht mehr grasen und treten sich ständig Eisen ab oder rutschen aus oder werden nass.
00:53:52: Da muss man sehen, Deutschland ist halt dann vielleicht das Sandperdok mit einem Ball, mit Heuball oder mit irgendwas, wo der Kopf doch mal runtergeht.
00:54:02: Eine Alternative.
00:54:04: Aber man weiß zumindest, womit man ein bisschen gegensteuern kann.
00:54:11: Also lassen wir die Pferde viel auf die Wiese und reiten ein bisschen reduziert und haben kein schlechtes Gewissen, wenn wir mal nicht sechs Tage in der Woche trainieren, weil die Fortschritte kommen, die kommen ganz bestimmt.
00:54:25: Das war sehr viel Wissen und ich schaue mal auf die Uhr.
00:54:28: Ich denke, Wir machen auf jeden Fall eine Fragerunde zwei.
00:54:33: Das war hochinteressant wirklich.
00:54:35: Also hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mir sogar ein paar Notizen gemacht und habe einiges mitgenommen Barbara.
00:54:41: Vielen, vielen Dank.
00:54:43: Ach mal, das hat mir viel Spaß gemacht.
00:54:44: Ich denke mal über diesen Test nach.
00:54:46: Das interessiert mich auch.
00:54:48: Also vielleicht können wir auch mal darüber sprechen.
00:54:51: Ich danke dir herzlich.
00:54:53: Also auch wieder hören.
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